Übung für einen Fall, der hoffentlich nie eintritt
Lübeck - St. Gertrud: Ein Amokläufer ist mit Messer und Schusswaffe an einer Lübecker Schule unterwegs, Verletzte liegen auf den Fluren: Ein Szenario, das hoffentlich nie eintritt, auf das sich die Einsatzkräfte aber dennoch vorbereiten müssen. Am Dienstag, 31. März 2026, übte die Bundespolizeiabteilung Ratzeburg gemeinsam mit Kräften der Bereitschaftspolizei Schleswig-Holstein auf dem Gelände der "Grund- und Gemeinschaftsschule an der Wakenitz" in Lübeck.
In mehreren Durchgängen fand eine intensive Fortbildung für sogenannte „lebensbedrohliche Einsatzlagen“ statt. Zwischen 09:00 Uhr und 14:00 Uhr trainieren die Einsatzkräfte realitätsnahe Szenarien, um die taktischen Abläufe bei hochriskanten Gefahrenlagen zu festigen.

Während ein Teil der Einsatzkräfte verletzte Schüler und Lehrer auf den Fluren darstellte, ging es für die anderen darum, den „Täter“ so schnell wie möglich zu stoppen. „Verletzte“ wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht und betreut. Die Auswertung der Übung erfolgt am Ende des Tages.

Für die Übung wurde bewusst der Zeitraum der Osterferien genutzt, um den Übungsbetrieb ohne Beeinträchtigung des regulären Schulunterrichts durchführen zu können.

Die Polizei hatte auch vorab darüber informiert, dass keine Gefahr besteht und es sich um eine reine Übung handelte (wir berichteten). Für die Bevölkerung besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Das Schulgelände war während des Übungszeitraums für Unbefugte gesperrt.

An der Lübecker "Grund- und Gemeinschaftsschule an der Wakenitz" wurde für den Fall eines Amoklaufes geübt. Fotos: STE
Text-Nummer: 178684 Autor: BPOL RZ/red. vom 31.03.2026 um 11.51 Uhr
