Grüne: Wege am Elbe-Lübeck-Kanal verbessern

Lübeck: Archiv: Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und grüner Bundestagsabgeordneter für die Kreise Herzogtum-Lauenburg, Stormarn, Segeberg und Lübeck, hat eine Anfrage zum Zustand der Wege am Elbe-Lübeck-Kanal gestellt. Bundesregierung lasse Chancen für nachhaltigen Radverkehr und Tourismus am Elbe-Lübeck-Kanal ungenutzt, so seine Bewertung der Antwort.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Konstantin von Notz im Wortlaut:

(")Die Antwort der Bundesregierung ist enttäuschend. Sie offenbart einmal mehr ein völlig überholtes Verständnis von guter Verkehrs- und Infrastrukturpolitik. Anstatt die erheblichen Potenziale des naturnahen Radverkehrs sowie die touristische Bedeutung der Region anzuerkennen und aktiv zu fördern, zieht sich das Ministerium auf eine rein formale Zuständigkeitsargumentation zurück.

Es ist zwar richtig, dass es sich bei den Wegen entlang des Elbe-Lübeck-Kanals formal um Betriebswege der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung handelt. Darauf habe ich selbst in meiner Frage hingewiesen. Doch die Realität vor Ort ist eine andere: Seit Jahren werden diese Wege intensiv von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt – sowohl im Alltag als auch touristisch. Diese Nutzung einfach, als ‘geduldet’ abzutun und daraus keinerlei Handlungsbedarf abzuleiten, wird den tatsächlichen Gegebenheiten und den Anforderungen an eine moderne Verkehrspolitik nicht gerecht.

Gut ausgebaute Radwege sind ein zentraler Baustein für klimafreundliche Mobilität, stärken den ländlichen Raum und fördern den nachhaltigen Tourismus. Gerade vor dem Hintergrund der dringend notwendigen Verkehrswende und der großen Chancen, die sich durch einen naturnahen Tourismus für die gesamte Region bieten, ist es nicht nachvollziehbar und geradezu fahrlässig, warum die Bundesregierung hier nicht mit den beteiligten Akteuren in den Austausch geht und deutlich stärker in den Erhalt und die nachhaltige Modernisierung der Radwege entlang des Kanals investiert.

Ich setze mich seit langem für eine bessere Radinfrastruktur und eine stärkere Verzahnung von Verkehrs-, Umwelt- und Tourismuspolitik ein. Dazu gehört auch, bestehende Infrastruktur klug weiterzuentwickeln, anstatt sie durch völlig überzogene Maximalforderungen und immer neue Zuständigkeitsdebatten auszubremsen. Doch genau das erleben wir seit Jahren.

Die Bundesregierung sollte ihre bisherige Haltung dringend überdenken. Sie sollte alle Beteiligten an einen Tisch holen und gemeinsam mit Ländern und Kommunen Lösungen entwickeln, um die Wege entlang des Elbe-Lübeck-Kanals zu attraktiven, sicheren und nachhaltigen Radverkehrsverbindungen auszubauen. Die enormen Chancen liegen auf der Hand – man muss sie aber auch nutzen.(")
Der Grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz spricht sich für eine Verbesserung der Wege am Elbe-Lübeck-Kanal aus.
Der Grüne Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz spricht sich für eine Verbesserung der Wege am Elbe-Lübeck-Kanal aus.

Text-Nummer: 178974    Autor: Büro KvN/red.    vom 17.4.2026 8.49 Uhr

Kommentare zu diesem Text (5):

skagerrak

schrieb am 17.4.2026 9.40 Uhr:
Liebe grüne Fahrradfreunde, wir sind hier doch nicht bei "Wünsch Dir was". (...) Freut Euch doch das Ihr geduldet werdet. Besser wäre jedoch, die Zufahrten für Fahrräder ganz zu sperren, das ist streßfreier für Spaziergänger und Hunde.

Matze

schrieb am 17.4.2026 12.50 Uhr:
Wie hat er sich als Mitglied der Regierungsfraktion dafür in den vergangenen Jahren eingesetzt? Kann er "Ich setze mich seit langem für eine bessere Radinfrastruktur und eine stärkere Verzahnung von Verkehrs-, Umwelt- und Tourismuspolitik ein." auch ausfüllen?

Martin S.

schrieb am 17.4.2026 12.54 Uhr:
Oh ja, da wird Zeit dass das angegangen wird! Von Höhe Stecknitzstraße bis zur A20 ist der Weg teils in so schlechtem Zustand dass man nur mit Federung und Schrittgeschwindigkeit mit dem Rad vorwärts kommt. Das ist wirklich ein Unding für eine Stadt wie Lübeck und in Anbetracht dass die restlichen ca. 80 KM dieses Weges in meist recht gutem Zustand sind.
Bitte den Weg verbreitern und ebnen!

Hardy

schrieb am 17.4.2026 13.59 Uhr:
Es handelt sich um eine DULDUNG!
Wäre ich das WSA würde ich die Wege für die Öffentlichkeit sperren, dann gibt es auch kein Geheule mehr.

Ja, der Weg, speziell zwischen Moislinger Eisenbahnbrücke und Geniner Dorfstr, ist eine Katastrophe, aber: ich muß da ja nicht längs fahren. Genauso gut kann ich die Kronsforder Allee auf einem nagelneuen Rad-/Fußweg benutzen. Obendrein ist der Weg auch noch kürzer, nur eben nicht so schön. Es ist ausschließlich meine persönliche Abwegung, wo ich längs fahren möchte.

Aber so und nicht anders kennt man die Grünen, sie wollen immer allen und jedem ihre Meinung aufoktroyieren!

Martin S.

schrieb am 17.4.2026 14.56 Uhr:
@Hardy
Nein eigentlich wollen sie nur die Lebensqualität für alle verbessern. Aber es gibt eben Leute die es - egal was das Thema ist - immer schaffen etwas negatives für die Grünen daraus zu stricken.