Straßensanierungen: Zahlreiche neue Deckschichten in Lübeck

Lübeck: Archiv: Große Straßensanierungen wird es in diesem Jahr kaum geben (wir berichteten). Dafür erhalten aber viele Straßen frischen Asphalt mit einer Stärke von nur einem Zentimeter. Das sorgt nicht nur für glatte Oberflächen, sondern auch für eine deutliche Verlängerung der Lebensdauer.

Das Verfahren "Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise" hat einige Vorteile. So gibt es nur kurze Verkehrsbehinderungen. Schadhafte Stellen werden verschlossen. Damit kann kein Wasser mehr eindringen und bei Frost die Fahrbahn aufplatzen lassen. Eine monatelange grundhafte Sanierung mit Austausch auch der unteren Schichten wird um einige Jahre verschoben. In diesem Jahr hat Lübeck rund 3,2 Millionen Euro für neue Asphaltschichten eingeplant.

Bisher sind neue Asphaltschichten auf folgenden Straßen vorgesehen. Die Liste kann sich je nach Winterschäden noch ändern.

Dorfstraße
Kahlhorststraße
Strecknitzer Tannen
Moislinger Allee
Gartenstraße
Am Wallberg
Butenhof
Gürtlerweg
Vorrade Ortslage
Malmöstraße Knoten
Beetenwiese
Auf dem Vorbeck
Holstenstraße
Wahmstraße, oberer Teil
Kohlmarkt
Weichselstraße
Ernst-Deecke-Weg
Wallbrechtstraße
Oslostraße
Novgorodstraße
Roeckstraße
Ostpreußenring
Zweite Ochsenkoppel
Am Lauerholz
Danziger Straße
Von-Morgen-Straße
Hebbelstraße
Stormweg
Scharnhorststraße
Nettelbeckstraße
Schillstraße
Luisenstraße
Am Grenzwall
Düppelstraße
Hansestraße
Kutterweg
Märkische Straße

Das DSK-Verfahren

Seit 2012 setzt die Hansestadt Lübeck das sogenannte DSK-Verfahren – Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise – zur Fahrbahnsanierung ein. Dieses Verfahren eignet sich für alle Asphalt- und Betonstraßen, deren Unterlagen tragfähig sind. Das Verlegen einer DSK verlängert die Nutzungsdauer von angegriffenen Asphaltdeckschichten um etwa acht Jahre. Damit werden Unebenheiten beseitigt und die Griffigkeit verbessert. Der Asphalt für DSK besteht aus einem Gemisch aus groben und feinen Gesteinskörnungen, Bitumenemulsion, Zusätzen und Wasser. Auf der Baustelle wird das Mischgut in einer kombinierten Misch- und Verlegemaschine fortlaufend produziert und direkt eingebaut. Die neue Deckschicht kann schon nach etwa 20 Minuten nach dem Einbau dem Verkehr übergeben werden.
Bei dem Verfahren ist die Straße nach rund 20 Minuten wieder befahrbar. Foto: Archiv
Bei dem Verfahren ist die Straße nach rund 20 Minuten wieder befahrbar. Foto: Archiv

Text-Nummer: 178041    Autor: VG    vom 26.2.2026 19.30 Uhr

Kommentare zu diesem Text (11):

HaJo

schrieb am 26.2.2026 22.45 Uhr:
Ich hatte mich gefragt, wie ein Gemisch aus groben und feinen Gesteinskörnungen, Bitumenemulsion, Zusätzen und Wasser innerhalb weniger Minuten belastbar sein soll. Zement ist der Stoff, der in der Auflistung nicht explizit genannt wurde.

