SPD zum Mühlentorplatz: St. Jürgen will den Kreisel behalten
Lübeck - St. Jürgen: Die Menschen in St. Jürgen haben eine klare Meinung zum Mühlentorplatz, heißt es in einer Mitteilung der SPD: „Der Kreisverkehr soll bleiben“. Das hätten zwei Veranstaltungen der SPD St. Jürgen in den vergangenen Tagen gezeigt.
Wir veröffentlichen die Mitteilung der SPD im Wortlaut:
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Am Samstag (21.03.2026) befragte der Ortsverein an einem Informationsstand am Brink Passanten zur Zukunft des Mühlentorplatzes. Die große Mehrheit sprach sich für die Beibehaltung des Kreisverkehrs aus. Viele fragten sofort, wo sie dafür unterschreiben könnten. Bereits am 18. März hatte der Ortsverein auf seiner Mitgliederversammlung mit Gästen des Architekturforums über die Pläne diskutiert – mit ähnlichem Ergebnis.
Erst den Radschnellweg bauen, dann entscheiden
In der Ratzeburger Allee entsteht gerade Lübecks erster Radschnellweg. Die Fahrbahn verliert Kfz-Spuren, der Radverkehr soll sich verdoppeln. Die Mühlentorbrücke wird saniert und bekommt eigene Geh- und Radwege. Diese Umbauten werden den Autoverkehr am Mühlentorplatz spürbar verringern – wie stark, kann heute niemand seriös beziffern.
Genau das ist das Problem: Die Verwaltung will 2,3 Millionen Euro für eine Ampelkreuzung ausgeben, obwohl sich die Verkehrslage am Knotenpunkt in den kommenden Jahren grundlegend ändern wird. In den Gesprächen am Brink sorgte dieser Widerspruch für große Irritation.

Der bisherige Umbau wirkt
Fast alle Befragten berichteten, dass sie sich am Mühlentorplatz seit dem Umbau zum einspurigen Kreisverkehr deutlich sicherer fühlen. Tempo 30, bessere Beleuchtung und Bedarfsampeln an den Zufahrten zu Schulzeiten könnten die Sicherheit weiter erhöhen – für einen Bruchteil der 2,3 Millionen Euro. Das gesparte Geld ließe sich nach Meinung vieler Anwohner sinnvoller einsetzen: für andere Straßen, Radwege oder Bürgersteige.
Zwei Verbesserungen sind sofort möglich
Schon jetzt könnte die Stadt zwei Dinge verbessern. Erstens: Die Einfahrt in den Kreisverkehr für Radfahrende, die von der Behelfsbrücke kommen, ist unnötig kompliziert und sollte vereinfacht werden. Aktuell müssen sie direkt vor der Hüxtertorallee an der Ampel im 90-Grad-Winkel abbiegen. Zweitens: Fußgängerinnen und Fußgänger, die von der Behelfsbrücke in die Kronsforder Allee auf Seite des Verwaltungszentrums wollen, müssen derzeit dreimal die Straße queren. Solange die Mühlentorbrücke noch nicht saniert ist, sollte ein direkter Weg eingerichtet werden.
Dialog erwünscht
Der SPD-Kreisverband Lübeck lädt am kommenden Samstag, 28. März 2026, von 10:00 bis 14:00 Uhr zum Dialogformat „Rotes Sofa" in der Mühlenstraße 34–38 ein. Auch dort wird die Zukunft der Mühlentorbrücke und des Mühlentorplatzes Thema sein. Der Ortsverein St. Jürgen freut sich über Argumente, Anregungen und auch andere Meinungen unter ov@spd-st-juergen.de.
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Veranstaltungen der SPD hätten gezeigt, dass die Menschen den Kreisverkehr behalten wollen, so die Partei in einer Mitteilung. Fotos: SPD
Text-Nummer: 178589 Autor: SPD/red. vom 25.03.2026 um 15.24 Uhr
