180 Gäste beim Jahresempfang der Kreishandwerkerschaft

Lübeck: Die Kreishandwerkerschaft Lübeck hatte zum Jahresempfang eingeladen und rund 180 Gäste aus Handwerk, Gewerbe und Politik waren in die Handwerkskammer gekommen. Als Festredner konnte Tim Klüssendorf, Mitglied des Bundestages und Generalsekretär der SPD, gewonnen werden.

Mit der Begrüßung von Kreishandwerksmeister Carsten Groth und den Grußworten des Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer Lübeck, Christian Maack sowie des ersten stellv. Stadtpräsidenten Peter Petereit wurde der Abend eröffnet. Die Redner betonten die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks und verwiesen auf aktuelle Probleme und Herausforderungen, die sie auch direkt an die anwesenden Vertreter der Politik adressierten.

Diese Themenvorlagen leiteten direkt über zum Vortrag „Den Wandel meistern: Politik für ein kraftvolles Handwerk“ von Tim Klüssendorf. Er stellte die zentrale Rolle des Handwerks für Gesellschaft, Wirtschaft und Demokratie heraus. Das Handwerk stehe für Zusammenhalt, Teamfähigkeit und Solidarität. Es sei vor Ort verwurzelt, nah an den Menschen und übernehme wichtige Verantwortung in der Region. Besonders betonte Klüssendorf die große Bedeutung des Handwerks als Stabilitätsanker in Zeiten des Wandels. Politik habe deshalb die Aufgabe, die duale Ausbildung aktiv zu bewerben und durch gezielte Fördermittel zu stärken. Dabei dürfe eine akademische Ausbildung nicht höher bewertet werden als eine handwerkliche – beide Bildungswege seien gleichwertig und unverzichtbar.

Mit Blick auf die aktuelle Politik ging Tim Klüssendorf auf das Thema Sozialreformen ein und verwies darauf, dass es keine Leistungskürzungen geben dürfe, sondern ein effizienterer Einsatz der vorhandenen Mittel im Vordergrund stehen müsse. Das neue Energiegesetz beschrieb er als verlässliches und klares Regelwerk, das Planungssicherheit für Betriebe schaffe. Und beim Thema Fachkräfte und Integration setzte er auf die Arbeitserlaubnis nach drei Monaten für Asylbewerber – wer motiviert ist, soll arbeiten können. Arbeit sei gelebte Integration und auch die Integrationskurse müssten erhalten bleiben.

Abschließend machte Klüssendorf deutlich, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Sie müsse aktiv verteidigt und gelebt werden – auch und gerade vom Handwerk als tragender Säule der Gesellschaft. Es gab viel Beifall für den kurzweiligen und informativen Vortrag, der beim anschließenden Grünkohlessen noch für viel Gesprächsstoff sorgte.

Carsten Groth mit Tim Klüssendorf, Peter Petereit und Christian Maack. Foto: KHS

Carsten Groth mit Tim Klüssendorf, Peter Petereit und Christian Maack. Foto: KHS


Text-Nummer: 178148   Autor: KHS   vom 02.03.2026 um 13.05 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Samu

schrieb am 03.03.2026 um 21.12 Uhr:
Zitat:"Dabei dürfe eine akademische Ausbildung nicht höher bewertet werden als eine handwerkliche – beide Bildungswege seien gleichwertig und unverzichtbar."

Hahahaaaa .. seit wann das denn?

Ich bin mal gespannt, wann das eintritt ...