Volt: Modulschulen mehr als nur eine Interimslösung?
Lübeck: Archiv - 15.04.2026, 14.16 Uhr: „Bereits nach unserem Einzug in die Lübecker Bürgerschaft haben wir der Verwaltung die Kanalstraße als Standort für eine neue Modulschule vorgeschlagen“, erklärt Martin Janßen, Vorsitzender und schulpolitischer Sprecher von Volt Lübeck, in einer Mitteilung. „Daher freuen wir uns umso mehr, dass diese nun dort errichtet wird. Die Stadt sollte aber auch darüber nachdenken, inwiefern die Modulbauweise Vorbild für andere Schulbauten sein kann.“Wir veröffentlichen die Mitteilung von Volt Lübeck im Wortlaut:
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Im letzten Jahr haben Lübecks Politiker beschlossen, auf der Parkplatzfläche P1 an der Kanalstraße eine Interimsschule zu errichten. Diese bietet bis zum Jahr 2031 Lübecker Schülern des Katharineums und der Ernestinenschule dringend benötigten Lernraum. Dieser ist notwendig, um den Raumbedarf zu decken, der durch die Umstellung auf G9 ab dem nächsten Schuljahr entsteht, und die Zeit der Sanierung der Burgschule ab 2028 zu überbrücken.
Vorangegangen war eine lange Diskussion in Politik und Verwaltung, an der Volt Lübeck seit dem Jahr 2023 teilgenommen hat: „Unter anderem haben wir im Juli 2023 die Verwaltung auf eine mögliche Interimslösung an der Kanalstraße hingewiesen – mit Erfolg, wie man aktuell sehen kann. Lübecker Schulen erhalten damit mehr Platz, der zugleich erheblich über die Möglichkeiten einer einfachen Containerschule hinausgeht. Dies lassen der aktuelle Baufortschritt sowie das Vorbild der Modulschule an der Hüxwiese bereits deutlich erkennen.”
Angesichts der Tatsache, dass der Bau- und der Hauptausschuss sich im letzten Jahr für die Kauf- und gegen die Mietoption entschieden haben, bleibt allerdings noch die Frage der Nachnutzung zu klären. Dazu Janßen: „Ein Kauf ergibt nur dann wirklich Sinn, wenn die Stadt Lübeck auch ein nachhaltiges Konzept zur Nachnutzung der Schulmodule hat. Dazu gibt es aktuell keine Informationen. Dabei wäre genügend Bedarf vorhanden: Lübecker Schulen – nicht nur die in der Innenstadt – haben aufgrund steigender Schülerzahlen und des schlechten Zustands vieler alter Gebäude großen Bedarf an pragmatischen, zweckmäßigen und schnellen Lösungen. Beispielhaft lassen sich hier der Bedarf an einem weiteren Oberstufengymnasium oder der Neubau der Maria-Montessori-Schule nennen. Die großen Lösungen – wie etwa das Bildungshaus in der Innenstadt – sind zwar innovativ, aber nicht immer umsetz- und finanzierbar und erfordern auch einen langen Realisierungszeitraum. Die Modulschule kann hier eine Lücke füllen. Es wäre damit einerseits die Aufgabe der Stadt, ein Nachnutzungskonzept für die aktuelle Schule zu erstellen. Andererseits kann die Modulbauweise auch Vorbild für neue Schulprojekte werden, indem sie zu einer dauerhaften Lösung weiterentwickelt wird. Das wäre die Chance für eine bedarfsgerechte kommunale Schulbaupolitik mit Augenmaß, Geschwindigkeit und Pragmatismus.“
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„Die Stadt sollte aber auch darüber nachdenken, inwiefern die Modulbauweise Vorbild für andere Schulbauten sein kann“, heißt es in einer Mitteilung von Volt. Foto: Tim Stüttgen
Text-Nummer: 178928 Autor: Volt/red. vom 15.04.2026 um 14.16 Uhr
