Jugendliche können Visionen für die Meeresschutzstadt der Zukunft einreichen
Lübeck: Die Hansestadt Lübeck ruft gemeinsam mit Partnern zum Jugendwettbewerb „NextGen Ocean City“ auf. Gesucht werden kreative Ideen und Visionen von Jugendlichen für die zukünftige Entwicklung Lübecks als Meeresschutzstadt. Der Wettbewerb richtet sich an Teams, die gemeinsam ihre Ideen und Visionen entwickeln – aus Schulklassen, Projektgruppen oder Jugendinitiativen.Mit dem Beschluss der Bürgerschaft im November 2025 hat sich Lübeck auf den Weg gemacht, Meeresschutzstadt zu werden. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Lübeckern ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln, das den Schutz der Ostsee stärkt und gleichzeitig die Lebensqualität in der Stadt weiter verbessert.
Genau hier setzt der Jugendwettbewerb „NextGen Ocean City“ an: Wie wollen Jugendliche ihre Stadt verändern und Meeresschutz vor Ort mitgestalten? Was macht eine echte Meeresschutzstadt aus? Wie kann eine Stadt das Meer schützen, Menschen begeistern und gleichzeitig lebenswerter werden? Diese Perspektiven spielen eine wichtige Rolle – diese Ideen und Anregungen sollen aktiv in den Prozess einfließen.
Der Wettbewerb findet im Rahmen des bundesweiten Kongresses „WeltWeitWissen“, der Fachkonferenz zu Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung, statt, der im September 2026 erstmals in Schleswig-Holstein ausgerichtet wird. Unter dem Fokus „Meer“ werden dort globale Zusammenhänge und lokale Auswirkungen in der Bildung beleuchtet.
So können Jugendliche mitmachen: „Entwickelt im Team Eure Ideen und Visionen für Lübeck und haltet sie in Form eines digitalen Posters fest. Leitfragen unterstützen bei der Strukturierung und kreativen Umsetzung. Die beim Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. eingereichten Beiträge werden vom 14. bis 16. September 2026 im Rahmen des WeltWeitWissen-Kongresses in Lübeck präsentiert und ausgezeichnet. Ideen der Teams fließen als Inspiration in die Entwicklung des Konzepts der Meeresschutzstadt Lübeck ein.“
Ob neue Ansätze für den Schutz der Ostsee, nachhaltige Freizeitangebote oder innovative Stadtideen – gefragt sind frische Perspektiven. Wer Lust hat, bei der Gestaltung der eigenen Stadt mitzuwirken und Meeresschutz lokal zu gestalten, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.
Anmeldungen sind bis zum 30. April 2026 per E-Mail an vanessa.schaefer@bei-sh.org möglich. Der Einsendeschluss für die fertigen Poster ist der 30. Juni 2026. Nach der Anmeldung erhalten die teilnehmenden Gruppen weitere Informationen, Leitfragen sowie den detaillierten Zeitplan.
Die Hansestadt Lübeck freut sich auf zahlreiche Beiträge und das Engagement junger Menschen, die ihre Ideen für eine nachhaltige und lebenswerte Meeresschutzstadt einbringen möchten.

Die Hansestadt Lübeck ruft gemeinsam mit Partnern zum Jugendwettbewerb „NextGen Ocean City“ auf. Foto: Karl Erhard Vögele
Text-Nummer: 178796 Autor: Presseamt/red. vom 08.04.2026 um 16.23 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Rainer Müller
schrieb am 09.04.2026 um 07.10 Uhr:
Oh! das ist toll
Wir sind mit unseren 8 Plakaten schon fast Fahrradstadt und wären beinahe Sportstadt geworden. Sind wir nicht auch Nachhaltigkeitsstadt?
Universitätsstadt ist Lübeck ja eh und fast schon SmartCity
Michael
schrieb am 09.04.2026 um 08.19 Uhr:
Helmut Schmidt: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen"
Rainer Müller
schrieb am 09.04.2026 um 10.03 Uhr:
da fällt mir noch was ein, was wir noch nicht auf dem Schirm hatten
wie wäre es mit "Größte Oase von Leerständen in der Innenstadt" oder "Größter Witz beim Brückenmanagement"
Wir haben ja schon den unfallträchtigsten Kreisel, warum bewerben wir das nicht?
Tim Kock
schrieb am 09.04.2026 um 10.28 Uhr:
Schade, dass die OzD, an der es das Profil "Ostseeraum" gibt, sich nicht daran beteiligt.
Sonnenblume
schrieb am 09.04.2026 um 11.01 Uhr:
Die Hansestadt Lübeck ruft Jugendliche dazu auf, ihre Ideen für die „NextGen Ocean City“ einzureichen. Was auf den ersten Blick nach moderner Partizipation klingt, ist bei genauerem Hinsehen kaum ernst zu nehmen.
Es ist meiner Meinung nach pure Heuchlerei, einen solchen Wettbewerb ins Leben zu rufen, solange man gleichzeitig die Augen vor der Realität verschließt:
Der Widerspruch: In Travemünde und Umgebung gehören kommerzielle Aquarien weiterhin zum Stadtbild. Der Kernpunkt: Für mich gehört ein echter, konsequenter Tierschutz unwiderruflich zu jedem Konzept einer zukunftsfähigen Stadt dazu. Wer den Schutz der Meere predigt, darf die Ausbeutung ihrer Bewohner zu Unterhaltungszwecken nicht ignorieren. Die Kritik: Man kann die Jugend nicht dazu auffordern, sich Gedanken über die Zukunft der Meere zu machen, während man die kommerzielle Zurschaustellung von Meerestieren vor der eigenen Haustür duldet.
Ein Plakatwettbewerb rettet keine Meere, solange veraltete Konzepte der Tierhaltung weiterhin unterstützt werden. Wenn Lübeck wirklich eine „Ocean City“ der nächsten Generation sein will, muss sie erst einmal bei der eigenen Glaubwürdigkeit anfangen.