Vorderreihe: CDU möchte Bürger und Wirtschaft befragen

Lübeck - Travemünde: Ab Donnerstag wird die Vorderreihe in Travemünde zur ständigen Fußgängerzone (wir berichteten). Die Entscheidung der Verwaltung hat für Diskussionen gesorgt. Die CDU möchte jetzt die Bürger und die Wirtschaft zu der Maßnahme befragen.

Bisher war die Vorderreihe nur im Sommer eine Fußgängerzone. Im Winter konnten die Geschäfte und Restaurants mit dem Auto erreicht werden. Die Stadt hat jetzt die endgültige Umwidmung zur Fußgängerzone verkündet. Bei Anordnungen für den Straßenverkehr hat die Politik kein Mitspracherecht.

Die CDU stellt durch ihre Vertreter im Wirtschafts- und Bauausschuss den Antrag, bis Ende Juli dieses Jahres eine umfassende Befragung der betroffenen Bewohner sowie der Geschäftsleute durchzuführen. Im Mittelpunkt sollen dabei die Erwartungen, Chancen und möglichen Herausforderungen stehen, die mit einer ganzjährigen Fußgängerzone verbunden sind.

Um eine fundierte Bewertung der tatsächlichen Auswirkungen nach Einführung zu ermöglichen, ist zudem eine zweite Befragung vorgesehen: Bis Ende Juni 2027 sollen die gleichen Zielgruppen erneut befragt werden, um insbesondere die Effekte der dauerhaften Fußgängerzone in den Wintermonaten zu analysieren. "Hierbei geht es unter anderem um wirtschaftliche Entwicklungen, Erreichbarkeit der Lieferverkehre, Kundenfrequenz sowie allgemeine Lebens- und Aufenthaltsqualität", so die CDU-Fraktion.

„Mit diesem zweistufigen Beteiligungsprozess soll sichergestellt werden, dass Entscheidungen auf einer belastbaren Datengrundlage basieren und die Interessen aller Betroffenen angemessen berücksichtigt werden“, so Jochen Mauritz, direkt gewähltes Bürgerschaftsmitglied aus Travemünde und stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses.

Henning Schumann, direkt gewähltes Mitglied der Bürgerschaft aus Travemünde und Stadtpräsident, ergänzt: "Ziel ist eine ausgewogene, dauerhafte Lösung, die sowohl den Anforderungen eines modernen Tourismusstandortes als auch den berechtigten Anliegen von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der Wirtschaft gerecht wird. Eine Überprüfung der Ziele ist da sinnvoll und kann auch für zukünftige ähnliche Entscheidungen in der Hansestadt hilfreich sein."

Die CDU möchte, dass die Erfahrungen mit der dauerhaften Fußgängerzone ausgewertet werden. Foto: HN/Archiv

Die CDU möchte, dass die Erfahrungen mit der dauerhaften Fußgängerzone ausgewertet werden. Foto: HN/Archiv


Text-Nummer: 178649   Autor: CDU/VG   vom 30.03.2026 um 08.46 Uhr

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