Baustellen: Das sind die Planungen für dieses Jahr
Lübeck: Im vergangenen Jahr hat Lübeck rund sieben Millionen Euro in die grundhafte Sanierung von Straßen investiert, in diesem Jahr werden es nur 1,5 knapp Millionen Euro sein. Statt Großbaustellen, wie der Moislinger Allee im vergangenen Jahr, konzentriert sich die Stadt auf wichtige Schwerpunkte, die in der Regel nur zwei neue Asphaltschichten bekommen.Grundlage der Planungen ist die systematische und flächendeckende Erhaltungsstrategie der Hansestadt. Nach den Zustandserfassungen und -bewertungen der Jahre 2018 und 2023 wurde für die nun vorgesehenen Abschnitte ein dringender Sanierungsbedarf festgestellt. Bei Ortsbesichtigungen durch den Bereich Stadtgrün und Verkehr wurden unter anderem Längs-, Quer- und Netzrisse, Ausmagerungen, Splittverluste, Ausbrüche und Verdrückungen dokumentiert.
Aufgrund begrenzter Haushaltsmittel konzentrieren sich die Maßnahmen auf besonders belastete, verkehrlich wichtige Teilstücke und Knotenpunkte. Die geschätzten Gesamtkosten betragen rund 1.487.000 Euro.
Folgende Maßnahmen werden seitens der Verwaltung zur Umsetzung vorgeschlagen. Die Entscheidung trifft der Hauptausschuss.
Die Fackenburger Allee (L 332) ist eine zentrale Verbindungsstraße im Stadtteil St. Lorenz und dient als Zubringer von der BAB A 1 in Richtung Innenstadt. Zwischen Ziegelstraße und Steinrader Weg wird die Fahrbahn 12 Zentimeter abgefräst und anschließend mit einer neuen Asphaltbinder- und Deckschicht versehen.
Die Straße Bei der Lohmühle (K 25) übernimmt als Verbindung zwischen Autobahn, Hafen und Innenstadt eine wichtige Funktion. Der rund 300 Meter lange Abschnitt zwischen Kreisverkehr und Hansehalle wird grundhaft saniert. Auch hier erfolgt ein 12 Zentimeter starker Fräs- und Neuaufbau der Asphaltoberfläche.
Der Knotenpunkt Krempelsdorfer Allee/Stockelsdorfer Straße/Friedhofsallee stellt eine direkte Verbindung zur BAB A 1 (Auffahrt Lübeck-Zentrum) sowie nach Stockelsdorf und zur BAB A 20 dar. Auf rund 2.800 Quadratmetern wird die Fahrbahn erneuert. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Verkehrsflussmanagement, um die verkehrlichen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Zudem werden einige Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr im Kreuzungsbereich umgesetzt.
Der Knotenpunkt Buntekuhweg/Moislinger Allee/Am Moislinger Baum fungiert als wichtiger Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Lübeck-Moisling (BAB A 1) sowie als ausgewiesene Bedarfsumleitung (U 78). Auf rund 1.070 Quadratmetern wird die Fahrbahn erneuert.
Zusätzlich wird die Verkehrsinsel an der Querung „Am Moislinger Baum“ verbreitert, sodass Fußgänger sicher zwischen den Fahrspuren warten können. Die Ampelanlage wird entsprechend umprogrammiert. Die Grünzeit für Fußgänger verlängert sich von bislang zehn auf künftig 17 Sekunden.
Der Kreisverkehr Ziegelteller verbindet die K 24 und K 14 (Ziegelstraße, Wisbystraße, Artlenburger Straße und Steinrader Weg) und besitzt eine hohe Verkehrsbedeutung für St. Lorenz Nord. Die Asphaltoberfläche ist stark geschädigt, Markierungen halten teilweise nicht mehr dauerhaft. Auf rund 1.400 Quadratmetern wird die Asphaltdecke erneuert und die komplette Markierung einschließlich Rotmarkierungen neu aufgebracht. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhalten und eine drohende Sperrung zu vermeiden, bis eine mittelfristige Überplanung erfolgt. Sollten Versorgungsträger hier ebenfalls Maßnahmen umsetzen wollen, erfolgt eine entsprechende Koordinierung.
Die Maßnahmen werden eng mit der Straßenverkehrsbehörde, der Leitstelle Verkehrsflussmanagement, der Polizei, den Stadtwerken Lübeck mobil sowie weiteren Ver- und Entsorgern abgestimmt. Teilweise ist eine Umsetzung in den Sommerferien 2026 vorgesehen, um Auswirkungen auf Berufs- und Schulverkehr zu minimieren.

Große Maßnahmen, wie die Sanierung der Moislinger Allee im vergangenen Jahr, sind im Jahr 2026 nicht geplant.
Text-Nummer: 177975 Autor: Presseamt/red. vom 20.02.2026 um 18.03 Uhr
