SPD St. Gertrud Nord fordert Ampel im Glashüttenweg

Lübeck - St. Gertrud: Archiv: Der SPD Ortsverein St. Gertrud Nord hat sich in seiner letzten Mitgliederversammlung mit verschiedenen Verkehrssituationen zwischen Burgtor und Karlshof/Israelsdorf beschäftigt, die die Menschen vor Ort bewegen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung des SPD Ortsvereins St. Gertrud Nord im Wortlaut:

(")Der Ortsverein fordert, dass es jetzt Zeit zu handeln ist und nicht immer wieder Prüfaufträge an die Verwaltung zur Beruhigung der Bevölkerung zu stellen sind. Entscheidungen müssen her.

Der Ortsverein fordert eine Ampel an der Kreuzung Luisenstraße/Glashüttenweg. Schon heute kommt es zu gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern, Autos und Lkw. Es ist davon auszugehen, dass die gefährlichen Situationen mit den geplanten Vorhaben im Glashüttenweg zunehmen könnten. Der Kreuzungsbereich ist eine wichtige und stark genutzte Verbindung, gerade von Schülern aus Karlshof, Israelsdorf und der Innenstadt.

„Es gilt, die schwächsten Verkehrsteilnehmer auf der Straße zu schützen, bevor etwas schlimmes passiert,“ so die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Lisa Wätjen, „Verkehrssicherheit geht vor!“.

Angesichts des Pkw- und vor allem Lkw-Verkehrs, der in den nächsten Jahren durch die Vorhaben im Glashüttenweg aller Wahrscheinlichkeit nach zunehmen wird, wird die Lärmbelastung auch in der Luisenstraße zunehmen. Der Ortsverein fordert Maßnahmen zur Senkung der Lärmbelastung durch Reduzierung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit und der unverzüglichen Suche nach einer alternativen Erschließung des Glashüttenwegs für den Schwerlastverkehr zur Entlastung der Wohngebiete und der Verhinderung von Schleichwegen.

Ein weiteres Thema war der Winterdienst in der Eschenburgstraße, wo die Straße nach Schneefall nicht geräumt wird, weil es sich um eine sogenannte Nebenstraße handelt. In diesem Jahr hat der Winterdienst auf dem Radweg zwischen Gustav-Radbruch-Platz und Eschenburgstraße sehr gut funktioniert. Die Wege waren trotz Schnee und Eis gut befahrbar, so Vorstandsmitglied Holger Schöler. Der Winterdienst endete aber in der Eschenburgstraße, die eine wichtige und viel genutzte Verbindung für Radfahrer und vor allem Schüler zwischen Karlshof und der Innenstadt ist. Durch die Klassifizierung als Nebenstraße findet dort kein Räumdienst statt, und trägt damit zu einer Verkehrsgefährdung der Radfahrer in den Wintermonaten bei. Der Ortsverein fordert, die Eschenburgstraße als verlängerten Radweg in den Winterdienst aufzunehmen.(")
Der SPD Ortsverein St. Gertrud Nord fordert eine Ampel am Glashüttenweg. Foto: Runder Tisch Karlshof/Israelsdorf, Archiv
Der SPD Ortsverein St. Gertrud Nord fordert eine Ampel am Glashüttenweg. Foto: Runder Tisch Karlshof/Israelsdorf, Archiv

Text-Nummer: 178646    Autor: SPD St. Gertrud Nord/red    vom 29.3.2026 11.29 Uhr

Kommentare zu diesem Text (2):

Helmut Winter

schrieb am 30.3.2026 9.35 Uhr:
Das ist schon sehr scheinheilig. Der SPD-Bürgermeister macht hinter den Kulissen alles, um diese Logistikhalle mitten in Karlshof durchzusetzen und setzt dafür auch die Denkmalpflege so unter Druck, dass der großartige F-Bau dafür abgerissen wird.

Und dann kümmert sich dich lokale SPD darum, dass die Verkehrsgefährdung nicht allzu groß wird.

Wenn es eine Partei gibt, die einen Absturz verdient hat, dann die SPD.

Robert

schrieb am 30.3.2026 14.25 Uhr:
Eine Ampel ist die schlechteste aller Lösungen, denn damit wird dem LKW/PKW-Verkehr höhere Priorität zugeschrieben.

Wenn man den Fahrradverkehr schützen will, dann baut man eine Vorfahrtskreuzung nach niederländischem Vorbild. Dort sind alle Ecken geschützt davor, von LKW/PKW-Verkehr überfahren zu werden und die Vorfahrssituation zusätzlich explizit auf der Straße signalisiert. So werden Konfliktsituationen minimiert und dem Fahrradverkehr auf der Luisenstraße trotzdem Vorrang gegeben.

Siehe: https://www.adfc.de/fileadmin/_processed_/ b/1/csm_Kreuzung_2020-11-10_mit_Ampel_Timm_Schwendy_ef0063b3ff.jpg

Lieber SPD-Ortsverein, bitte setzt euch hierfür ein, im Namen der Verkehrswende in Lübeck.