Das soll keine Werbung sein, mich hat nur die Technik interessiert. Es gibt wohl nicht viele Hersteller für diese Maschinen. https://www.schaefer-technic.com/produkte/microbelagmaschinen

Swifty

schrieb am 27.2.2026 6.29 Uhr:
Hä seltsam in der Kronsforder Hauptstr fällst aus dem Auto. Die Felgen fährst dir kaputt. UND DA WIRD NIX GEMACHT dann hilft ja wohl immer nur dagegen KLAGEN. 😪

Taylor

schrieb am 27.2.2026 6.36 Uhr:
Wallbrechtstr die wurde vor 3-4 Jahren erst Grundsaniert jetzt schon wieder. Naja kommt wohl immer darauf an WER an der Str. Wohnt.

Lübecky

schrieb am 27.2.2026 7.28 Uhr:
Holstenstrasse und Wahmstrasse? Da fahren doch wegen der Mühlenbrücke sämtliche Busse lang und stauen sich jetzt schon. Wie soll da eine Baustelle hin?

Haribo

schrieb am 27.2.2026 7.41 Uhr:
Es gibt Straßen, die es wirklich mal seeehr nötig hätten saniert zu werden. Unter anderem die Kronsforder Hauptstr. Stattdessen werden Straßen saniert, die teils noch komplett in Ordnung sind...

Lübecker

schrieb am 27.2.2026 8.05 Uhr:
Flickwerk....wie lange das hält kann man sich in der nicht vor langer Zeit gemachten Roeckstrasse und Arnimstrasse anschauen.

Oliver

schrieb am 27.2.2026 8.17 Uhr:
Und wieder überall nur DSK statt vernünfig zu sanieren, hauptsache das Problem wieder immer weiter in die Zukunft schieben bis man um Sanierungen nicht mehr drum rum kommt, das wird sich spätestens dann wieder rächen und dann wird die halbe Stadt gesperrt werden müssen.

Lilly

schrieb am 27.2.2026 9.30 Uhr:
Straßen, Straßen, Straßen! Dass Schlaglöcher in Radwegen viel gefährlicher sind kommt niemanden in den Sinn? Ihr seit so (...). (Ihr = Verantwortliche für Stadt- und Verkehrsplanung und Klimaschutz)

HorstLetzter

schrieb am 27.2.2026 13.13 Uhr:
Klasse Journalismus. Kann man die Liste mit den Straßen nicht mal fix mit excel alphabetisch sortieren. Das erleichtert das filtern für Betroffene ungemein .

Justin_Time

schrieb am 27.2.2026 14.14 Uhr:
@Lilly
(...)
Was wird auf Straßen transportiert und was auf Radwegen?
Was ist demnach wichtiger für Sicherheit und Versorgung, sowie das Erreichen zur Arbeitsstelle, damit Sicherheit und Versorgung sicher gestellt ist?
Hast du schon mal einen Kranken-, Liefertransport für Supermärkte. Gesundheitseinrichtungen und so vieles mehr, gesehen?

DARUM sind die Straßen wichtiger als Radwege, die wofür genutzt werden? (...)
Das Wichtigste zuerst: Sie entasten die Straßen. Für die Gesundheit, Weg zur Arbeit, Einkauf, Freizeit.

Sicherlich werden auch Radwege instand gehalten, um eben die Straßen zu entlasten. Aber für Leib und Leben ist die Straße nun mal essentiell.

T.J.

schrieb am 27.2.2026 18.56 Uhr:
Das Geld sollte die Stadt sparen, denn was die DSK Methode bringt sieht man. In den zuletzt gemachten Straßen, Wahmstraße hielt 2 Monate, Roeckstraße wurde schon 2×gemacht,Arminstraße,Hansesraße,Wendischestraße alle erst vor kurzem gemacht nur einige zu nennen. Hat keine 8 Jahre gehalten wie oben genannt. Überall sind Löcher viel tiefer als die 2 Zentimeter und Riesige Teer Stücke fehlen. Da sollte die Stadt doch wirklich vernünftig Sanieren .So hat nur die Firma was davon dauer hafte Aufträge. Oder hat die Stadt das Geld übrig?