BfL: Mut zur Entscheidung statt Gutachtenflut
Lübeck: Archiv: Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) äußert in einer Mitteilung deutliche Kritik an der zunehmenden Praxis von Politik und Verwaltung, Entscheidungen immer häufiger von umfangreichen Gutachten abhängig zu machen. Nach Ansicht der BfL führt diese Entwicklung zu Verzögerungen, Verantwortungsverschiebung und einem wachsenden Vertrauensverlust in politische Entscheidungsprozesse.
Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:
Der Vorsitzende der BfL und Bürgerschaftsmitglied Lothar Möller erklärt dazu: „Wir leben inzwischen in einer Art Vollkaskoversicherung, in der für jedes Risiko eine staatliche Garantie oder zumindest eine fachliche Absicherung erwartet wird. Das führt dazu, dass Entscheidungen hinausgezögert oder gar nicht mehr eigenverantwortlich getroffen werden.“
Aus Sicht der BfL ist der Rückgriff auf Expertenwissen grundsätzlich sinnvoll und notwendig, dürfe jedoch nicht als Ersatz für politische Verantwortung dienen. „Gutachten sollten Entscheidungsgrundlagen sein – keine Schutzschilde“, so Möller weiter. Gerade auf kommunaler Ebene sei es entscheidend, dass gewählte Vertreter den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.
Die BfL sieht in der aktuellen Entwicklung mehrere Probleme: Verzögerung wichtiger Projekte durch langwierige Prüfverfahren, Kostensteigerungen durch wiederholte Gutachten, unklare Verantwortlichkeiten, wenn Entscheidungen scheitern, wachsende Politikverdrossenheit bei Bürgerinnen und Bürgern
„Die Menschen erwarten zu Recht, dass gewählte Vertreter gestalten und nicht verwalten. Politik darf sich nicht hinter Experten verstecken, sondern muss abwägen, entscheiden und auch Fehler eingestehen können“, betont Möller.
Die BfL fordert daher ein Umdenken in Politik und Verwaltung: weniger Gutachten um der Absicherung willen, mehr Vertrauen in politische Entscheidungsfähigkeit sowie eine klare Übernahme von Verantwortung.
(„)
Der Vorsitzende der BfL und Bürgerschaftsmitglied Lothar Möller erklärt dazu: „Wir leben inzwischen in einer Art Vollkaskoversicherung, in der für jedes Risiko eine staatliche Garantie oder zumindest eine fachliche Absicherung erwartet wird. Das führt dazu, dass Entscheidungen hinausgezögert oder gar nicht mehr eigenverantwortlich getroffen werden.“
Aus Sicht der BfL ist der Rückgriff auf Expertenwissen grundsätzlich sinnvoll und notwendig, dürfe jedoch nicht als Ersatz für politische Verantwortung dienen. „Gutachten sollten Entscheidungsgrundlagen sein – keine Schutzschilde“, so Möller weiter. Gerade auf kommunaler Ebene sei es entscheidend, dass gewählte Vertreter den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, und dafür auch die Verantwortung zu übernehmen.
Die BfL sieht in der aktuellen Entwicklung mehrere Probleme: Verzögerung wichtiger Projekte durch langwierige Prüfverfahren, Kostensteigerungen durch wiederholte Gutachten, unklare Verantwortlichkeiten, wenn Entscheidungen scheitern, wachsende Politikverdrossenheit bei Bürgerinnen und Bürgern
„Die Menschen erwarten zu Recht, dass gewählte Vertreter gestalten und nicht verwalten. Politik darf sich nicht hinter Experten verstecken, sondern muss abwägen, entscheiden und auch Fehler eingestehen können“, betont Möller.
Die BfL fordert daher ein Umdenken in Politik und Verwaltung: weniger Gutachten um der Absicherung willen, mehr Vertrauen in politische Entscheidungsfähigkeit sowie eine klare Übernahme von Verantwortung.
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Kommentare zu diesem Text (5):
Tobias Möller
schrieb am 13.4.2026 11.47 Uhr:
Vielleicht sollte man auch mal überprüfen, in wie weit die zahllosen Gutachten nur zu Krötenwanderung an Günstlinge, Parteifreunde oder -nahestende Personen und Firmen führen.
Viele Gutachten sind unnötig, wenn nur logisch nachgedacht, Offensichtliches beachtet und gesunder Verstand angewendet wird.
Peter Schöttler
schrieb am 13.4.2026 11.49 Uhr:
Wie so häufig bringt der Herr Möller ein Problem auf's Tapet, das es so gar nicht gibt, im Gegenteil: der Steuerzahlerbund moniert jedes Jahr unzählige, teure Fälle, in denen Fehlentscheidungen getroffen wurden; und da passiert dann das: es wird gefragt, warum kein Gutachten erstellt wurde.
Herr Möller, Sie haben ein Vorurteil heraus gekramt und es zur Wahrheit erhoben, nur um nicht in Vergessenheit zu geraten; und die Sache mit dem Konjunktiv I haben Sie immer noch nicht verstanden.
Daher meine klare Meinung: wer bei der nächsten Kommunalwahl die BfL wählt muß wohl mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
Rainer
schrieb am 13.4.2026 14.09 Uhr:
Lübeck ist inzwischen wohl eine überall geschätzte "Gutachterhauptstadt" geworden, da offenbar fehlender Sachverstand auf allen Ebenen zu beklagen ist. In jedem Fall können Gutachter "durch Unwissenheit" richtig viele öffentliche Gelder absahnen, welche in Lübeck immer noch reichlich vorhanden sind. Zudem wäre das alles noch lukrativer, wenn immer die selben "Beraterfirmen" profitieren könnten. Was macht eigentlich die personalmäßig üppig ausgestaltete Lübecker Verwaltung noch selbst - ohne externe Ratgeber?
HaJo
schrieb am 13.4.2026 15.04 Uhr:
Also mehr Entscheidungen aus dem Bauchgefühl und der Ideologie der Politiker? Wenn es dann Fehlentscheidungen waren, kann man sich immer noch auf Unwissenheit berufen.
Wobei ich manche Gutachten auch als nicht notwendig ansehe. Wenn angedachte Maßnahmen in vergleichbaren Kommunen erfolgreich oder erfolglos waren, warum sollte es in Lübeck entgegengesetzt sein?
gernotM
schrieb am 13.4.2026 15.43 Uhr:
Herr Möller hat grundsätzlich Recht mit seiner Kritik....
Aber, wo soll der eingeforderte Sachverstand auch herkommen ??
Schaue ich mir die politischen Entscheidungsträger in unserer Bürgerschaft an, so stelle ich fest, daß dort in einigen Fraktionen zu Teil "ungelernte" Mitglieder sitzen, denen es in erster Linie um die Durchsetzung ihrer Ideologie geht..., bar jeder Vernunft und bar des gesunden Menschenverstandes !
Leider nicht nur ein Lübecker Problem !