Forum für Migranten beteiligte sich Gedenktag zum Ukraine-Krieg

Lübeck - Innenstadt: Am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns versammelten sich rund 200 Menschen auf dem Lübecker Markt, um der Opfer zu gedenken und ein starkes Zeichen für Frieden, Solidarität und ein respektvolles Miteinander zu setzen. Auch das Forum für Migranten der Hansestadt Lübeck beteiligte sich.

Das Forum für Migranten teilt dazu mit:

(")Vier Jahre nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine stehen Zerstörung, Leid und unermessliche menschliche Verluste im Mittelpunkt des Gedenkens. Tausende Zivilistinnen und Zivilisten haben ihr Leben verloren, Millionen Menschen mussten ihre Städte und Dörfer verlassen.

Trotz dieser Gewalt steht die Ukraine weiterhin standhaft. Sie verteidigt ihre Souveränität, Freiheit, Demokratie und das Völkerrecht – Werte, die auch das Zusammenleben in Lübeck prägen.

Der russische Angriff begann nicht erst im Jahr 2022. Bereits 2014 starteten die Annexion der Krim und die Kämpfe in der Ostukraine. Seit der großangelegten Invasion im Jahr 2022 haben sich Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung weiter verschärft: Wohngebiete, Schulen, Krankenhäuser und kulturelle Einrichtungen werden gezielt angegriffen.

Der Vorstandsvorsitzende des Forums für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck, Aydin Candan, erklärt: „Die Zerstörung von Kinderkrankenhäusern, die Angriffe auf Getreidesilos in Odessa und die Deportation ukrainischer Kinder nach Russland zeigen ein System der Brutalität. Auch die Bombardierung des Theaters von Mariupol und anderer kultureller Einrichtungen spricht eine eindeutige Sprache.“

Das Forum für Migrantinnen und Migranten beteiligte sich aktiv an der Gedenkveranstaltung der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft DACH, die von zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, politischen Parteien und Kirchen unterstützt wurde. Die DACH-Vorsitzende Maria Reznikova dankte allen Lübeckerinnen und Lübeckern, die Geflüchtete aus der Ukraine herzlich aufgenommen haben und sie weiterhin aktiv unterstützen.

Der Beauftragte für interkulturelles Zusammenleben, Spyridon Aslanidis, hob hervor, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer einen wichtigen Beitrag zur Lübecker Stadtgesellschaft leisten. Er lud sie ein, sich mit Unterstützung von Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und Lübeck gemeinsam mitzugestalten.

Das Forum für Migrantinnen und Migranten unterstützt die Integration neu zugezogener Ukrainerinnen und Ukrainer in Lübeck aktiv. Dazu gehören Alltagsbegleitung, Beratung, die Vermittlung zu Unterstützungsangeboten, die Förderung von Begegnungen sowie der Einsatz für ein friedliches und inklusives Zusammenleben in den Stadtteilen. Ziel ist es, dass sich neue Bewohnerinnen und Bewohner willkommen fühlen und dauerhaft Teil der Lübecker Stadtgesellschaft werden.

„Frieden ist notwendig, jedoch nur auf Grundlage des Völkerrechts“, betont Candan. „Bis dahin müssen wir als Gemeinschaft solidarisch bleiben und versuchen, das Leid der Menschen zu lindern.“ Bereits in der ersten Kriegswoche organisierten Candan und Aslanidis Hilfsgüter für Kinder, medizinische Produkte, Hygieneartikel für Frauen sowie haltbare Lebensmittel. Diese wurden über das Rote Kreuz in Rumänien an das Rote Kreuz in der Ukraine weitergeleitet. Es folgten Demonstrationen, Beiträge in der Lübecker Kulturszene sowie das „Lübecker Manifest für die Ukraine“.

Reznikova, Candan und Aslanidis betonen gemeinsam: „Ein friedlicher Weg erfordert eine klare Haltung: Gerechtigkeit, Wiedergutmachung und die vollständige Aufklärung aller Verbrechen.“

„Die Ukraine kämpft für uns alle in Europa. Lübeck zeigt, dass Solidarität und ein friedliches Zusammenleben über Herkunftsgrenzen hinweg möglich sind. Die gemeinsame Kundgebung auf dem Rathausmarkt ist dafür ein starkes Zeichen.“(")

Aydin Candan (links) und Spyridon Aslanidis vom Forum für Migranten mit Maria Reznikova. Foto: Forum

Aydin Candan (links) und Spyridon Aslanidis vom Forum für Migranten mit Maria Reznikova. Foto: Forum


Text-Nummer: 178072   Autor: Forum/red.   vom 25.02.2026 um 18.36 Uhr

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