Vortrag zur Antisemitismus-Debatte
Lübeck - Innenstadt: Die Gruppe "KIAS – Kritische Intervention gegen Antisemitismus aus Lübeck" lädt am 19. März 2026 zu einem Vortrag mit Florian Hessel, Sozialwissenschaftler und Publizist aus Hamburg und Gründungsmitglied des Bagrut e. V., ins Café Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, ein. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.Antisemitismus ist in öffentlichen und wissenschaftlichen Debatten in aller Munde. Die Frage „Was heißt: Antisemitismus?“ bewegt international wie in Deutschland die Gemüter – erst recht nach dem Massaker der islamistischen Hamas im Süden Israels am 7. Oktober 2023 und dem folgenden brutalen Krieg in Gaza.
"Doch trotz aller Meldungen über weiter gestiegene Zahlen antisemitischer Vorfälle, aller Auseinandersetzungen über moralische Verantwortlichkeiten und aller vehementen Diskussionen über Definitionen von Antisemitismus bleibt in Öffentlichkeit und Politik die alltägliche Realität des Judenhasses in der Gegenwart seltsam unwirklich", so die Gruppe. "Jenseits aller Schlagworte und aller wohlfeilen Bekundungen bleiben die von Antisemitismus Betroffenen, Jüdinnen und Juden, mit ihren alltäglichen Erfahrungen von Gewaltdrohung und Gewalt allzu oft alleine."
Am 19. März 2026 um 19 Uhr im Café Brazil spricht Florian Hessel, Sozialwissenschaftler und Publizist aus Hamburg und Gründungsmitglied des Bagrut e. V., über diese Dynamiken, ihre Bedeutung für die gegenwärtige Debatte und die Auswirkungen auf gesellschaftliches Engagement. "In Vortrag und Diskussion werden wir diesen Konstellationen von Antisemitismus und „Antisemitismus-Debatte“ nachgehen – zwischen Israelfeindschaft, Alltagsantisemitismus und Schuldabwehr, zwischen Gewalt in Wort und Tat und ihrer Derealisierung", so die Veranstalter.

Der Vortrag findet im Café Brazil in der Willy-Brandt-Allee statt. Foto: Veranstalter
Text-Nummer: 178430 Autor: Veranstalter/red. vom 17.03.2026 um 08.20 Uhr
