300 Teilnehmer bei Warnstreik-Demo der Landesbeschäftigten

Lübeck: Rund 300 Mitarbeiter des Landes zogen am Donnerstagvormittag durch Lübeck. Hintergrund ist die aktuelle Tarifauseinandersetzung. Für Dienstag ist ein weiterer Warnstreik angekündigt. Dann findet die zentrale Kundgebung in Kiel statt.

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Mit den Arbeitsniederlegungen erhöht ver.di den Druck auf die Arbeitgeber der Länder, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam.

Markus Ameln, stellvertretender Geschäftsführer von ver.di in Lübeck, berichtet von einer guten Stimmung beim Warnstreik. Ziel aller Aktionen ist es, den Druck mit wirtschaftlichen Konsequenzen auszuüben. So traf der Warnstreik auch das UKSH, das planbare Operationen verschieben musste, und die Straßenmeistereien des Landes, die den Winterdienst an private Firmen vergeben mussten.

Die Forderung der Gewerkschaft beinhaltet sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

Zum Warnstreik am kommenden Dienstag rufen neben ver.di auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die IG BAU und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf.

Rund 300 Beschäftigte der Landesverwaltung beteiligten sich an der Demonstration. Fotos: STE

Rund 300 Beschäftigte der Landesverwaltung beteiligten sich an der Demonstration. Fotos: STE


Text-Nummer: 177676   Autor: VG   vom 05.02.2026 um 15.31 Uhr

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