Herrenloser Koffer sorgt für Sperrung des Bahnhofs Lübeck
Lübeck: Archiv - 10.04.2026, 12.49 Uhr: Am Donnerstagabend, 9. April 2026, musste der Bahnhof Lübeck wegen eines zurückgelassenen Koffers im Zug aus Travemünde zeitweise gesperrt werden. Über Lautsprecher war zunächst von einem kurzen polizeilichen Einsatz die Rede. Reisende wurden aufgefordert, nicht in den Zug zu steigen. Die Menschen warteten daher vor dem Zug, der schließlich ausfiel.
Am 9. April 2026 gegen 18 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei Kiel über einen herrenlosen Koffer im Zug. Da nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte, ob von dem herrenlosen Gepäckstück eine Gefahr für die Reisenden und den Betrieb der Bahn besteht, wurde der Entschärfungsdienst der Bundespolizei angefordert. Der Zugverkehr auf dem betroffenen Gleis wurde sofort eingestellt und auch das Bahnhofsgebäude zum Teil geräumt.
Nachdem das Gepäckstück durch die Entschärfer geröntgt worden war und sich dieses als gewöhnliches Reisegepäck entpuppte, wurde die Sperrung des Bahnhofes aufgehoben und der Zugverkehr gegen 20.50 Uhr wieder aufgenommen. Wer nach Travemünde wollte, nahm so lange den Bus.
Der Besitzer des Koffers konnte mittlerweile ermittelt werden.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, Gepäckstücke niemals unbeaufsichtigt zurückzulassen. Herrenlose Gepäckstücke sollen immer unverzüglich an Mitarbeiter der Deutschen Bahn oder an die Bundespolizei gemeldet werden.

Reisende nach Travemünde warteten zunächst, in der Annahme, dass sie in Kürze in den Zug (rechts) einsteigen dürfen. Einige drückten die Türöffner, weil sie die Durchsagen nicht mitbekommen hatten. Die Türen blieben jedoch verriegelt. Fotos: HN
Text-Nummer: 178843 Autor: BuPol/red. vom 10.04.2026 um 12.49 Uhr
