Wal-Rettungen: BfL fordert klare Zuständigkeiten

Lübeck: Archiv - 15.04.2026, 10.34 Uhr: Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) fordert einer Mitteilung zufolge angesichts der aktuellen Situation rund um den in der Ostsee gesichteten Buckelwal (wir berichteten) eine grundlegende Neuausrichtung der Entscheidungsstrukturen bei maritimen Notfällen mit Großtieren. Die BfL spricht dabei von einem „Zuständigkeitswirrwarr“ und fordert „klare Entscheidungsstrukturen bei Wal-Rettungen“.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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Die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht: Unklare Zuständigkeiten, langwierige Abstimmungen und widersprüchliche Einschätzungen führen nicht nur zu wachsender Verunsicherung in der Bevölkerung, sondern verhindern auch ein entschlossenes und nachvollziehbares Handeln im Ernstfall.

Klare Entscheidungen statt endloser Abstimmungen
Die BfL fordert, dass in vergleichbaren Situationen künftig eindeutig festgelegt wird, wer die Verantwortung trägt – und dass diese Verantwortung auch konsequent wahrgenommen wird. „Wenn im Ernstfall erst geklärt werden muss, wer überhaupt entscheiden darf, ist bereits wertvolle Zeit verloren“, erklärt Lothar Möller, BfL-Vorsitzender und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. „Wir brauchen Strukturen, in denen Entscheidungen schnell, verbindlich und nachvollziehbar getroffen werden.“

Verantwortung bündeln – Handlungsfähigkeit stärken

Konkret fordert die BfL
– klare und verbindliche Zuständigkeitsregelungen für akute Einsatzlagen
– die Festlegung einer entscheidungsbefugten Leitung vor Ort
– deutlich verkürzte Abstimmungswege zwischen den beteiligten Stellen
– transparente Kommunikation gegenüber der Öffentlichkeit

Orientierung an funktionierenden internationalen Ansätzen
Andere Länder zeigen, dass es auch anders geht: Dort werden Entscheidungen in vergleichbaren Situationen schnell und direkt vor Ort getroffen und umgesetzt – ohne langwierige Abstimmungsprozesse über mehrere Ebenen hinweg. „Es geht nicht darum, mehr Strukturen zu schaffen, sondern die bestehenden endlich handlungsfähig zu machen“, so Lothar Möller. „Wer Verantwortung trägt, muss auch entscheiden dürfen.“

Keine Symbolpolitik auf dem Rücken eines Tieres
Die BfL warnt davor, komplexe Situationen wie diese für politische Debatten zu instrumentalisieren, ohne gleichzeitig konkrete Verbesserungen anzustoßen. Ziel müsse es sein, künftig schneller, klarer und verantwortungsvoller handeln zu können. „Ein solcher Fall darf sich in dieser Form nicht wiederholen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht nachvollziehbare Entscheidungen statt öffentlichem Durcheinander“, so Möller abschließend.
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Die BfL fordern klare Strukturen bei maritimen Notfällen mit Großtieren, wie hier dem vor Niendorf gestrandeten Wal. Foto: VG/Archiv

Die BfL fordern klare Strukturen bei maritimen Notfällen mit Großtieren, wie hier dem vor Niendorf gestrandeten Wal. Foto: VG/Archiv


Text-Nummer: 178924   Autor: BfL/red.   vom 15.04.2026 um 10.34 Uhr

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