Handball: Dresden kommt in die Hansehalle
Lübeck: Nach dem Heimspiel gegen Potsdam am Mittwoch geht es für den VfL Lübeck-Schwartau direkt ins nächste Topspiel in der Hansehölle. Anwurf gegen den HC Elbflorenz ist am Montag um 19.30 Uhr.Der HC Elbflorenz spielt seit dem Aufstieg in der Saison 2016/17 in der 2. HBL und versucht seitdem, erstmals in der Vereinsgeschichte in die Daikin Handball-Bundesliga aufzusteigen. In der vergangenen Saison landete das Team von Trainer André Haber mit zehn Punkten Abstand auf einem Aufstiegsplatz auf Rang fünf. In dieser Saison starteten die Sachsen mit zwei Niederlagen gegen die Topteams Balingen und Bietigheim. Danach legten die Dresdner jedoch eine beeindruckende Serie von 15 ungeschlagenen Ligaspielen in Folge hin und verloren in der Hinrunde keine einzige Partie mehr.
Auch im DHB-Pokal schlugen die Tiger den HSV Hamburg in der zweiten Runde mit 47:46 und zwangen auch MT Melsungen in eine Verlängerung, in der sich der Erstligist allerdings durchsetzte. Die Rückrunde startete der HCE wie die Hinrunde mit zwei Niederlagen gegen Bietigheim (27:31) und Balingen (28:27). Es folgten zwei Siege gegen Potsdam (34:30) und zuletzt gegen Eintracht Hagen (24:27). Damit steht André Haber mit seinem Team vor dem 22. Spieltag auf Platz drei, punktgleich mit Balingen auf dem Aufstiegsplatz.
In dieser Saison ist die Offensive das Aushängeschild der Dresdner. Mit 718 Toren sind die Tiger die mit Abstand torgefährlichste Mannschaft der 2. HBL. Dafür mitverantwortlich ist auch Julius Dierberg, der mit 107 Toren gemeinsam mit Einar Nickelsen auf Rang sieben der erfolgreichsten Torschützen der Liga steht. Die 100-Tore-Marke hat ebenfalls Sebastian Greß geknackt, der zudem die meisten Torvorlagen vorzuweisen hat. Timo Löser kommt auf 93 Tore. Er fehlte im Dresdner Rückraum allerdings in den letzten beiden Spielen. Im Tor steht mit dem gebürtigen Lübecker Marino Mallwitz ein ehemaliger VfL-Torhüter. Gemeinsam mit Robin Cantegrel bildet er eines der stärksten Torwart-Duos der Liga. „Dresden hat sicherlich die körperlich stärkste Abwehr der Liga, das ist schon beeindruckend. Zudem haben sie nach Bietigheim das wahrscheinlich beste Torhüterduo. Auch ihr Angriffsspiel ist von sehr viel Physis und Dynamik geprägt, wodurch es sehr schwer ist, sie vom Tor wegzuhalten“, weiß David Röhrig.
Nach dem Spiel am Mittwoch gegen den Bundesligaabsteiger 1. VfL Potsdam erwartet der VfL den nächsten Topgegner. „Mit dem HC Elbflorenz erwartet uns der vierte Aufstiegsaspirant in Folge. Das ist natürlich ein hammerhartes Programm, das wir im Moment haben. Es ist wichtig, dass wir die Köpfe oben behalten und unser Selbstvertrauen nicht einbüßen. Natürlich werden wir gegen solche Teams Rückschläge erleiden, aber wir müssen auch im nächsten Spiel wieder mit viel Mut, Einsatz und Freude rangehen. So wie wir das in den ersten Halbzeiten gegen Potsdam, Bietigheim und Balingen gemacht haben. Da haben wir gezeigt, mit welchem Tempo wir im Angriff agieren und mit welcher Passgeschwindigkeit wir spielen können. Jetzt wird es wichtig sein, dass wir in der Abwehr noch einen Schritt nach vorn machen und Dresden häufiger zu Stoppfouls zwingen, damit sie ihre Angriffswucht nicht ausspielen können“, sagte VfL-Trainer David Röhrig. In fremden Hallen sind die Sachsen mit sieben Siegen in dieser Saison die beste Mannschaft der Liga. In der Hansehalle hatte der HC Elbflorenz es hingegen immer schwer – zuletzt trennten sich beide Mannschaften mit einem 33:33-Unentschieden. Der letzte Auswärtssieg der Dresdner in Lübeck liegt knapp fünf Jahre zurück.

Am Montagabend kommt Dresden in die Hansehölle.
Text-Nummer: 178126 Autor: VfL vom 01.03.2026 um 08.50 Uhr
