Grenzgeschichten in Pötenitz
Nordwestmecklenburg: Die Autorin und Historikerin Christine Vogt-Müller berichtet am Samstag, dem 21. März 2026, im Café „alles gewollt und mehr …“ in Pötenitz wieder über die ehemalige Grenze an der Ostsee und dem Dassower See.Sieben Jugendliche klettern eines Nachts am Priwallstrand über die Absperrkette und kehren erst nach Tagen aus der DDR zurück, ein Pötenitzer Lehrer schwimmt in der Nacht zum 28. August 1962 durch die Pötenitzer Wiek, doch er erreicht sein Ziel nicht, ein Bauer hastet eines Nachts über den Pötenitzer Strand, doch er streift einen der Stolperdrähte, die quer über den Strand verlaufen und löst Alarm aus – von diesen und weiteren Grenzgeschichten an Ostsee und Dassower See sowie über das martialische „System der Grenzanlagen“ erzählt die Autorin und Historikerin Christine Vogt-Müller. Mit historischen Fotos aus den Beständen des Stasiunterlagenarchivs und des Bundespolizeiarchivs gibt die Autorin Einblicke in selten gezeigtes Fotomaterial und in ihre akribischen Recherchen zum Grenzregime und den Versuchen, dieses zu überwinden.
Beginn ist um 18 Uhr im Café „alles gewollt“ in der Bergstraße 16, in Pötenitz. Um Anmeldung im Café wird gebeten unter der Telefonnummer 0162/1346733. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird gefördert vom Landesbeauftragten für MV für die Stasi-Unterlagen.

Entspanntes Badeleben am freien Priwallstrand (vorn) – drüben sperren Stacheldraht, Stolperdrähte und Scheinwerfer den Zugang zum Strand – Fluchtgefahr. Foto: BPolAk.
Text-Nummer: 178450 Autor: Veranstalter/red. vom 17.03.2026 um 16.55 Uhr
