Linke berät zur Kriegsdienstverweigerung

Lübeck - St. Lorenz Nord: Der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin unterhält seit Kurzem ein Büro im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Nord. Es befindet sich in der Fackenburger Allee 42a und wird nun zur Anlaufstelle für Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, den Kriegsdienst zu verweigern. Sie können sich hier beraten lassen.

Die Beratungstermine werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Friedensgesellschaft – Verband der Kriegsdienstverweigerer, kurz DFG-VK, angeboten und sind Teil der "Verweigerungsoffensive", die die Fraktion Die Linke im Bundestag derzeit bundesweit startet.

Lorenz Gösta Beutin erklärt dazu: "Die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen lehnt die Wehrpflicht ab. Mit Recht! Die Regierung steckt Milliarden in Waffen, statt in Schulen und wichtige Infrastruktur. Bald wird man junge Menschen zwangsverpflichten. Mit der Pflicht zur Musterung ist der erste Schritt dahin schon getan. Wir werden alle unterstützen, die sich dieser umfassenden Militarisierung unserer Gesellschaft entgegenstellen."

Wer sich in Sachen Kriegsdienstverweigerung beraten lassen möchte, kann einen Termin unter der Nummer 0151/70319938 oder per Mail an lorenz.beutin.wk@bundestag.de vereinbaren.

Der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin bietet in seinem Lübecker Büro eine Beratung zur Kriegsdienstverweigerung an.

Der Bundestagsabgeordnete Lorenz Gösta Beutin bietet in seinem Lübecker Büro eine Beratung zur Kriegsdienstverweigerung an.


Text-Nummer: 178180   Autor: Büro LGB   vom 04.03.2026 um 08.45 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

droppdog

schrieb am 04.03.2026 um 11.45 Uhr:
Wer soll dann meine Grundrechte verteidigen?
Und bitte die Schuldemos mit verbieten, dar sie ein Recht auf Bildung haben.
Zum Glück kennen ja alle nur Ihre Rechte.
Vielleicht sollten sie auch mal die Pflichten aufzeigen!

Bico

schrieb am 04.03.2026 um 14.24 Uhr:
Grundrechte muessen nicht mit Waffen verteidigt werden, dafuer sind sie ja GRUNDRECHTE. Die Schuldemos gestalten die Schueler freiwillig und aus Ueberzeugung.Weiterhin nehmen die Schueler ihr Recht auf Bildung wahr,das eine schliesst das andere nicht aus. In Ihrem Text ist ein Grammatikfehler, die begruendende Konjunktion "dar" schreibt man ohne r, soviel zum Recht auf Bildung. Mit freundlichen Gruessen.

Gero Markus, Lübeck

(eMail: geromarkus@hotmail.com) schrieb am 04.03.2026 um 14.34 Uhr:
@ droppdog

Sie können ja Ihre Grundrechte verteidigen? Also los - ab zur Musterung und anschließend ein Jahr zum Bund!

Die Frage ist nicht unberechtigt: auf der einen Seite brauchen wir im Zweifelsfall Menschen, die gegen einen Angreifer das Land verteidigen. Auf der anderen Seite haben die wenigsten Interesse daran, sich totschießen zu lassen oder - wenn überlebend - mit einem gehörigen Trauma bis hin zum Wunsch nach Freitod wieder nach Hause zu kommen.
Es bleibt allerdings, dass in der Politik und auch in der Gesellschaft diejenigen entscheiden, die selber davon gar nicht betroffen sind: die Entscheider werden alle nicht mehr zum Kriegsdienst gehen müssen und entscheiden nonchalant darüber, dass junge Menschen gezwungenermaßen ein Jahr ihres Lebens so und so verbringen müssen.

Darüberhinaus gibt es dann auch noch Menschen wie Sie, die anderen noch dazu deren Grundrechte absprechen wollen, nämlich das Recht zur Demonstration. Selbstverständlich fallen diese Demonstrationen in die Schulzeit - ein Streik und eine Demonstration in einem Vorort am Sonntagvormittag würde überhaupt kein Gewicht haben und daher nutzlos sein. Das mit Ihrer Rechtschreibung von Ihnen proklamierte Recht auf Bildung wird den jungen Menschen über viele Jahre viel häufiger genommen als in einer Demonstration, nämlich durch fehlende Lehrer, schlechte Schulausstattung, alte Bücher und vergammelnde Schulgebäude.

Über anderer Menschen Leben bestimmen - jedenfalls ein Jahr - und dann auch noch verbieten wollen, dass die Betroffenen sich überhaupt äußern: wer eine solche Überheblichkeit an den Tag legt, braucht sich nicht zu wundern, wenn junge Menschen sich für ihn nicht interessieren, sondern zeigen: wenn sie den Kampf wollen, gehen Sie doch selber hin, aber lassen Sie mich in Ruhe.

Fritze Bolle

schrieb am 04.03.2026 um 19.21 Uhr:
Die jungen Menschen gingen mindestens 9 Jahre in die Schule, bis zum Abitur 13 Jahre. Dann folgt ein Studium, weitgehend vom Staat bezahlt.
Da ist es in meinen Augen nicht ungerecht, wenn diese Jugend dem Staat auch einen Dienst erweist.
Der Dienst hat das Ziel, unseren freiheitlichen Staat zu schützen.
Sollen die Alten, die Entscheidungsträger, mit 50 + zum Wehrdienst?
Ich zähle zu den Alten und habe noch 18 Monate Wehrdienst abgeleistet. Zugegeben, da war 9 Monate zu lang.
Ja, in der Zeit habe ich nichts in meinem Beruf verdient. Der Wehrsold war lächerlich gering.
Und darum geht es wohl vielen und darum, dass man sich etwas sagen lassen muss und keine Mamma dabei hat, die vieles oder alles macht.

droppdog

schrieb am 05.03.2026 um 06.43 Uhr:
@ Gero Markus
Ich war schon da und werde mein Land, mein Haus und meine Familie verteidigen.

Bernd Feddern

schrieb am 05.03.2026 um 16.37 Uhr:
Auch ich habe seinerzeit meinen Wehrdienst (W18) abgeleistet - war für mich selbstverständlich und gar nichts war zu lang!
Okay, war Geldverlust bei Vielen - dafür habe ich zumindest an Selbstvertrauen, Erfahrungen, Kenntnissen und Kontakten gewonnen! (Und das Geld locker wieder 'reinbekommen!)
Aber ich kann die Kinder ja verstehen, weil: solche Schlappschwänze wie die heute waren wir damals nicht und Mami brauchten wir auch nicht zum Wehklagen!
Neue Generation "Z" wie ZART schmelzend?
Dann brauchen wir also doch bald wieder einen "Volkssturm" zum Schutz von Frauen und Kindern - muss grad noch meinen Rollator mit KI und Drohnen aufrüsten, dann bin ich bereit und Putin & Co können kommen ...
Wie immer: Die Alten müssen es richten!