Gedenktag für Unfälle am Arbeitsplatz
Lübeck: Am Dienstag, 28. April 2026, sollen die Beschäftigten in Lübeck um 12 Uhr mittags eine Gedenkminute für alle einlegen, die im Job einen Unfall hatten oder krank geworden sind. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bau Holstein aufgerufen. Anlass ist der internationale Gedenktag für mehr Arbeitsschutz – der „Workers‘ Memorial Day“.Die IG Bau Holstein appelliert an die Beschäftigten in der Hansestadt, einen „Wo lauern Gefahren?“-Check im Betrieb zu machen: „Es ist wichtig, über die Risiken am eigenen Arbeitsplatz zu sprechen. Denn jeder Unfall ist einer zu viel. Die Arbeitssicherheit ist keine lästige Pflicht, sondern ein Muss. Daran darf der Chef keinen Cent sparen“, sagt Ralf Olschewski.
Der Vorsitzende der IG Bau Holstein macht dabei deutlich, dass es um die ganze Palette der Risiken im Job gehe: „Um den Sturz von der Leiter und das Ausrutschen mit der Motorsäge genauso wie ums Sanieren von Asbest-Gebäuden. Aber auch um Psychodruck – vom hohen Arbeitstempo bis zu Stressfaktoren mit Burn-out im Büro“, so Ralf Olschewski. Im Arbeits- und Gesundheitsschutz sei Eigenverantwortung gefragt. Passend dazu steht der Workers’ Memorial Day nach Angaben der IG BAU in diesem Jahr unter dem Motto: „Sag ‚Stopp!‘, wenn es gefährlich ist.“

Sicherheit geht vor, auf der Baustelle, aber auch an jedem anderen Arbeitsplatz. Foto: IG Bau/Florian Göricke
Text-Nummer: 179042 Autor: IG Bau/red. vom 26.04.2026 um 10.11 Uhr
