Buckelwal vor Niendorf ist frei
Ostholstein: Mehrere Bagger rückten am Donnerstag an, um den vor dem Fischereihafen Niendorf gestrandeten Wal (wir berichteten) zu befreien. Gegen 19.10 Uhr konnte das Tier die ersten Meter in Richtung Ostsee schwimmen. Die vielen Helfer machten trotz der Dunkelheit weiter. Um 20.30 Uhr musste die Aktion abgebrochen werden. Als sie am Freitag um 6 Uhr zurückkehrten, war der Buckelwal nicht mehr zu sehen.Rund um den Wal und in Richtung offene See wurde die Sandbank abgegraben. Um 18.40 Uhr konnte sich das Tier ein Stück in Richtung Meer bewegen. Gegen 19.07 Uhr schob ein Bagger das große Tier an und es kam Bewegung in den Wal. Um 19.10 Uhr rückte er ein gutes Stück nach vorn. Die Helfer motivierte das. Sie machten trotz Dunkelheit und Kälte weiter. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen zeigt sich der Wal deutlich agiler. Trotzdem musste gegen 20.30 Uhr die Rettung aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden. Der Wal nutzte die Nacht offenbar, um den Rest des Weges selbst zu schaffen. Als gegen 6 Uhr die ersten Reporter und Helfer eintrafen, war er nicht mehr zu sehen.
Der Wal ist inzwischen eine Berühmtheit. Die BILD-Zeitung zeigte den ganzen Tag einen Livestream auf ihrer Startseite. Kaum eine Nachrichtensendung kommt noch ohne eine Information über den Sachstand aus. Auch ein Fernsehteam aus Frankreich ist am Donnerstag eingetroffen, berichtet das Nachrichtenportal für Timmendorfer Strand und Niendorf www.TiNi24.de.
Ministerpräsident Daniel Günther informierte sich am Donnerstag vor Ort. Laut TiNi24 sagte er zu, den Wal von zwei Polizeibooten begleiten zu lassen, damit das Tier den Weg in die Nordsee findet.
Der Wal konnte sich in der Nacht offenbar selbst von der Sandbank retten. Foto: JW/Archiv
Text-Nummer: 178619 Autor: VG vom 27.03.2026 um 07.40 Uhr
