Feste Stellplätze für E-Scooter werden angenommen
Lübeck - Innenstadt: Archiv - 03.03.2026, 17.19 Uhr: Seit Anfang Juli letzten Jahres sind in Lübeck sogenannte Sharingstationen offiziell in Betrieb. Seitdem können die Fahrzeuge zum Ausleihen auf der Altstadtinsel und am Hauptbahnhof nur noch an festen Stationen geparkt werden. Jetzt hat die Stadt eine erste Bilanz gezogen.Besonders in der Innenstadt gab es Probleme mit E-Scootern, die nach der Nutzung auf schmalen Gehwegen oder an übersichtlichen Stellen abgestellt waren. Auch für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelten sich die wild parkenden Fahrzeuge zu einem Problem. Die Stadt griff durch und schuf feste Stellplätze. Nutzer können seitdem ihre Fahrt ausschließlich in den dafür vorgesehenen Sammelbereichen beenden. Außerhalb dieser Bereiche kann die Ausleihe nicht mehr beendet werden. Die Gebühr läuft so lange weiter, bis das Fahrzeug korrekt abgestellt ist.
"Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit für Unternehmen und Nutzende hat sich das Stationssystem mittlerweile bewährt", so das erste Fazit der Stadtverwaltung. Rund sechs Monate nach Inbetriebnahme zieht Bausenatorin Joanna Hagen daher ein positives Fazit: "Von den Sharingstationen profitieren alle – zu Fuß Gehende werden nicht mehr durch falsch abgestellte E-Scooter behindert, Nutzende finden immer einen geeigneten Abstellort. Die Beschwerden sind drastisch zurückgegangen."
Der positive Eindruck lasse sich auch mit Fakten stützen. Die Unternehmen haben Daten aller Abstellvorgänge aus 2025 zur Verfügung gestellt. "Diese zeigen eindrucksvoll, wie sich das Abstellverhalten nach Einführung der Sharingstationen verändert hat", berichtet die Verwaltung. "97 Prozent der Abstellvorgänge lassen sich den Sharingstationen zuordnen. Daher wird nun die Einführung weiterer Stationen geprüft."

Die festen Abstellorte in der Innenstadt haben sich nach Angaben der Stadtverwaltung bewährt und werden ausgebaut. Foto: HL
Text-Nummer: 178178 Autor: Presseamt/VG vom 03.03.2026 um 17.19 Uhr
