Eishockey: Spiel des EHC Lübeck 94 Sekunden vor Schluss abgebrochen
Lübeck: Dieses Spiel hatte alles – Tempo, Spannung, Emotionen. Und am Ende: einen Abbruch. Beim Stand von 2:2 zwischen dem EHC Lübeck und der SG Barracudas/Mammuts eskalierte die Partie 1:34 Minuten vor dem Ende komplett.Was bis dahin ein intensives Duell auf Augenhöhe war, verwandelte sich kurz vor der Schlusssirene in eine hitzige Auseinandersetzung. Spieler gerieten aneinander, es folgten Wortgefechte und handfeste Szenen. Die Emotionen kochten über – und plötzlich ging es nicht mehr um Tore, sondern um Temperamente.
Der Gastgeber zog schließlich die Reißleine: Die restlichen 94 Sekunden wurden nicht mehr gespielt. Spielabbruch.
Angelo Cau, 1. Vorsitzender des EHC Lübeck, zeigte sich nach der Partie sichtlich verärgert: „Völlig unnötig, die Aktion von beiden Mannschaften kurz vor Schluss. Da erwarte ich von unseren Spielern, dass sie in so einer Situation einen kühlen Kopf bewahren. Bis zu den besagten letzten beiden Spielminuten haben wir unsere Chancen nicht genutzt und dadurch den Gegner stark gemacht. Jetzt muss im Nachgang über den Ausgang der Partie entschieden werden.“
Ein sportlicher Sieger wurde nicht gefunden – stattdessen droht nun eine Entscheidung am grünen Tisch.
"Statt Jubel oder Enttäuschung bleibt vor allem eines: Kopfschütteln", so Cau. "Aus einem packenden Eishockey-Abend wurde ein unrühmliches Ende. Wie das Spiel letztlich gewertet wird, müssen nun die zuständigen Stellen klären." Zur Leistung der Schiedsrichter wollte sich Angelo Cau nicht äußern.

Das Spiel in Brokdorf wurde abgebrochen. Foto: EHC
Text-Nummer: 178040 Autor: EHC vom 24.02.2026 um 14.34 Uhr
