Lübecker Konfetti-Streit: Scharfe Kritik an CDU-Veto gegen Plastik-Verbot

Lübeck: DIE PARTEI reagiert in einer Mitteilung auf die Diskussion um ein geplantes Verbot von Plastik-Konfetti bei Lübecker Umzügen. Nachdem Fach- und Umweltausschuss bereits für biologisch abbaubare Alternativen gestimmt hatten, kippte die CDU-Fraktion (hier als „€dU“ bezeichnet) die Einigkeit. Kritiker werfen dem CDU-Politiker Andreas Zander vor, fachliche Kompromisse zugunsten von Polemik und auf Kosten des Ehrenamts zu opfern. Auch das Stimmverhalten der Grünen steht im Fokus.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von „DIE PARTEI“ im Wortlaut:

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Endlich hat es mal einer ausgesprochen! Während ganz Europa über Mikroplastik in der Nahrungskette jammert, hat unser Lokalmatador Zander von der €dU die wahre Gefahr erkannt: Die heimtückische „Gängelung“ des Ehrenamts durch biologisch abbaubares Konfetti. In einem Akt beispielloser politischer Selbstaufopferung hat er sich schützend vor den Volksfestumzug geworfen, um das Grundrecht auf PVC-Schnipsel in der Regenrinne zu verteidigen.

Ein einsamer Wolf gegen die „Öko-Diktatur“
Es war ein bewegendes Schauspiel: Im Werk- sowie im Umweltausschuss saßen sie alle zusammen –. Ehrenamtliche der Linken, der Grünen, der SPD und (man wagt es kaum zu flüstern) auch die €dU-Parteisoldaten. Stundenlang hatten diese naiven Freizeit-Politiker in ihrer Freizeit über die Eingabe der Linken/GAL diskutiert, wie man feiern kann, ohne die Stadtreinigung danach drei Wochen lang mit dem Industriesauger durch die Fugen zu schicken. Zweimal einstimmige Zustimmung und Übergabe an die Bürgerschaft.

Doch Zander roch den Braten! Er erkannte sofort: Das ist kein Umweltschutz, das ist ein gezielter Anschlag der Linken auf die deutsche Seele. Wer kein Plastik werfen will, hat das Ehrenamt nie geliebt! Expertise? Nein danke, ich habe Polemik!

Dass er dabei die Arbeit seiner eigenen €dU-Kollegen in zwei Ausschüssen mal eben mit dem verbalen Schneepflug abgeräumt hat, zeugt von wahrer Führungsstärke. Wer braucht schon fachliche Beratung oder die Meinung von Leuten, die sich tatsächlich mit der Materie auseinandersetzen, wenn man stattdessen eine billige Schlagzeile gegen „die Linken“ produzieren kann?

Zander hat verstanden: Das Ehrenamt ist nicht dazu da, gehört zu werden. Es ist dazu da, als statistische Kulisse zu dienen, während man oben auf dem Podium den Retter der Freiheit mimt.

Die Botschaft an alle, die sich in ihrer Freizeit noch für die Gemeinschaft engagieren, ist glasklar: „Setzt euch ruhig in Ausschüsse. Opfert euer Wochenende. Erarbeitet Kompromisse. Aber wundert euch nicht, wenn ich am Ende alles in die Tonne trete, weil ich gerade mal wieder Lust auf ein bisschen Ideologie-Ping-Pong habe.“

Wir schlagen daher vor, Herrn Zander den „Retter der Plastikschnipsel“ in seinem Anliegen zu unterstützen. Sicher haben auch Sie noch ein paar kostbare Reste Plastik für Herrn Zander übrig. Geben Sie Ihre großzügigen Spenden doch gerne in der €dU Partei-Zentrale „Zu Händen Herrn Zander dem Schnipselkönig“ ab!

Herzlichen Glückwunsch, Herr Zander. Die Vögel, die das Plastik fressen und die Ehrenamtlichen, deren Arbeit Sie gerade öffentlich entwertet haben, werden es Ihnen danken. Besonders erstaunlich für uns; selbst die Grünen haben hier mit Herrn Zander abgestimmt. Das Grün-Schwarze-Bündnis muss halten, selbst wenn es der größte Blödsinn ist. Wir wollen gar nicht genau wissen, wie es dazu kommen konnte.

Bleibt nur ein Fazit: wem das Ehrenamt in Lübeck am Herzen liegt, der wird sich andere Kandidaten suchen müssen – und zwar genau da, wo Herr Zander seine Polemik abgeladen hat.

Und das stimmt wirklich!
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Papier oder Plastik? Lübecks Politik diskutiert über das angemessene Ausgangsmaterial für Konfetti. Foto: Symbolbild

Papier oder Plastik? Lübecks Politik diskutiert über das angemessene Ausgangsmaterial für Konfetti. Foto: Symbolbild


Text-Nummer: 178621   Autor: DIE PARTEI/red.   vom 27.03.2026 um 10.17 Uhr

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