Weniger Geschwindigkeits-Verstöße bei Kontrollwoche festgestellt

Schleswig-Holstein: Archiv: Bei der in der vergangenen Woche durchgeführten „Speedweek“ im Rahmen der Roadpol-Kontrollwoche stellten Schleswig-Holsteins Einsatzkräfte deutlich weniger Geschwindigkeitsverstöße als im Vorjahr fest. Insgesamt fuhren 14.224 Personen zu schnell - und damit 6.415 weniger als bei der vergleichbaren Kontrollwoche im Jahr 2025.

Die in allen Landesteilen im Zeitraum vom 13. - 19. April 2026 stattgefundenen Messungen wurden sowohl automatisiert durch „Blitzer“ als auch durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte durchgeführt. Während die Feststellungen bei letztgenannter Methode mit 2.183 Verstößen höher waren als im Vorjahr (2.008), sanken die Zahlen der automatisierten Messungen von 18.631 auf 12.041. Zu möglichen Gründen dieser Differenz können zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen getroffen werden.

Motorisierte Zweiräder nahmen mit 70 (2025: 113) nur einen sehr geringen Anteil an den festgestellten Geschwindigkeitsverstößen ein.

Die Einsatzkräfte stellten neben Geschwindigkeitsübertretungen zahlreiche weitere Verstöße fest. Hervorzuheben sind hier insgesamt 88 Personen (2025: 52), die nicht angeschnallt waren, und 61 (2025: 73), die während der Fahrt ein Handy nutzten. Weitere 10 (2025: 2) waren nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. 41 Fahrzeuge (2025: 23) waren nicht versichert, bei 17 (2025: 23) war der Termin zur Hauptuntersuchung überschritten.

Die örtlichen Schwerpunkte der Kontrollen lagen in Bereichen, in denen Personen in besonderer Weise geschützt werden müssen. Das sind zum Beispiel Bereiche vor Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern sowie Seniorenheime, Fußgängerüberwege und Bushaltestellen. Auch Baustellen oder andere Bereiche, in denen aufgrund von Gefahrensituationen Geschwindigkeitsreduzierungen durch die Verkehrsbehörde angeordnet worden sind, wurden verstärkt überwacht.

"Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit sind bei schweren Verkehrsunfällen eine der Hauptunfallursachen. Die Höhe der Geschwindigkeit entscheidet oftmals über die Schwere der Unfallfolgen. Die Überwachung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist und bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung", so Lars Hilgendorff, Mitarbeiter des Sachgebiets für verkehrspolizeilichen Aufgabenvollzug im Landespolizeiamt.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird sich in diesem Jahr an weiteren Aktionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beteiligen. Die europaweit abgestimmten "Roadpol-Kontrollwochen" werden ergänzend zu den Kontrollen zur allgemeinen Verkehrsüberwachung im täglichen Dienst durchgeführt.
Insgesamt fuhren 14.224 Personen zu schnell – und damit 6.415 weniger als bei der vergleichbaren Kontrollwoche im Jahr 2025. Foto: Symbolbild
Insgesamt fuhren 14.224 Personen zu schnell – und damit 6.415 weniger als bei der vergleichbaren Kontrollwoche im Jahr 2025. Foto: Symbolbild

Text-Nummer: 179055    Autor: Polizei/red.    vom 21.4.2026 14.23 Uhr

Kommentare zu diesem Text (10):

Mocker

schrieb am 21.4.2026 15.05 Uhr:
Statistik ist immer so eine Sache der Interpretation. Aufgrund der hohen Benzin und Diesel-Kosten wird sparsamer gefahren. Baustellen und schlechtere Straßen-Zustände erlauben auch keine schnelle Fahrt. Wer im Stau steht wird auch nicht geblitzt. Die Umstände in 2025 waren anders als in diesem Jahr.

Quintessenz Biker

schrieb am 21.4.2026 15.13 Uhr:
Kein Wunder,bei den Spritpreisen..

Oliver

schrieb am 21.4.2026 15.23 Uhr:
Man kann sich alles schönreden, rund 14.000 Geschwindigkeitsverstöße sind aber immernoch definitiv zu viele.

