US-Demokraten informieren in der Lübecker Fußgängerzone

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 14.03.2026, 16.54 Uhr: Sam kommt aus Washington State an der Westküste, Shannon aus Connecticut, Laurie aus dem sonnigen Kalifornien und Gerhard aus dem kalten Alaska. Sie alle sind Anhänger der Demokratischen Partei, beraten aber überparteilich Amerikaner jeden Geschlechts und jeder politischen Überzeugung zu den anstehenden Halbzeitwahlen in den Vereinigten Staaten.

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Um überhaupt an den Vorwahlen und Wahlen teilnehmen zu können, muss man sich vorher im Bundesstaat seiner Herkunft registrieren lassen. Von Übersee erfordert die Prozedur natürlich seine Zeit und man muss sich rechtzeitig bemühen und alle Erfordernisse erfüllen. Laurie aus Lübeck muss sich daher in San Francisco melden, damit sie rechtzeitig ihre Wahlunterlagen bekommt und so abschicken kann, dass sie zum Wahltag im November auch tatsächlich in einer Urne landen und gezählt werden.

Da können sie nur hoffen, dass in der Zwischenzeit nicht noch eine Wahlrechtsreform vollzogen wird. Nach Presseberichten soll der Präsident auf seiner Plattform Truth Social bereits gefordert haben, dass zur Wahl ein Wählerausweis und ein Staatsbürgerschaftsnachweis erforderlich sein sollen. Millionen Amerikaner haben aus Bequemlichkeit überhaupt keine solchen Dokumente. Auch die Briefwahl soll eingeschränkt werden. Nur für Militärangehörige, bei Krankheit und Behinderung und auf Reisen soll sie gelten. Bisher sind das lediglich Wünsche, die Demokraten im Kongress lehnen diese Reformen des sogenannten 'SAVE America Act' bisher rundweg ab.

Halbzeitwahlen in den Vereinigten Staaten sind die allgemeinen Wahlen, die in geraden Jahren am bundesweiten Wahltag stattfinden und in die Mitte der vierjährigen Amtszeit des Präsidenten fallen. Bei den Zwischenwahlen werden alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und in diesem Jahr 35 Mitglieder des Senats neu gewählt.

Bereits vor dem Wahltag am 3. November gibt es in den Bundesstaaten sogenannte 'Primaries'. Das sind Vorwahlen, in denen die Wählerinnen und Wähler Einfluss auf die Aufstellung der Kandidatenlisten nehmen können. Auch dazu gibt es am Stand der Democrats Abroad alle Informationen.

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Gerhard Sells und Laurie Cohen von den Democrats Abroad.

Sam, Shannon, Laurie und Gerhard warben am Samstag in der Lübecker Fußgängerzone für die Registrierung zu den US-Wahlen. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann

Sam, Shannon, Laurie und Gerhard warben am Samstag in der Lübecker Fußgängerzone für die Registrierung zu den US-Wahlen. Fotos, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 178386   Autor: Harald Denckmann   vom 14.03.2026 um 16.54 Uhr

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