Deutliche Zunahme von Unfällen mit E-Scootern und Pedelecs
Lübeck: Die Anzahl aller bei der Polizei registrierten Verkehrsunfälle in der Hansestadt Lübeck im Jahr 2025 beläuft sich auf 7606 Verkehrsunfälle. Damit bleibt das Niveau stabil. Allerdings verzeichnet die Polizei eine deutliche Zunahme bei Unfällen mit Pedelecs und E-Scootern.Mit 353 erfassten Fällen war die Hauptunfallursache 2025 wie in den Vorjahren das Nichtbeachten der Vorfahrt, gefolgt von Abbiegeunfällen (248 Fälle) und an dritter Stelle die fehlerhafte Straßenbenutzung (181 Fälle).
Den Großteil der Gesamtverkehrsunfallzahlen machten 2025 die aufnahmefreien Verkehrsunfälle mit 5981 Fällen aus. Das sind die Verkehrsunfälle, denen nur eine geringfügige Ordnungswidrigkeit zugrunde liegt, bei denen nur Sachschaden entstanden ist und kein Mensch verletzt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr (2024: 6078) ist hier ein leichter Rückgang festzustellen.
2025 stieg hingegen die Gesamtanzahl der aufnahmepflichtigen Verkehrsunfälle mit 1625 im Vergleich zum Vorjahr (2024: 1571 Fälle) um 3,4 %. Bei den aufnahmepflichtigen Verkehrsunfällen handelt es sich um Verkehrsunfälle mit Personenschaden oder Verkehrsunfälle in Verbindung mit einer Straftat oder einer bedeutenden Ordnungswidrigkeit.
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Fußgängern ist nach einem Höchststand im Jahr 2023 (144) weiter rückläufig und erreicht 2025 den niedrigsten Stand seit 2021 (114).
2025 wurden 482 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrradfahrern polizeilich aufgenommen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 499 Verkehrsunfällen (-3,41 %). In 223 Fällen waren Radfahrer Unfallverursacher (49,7 %), teilweise alleinbeteiligt bei Stürzen. 431 Radfahrer wurden verletzt.
Erneut gab es 2025 einen starken Anstieg bei den Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Pedelecs (+33,20 %). Die immer beliebtere Art der Fortbewegung führt zu einem höheren Aufkommen der Verkehrsart und zu einem damit verbundenen ansteigenden Unfallgeschehen. Gegenüber 2023 mit 168 Verkehrsunfällen und 2024 mit 190 Unfällen waren 2025 mit 222 nochmals deutlich öfter Pedelec-Fahrer an Verkehrsunfällen beteiligt. Dabei wurden 257 Pedelec-Fahrer verletzt. In 114 Fällen waren Pedelec-Fahrer Unfallverursacher (45,1 %). Die häufigste Unfallursache (52 Fälle) stellte die fehlerhafte Straßenbenutzung dar, weil die Pedelecnutzer zum Beispiel verkehrswidrig auf dem Gehweg oder entgegengesetzt der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fuhren.
Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter) werden in der Hansestadt Lübeck vielfach im Wege der Vermietung angeboten und bevorzugt als Freizeitgerät im innerstädtischen Bereich genutzt. Ihre Beteiligung an Verkehrsunfällen ist gegenüber den Vorjahren weiter angestiegen. 151 Verkehrsunfälle wurden aufgenommen, ein Zuwachs von 41 Verkehrsunfällen (+37 %). Mit Ausnahme des Jahres 2023 ist die Anzahl der Verkehrsunfälle damit seit Jahren ansteigend. In 97 Fällen wurde der überwiegende Anteil der Unfälle von den Führern der Elektrokleinstfahrzeuge selbst verursacht (64 %). 125 eKfz-Nutzer zogen sich in Folge der Unfälle Verletzungen zu.
Der vollständige Verkehrssicherheitsbericht der Polizeidirektion Lübeck ist unter www.schleswig-holstein.de veröffentlicht.

In Lübeck sind die Unfälle mit Pedelecs und E-Scootern weiter stark gestiegen.
Text-Nummer: 179005 Autor: PD Lübeck/red. vom 19.04.2026 um 16.58 Uhr
