Streik am Freitag: Gewerkschaft will Nahverkehr zum Erliegen bringen
Lübeck: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Nord hat die Beschäftigten der Busunternehmen in Schleswig-Holstein zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Da auch die Stadtwerke Lübeck Mobil auf der Liste stehen, müssen sich Pendler, Schüler und Gelegenheitsfahrer auf einen harten Tag einstellen. Der Warnstreik beginnt am Freitag, 27. Februar 2026, mit Dienstbeginn und endet mit Dienstende.Ver.di Nord beteiligt sich damit an einem bundesweiten Aktionstag im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Wir haben inzwischen drei Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern geführt und auch einen Streiktag hinter uns gebracht. Das hat noch nicht gereicht, um zu einem Ergebnis zu kommen“, erklärt der ver.di-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring.
Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen kommt. Der Warnstreik betrifft kommunale Busunternehmen, die unter den Tarifvertrag TV-N fallen. Betroffen sind die Städte Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg, also KVG (Kiel), Stadtwerke Lübeck Mobil, SWN Stadtverkehr (Neumünster) und Aktiv Bus (Flensburg).
In Lübeck wird das den Alltag vieler Menschen durcheinanderbringen. Die Straßen werden durch den zusätzlichen Individualverkehr belastet, wenn mehr Menschen aufs Auto ausweichen. Bürger müssen sich rechtzeitig im Alternativen bemühen, wo möglich etwa Absprachen für Fahrgemeinschaften treffen oder (wenn das Wetter mitspielt) aufs Fahrrad ausweichen.

„Es ist davon auszugehen, dass der öffentliche Personennahverkehr in den betroffenen Regionen weitgehend zum Erliegen kommt“, teilt die Gewerkschaft ver.di mit. Foto: Archiv
Text-Nummer: 178025 Autor: ver.di/red. vom 24.02.2026 um 10.40 Uhr
