Litterärisches Gespräch über Dagny Juel

Lübeck - Innenstadt: Die Gemeinnützige lädt am Donnerstag, 23. April 2026, um 19.30 Uhr zum Litterärischen Gespräch in den Bildersaal der Gemeinnützigen, Königstraße 5, ein. Stefan Weidle (Bonn) und Gönna Jensen (Behnhaus Lübeck) referieren über die Autorin, Pianistin, Modell und Bohémienne Dagny Juel. Der Eintritt ist frei.

Dagny Juel (1867–1901) hat die Künstlerszene des ausklingenden 19. Jahrhunderts in Norwegen und Deutschland maßgeblich beeinflusst – wenn auch mehr durch ihre Persönlichkeit als durch ihr Werk. Die Norwegerin unterhielt enge Beziehungen zu Künstlern wie August Strindberg, der ihretwegen eine psychiatrische Klinik aufsuchen musste und sie mit gnadenlosem Hass verfolgte, und Edvard Munch (dem sie mehrfach Modell stand, etwa für seine »Madonna«); geheiratet hat sie schließlich den Schriftsteller, Trinker und Satanisten Stanisław Przybyszewski, der ihr Untergang wurde. Sie gilt aufgrund ihrer zahlreichen Liebesaffären und ihres ausschweifenden Lebensstils als »Femme fatale«, doch hat man es sich mit dieser Charakterisierung viel zu leicht gemacht. Stefan Weidle stellt Dagny Juel aus mehreren Perspektiven vor, einmal durch ihr literarisches Werk und einen Essay dazu von Lars Brandt, dann als Romanfigur in Zurab Karumidzes »Dagny oder Ein Fest der Liebe« und als Gegenstand einer biographischen Nachforschung in Kristin Vallas »Die Schüsse von Tiflis«.

Gönna Jensen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Behnhaus Lübeck, führt an ausgewählten Werken Edvard Munchs in den Abend zu Dagny Juel ein.

Das Gespräch findet im Bildersaal der Gemeinnützigen statt.

Das Gespräch findet im Bildersaal der Gemeinnützigen statt.


Text-Nummer: 179000   Autor: Veranstalter/red.   vom 19.04.2026 um 15.12 Uhr

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