Thomas

schrieb am 21.4.2026 16.10 Uhr:
"Die Überwachung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist und bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung", so Lars Hilgendorff..." zum "totlachen": als lärmgeschädigter Anwohner an einer Bundesstraße, mit 3 angeschlossenen Logistikzentren und dem entsprechenden LKW-Verkehren sollten die "Sachgebietsleiter Verkehrsbetriebe" einfach nur ihren Job machen und die zu schnellen LKW, auf Bundesstraßen dürfen die LKW nur 60km/Std fahren, "überprüfen"... Eine einfache Auslesung der Fahrzeugschreiber Daten sollten beweissicher als Anzeigenstrafen reichen. Man müsste einfach nur aus den Amtsstuben mit seinen Hintern herauskommen...

oha

schrieb am 21.4.2026 16.33 Uhr:
Erstaunlich, werden doch die Radarfallen immer kleiner und raffinierter getarnt!

So am 19.04. um ca 23 Uhr in Bad Segeberg, wo die Polizei komplett im unbeleuchteten Fußgängerweg zur Mühle ihre Fahrzeuge getarnt abgestellt hat und in der Kurve eine Lasermessung auf dem Seitenstreifen durchgeführt hat.
Vierspurig, auf 50 Kmh (innerstädtisch) begrenzt, das hat mit Verkehrssicherheit nichts zu tun, da wurde nur Geld gescheffelt.
Trotzdem stand kein einziger Wagen in der Kontrollstelle, zu dem Zeitpunkt war wohl keiner zu schnell gewesen!

paule

schrieb am 21.4.2026 16.45 Uhr:
Wieso so wenig ????? Wurde doch GROSS angekündigt !!!!!!!!
Aber immer noch genug .............. unterwegs.
Wer lesen kann hats halt leichter, und billiger .

Hardy

schrieb am 21.4.2026 17.50 Uhr:
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst....
Was ist das für eine NICHTSSAGENDE These:
"Insgesamt fuhren 14.224 Personen zu schnell - und damit 6.415 weniger als bei der vergleichbaren Kontrollwoche im Jahr 2025."
Es fehlt komplett die Referenz, wieviele Fahrzeuge den jeweils insgesamt gemessen wurden! -> Reißerischer Artikel!

Zu einem Kommentator: auch in Krummesse drängt sich das Geschmäckle des Kassemachens auf, wenn Vormittags an einem Schultag, statt in der dafür vorgesehenen 30Zone lieber direkt am Ortsschild gen Beidendorf gelauert wird! Die Damunherrn haben akribische Arbeit geleistet, daß ich auf dem Rad, vom Radweg aus,ersteinmal das Vögelchen suchen mußte(!). DAS ist reine Abzocke UND hat mit Verkehrssicherheit genau garnichts mehr zu tun! Keine Fußwege, nix mehr! Nur eben 100 vor bzw hinter dem Ortsschid!

Rasermati

schrieb am 21.4.2026 21.22 Uhr:
Ist absolut nicht meine Rechtsauffassung. Für die Polizei sind Leute, die mit 300 km/h zwischen Lübeck und Hamburg auf der A1 unterwegs sind, völlig ok, die dürften ja auch 400 km/h fahren und es lägen immer noch keine Geschwindigkeitsverstöße vor. Für mich sind das komplett irre und maximal rücksichtslose Menschen, die Fahrer der schnellen Wagen natürlich erst recht.

Thomas vom Anfang

schrieb am 21.4.2026 22.49 Uhr:
@Hardy
Was Sie schreiben ist doch Unfug. Die Messung war in Richtung Krummesse und ist dort angebracht, weil Autofahrer mit viel zu hoher Geschwindigkeit ständig in das Dorf einfahren und es dort einen Gefahrenpunkt mit den Abfahrten zum Sportplatz und zum Supermarkt gibt. Selbst wenn die Messung in Richtung Beidendorf erfolgt wäre, wäre das Tempolimit 70 und nicht 100 und es gäbe in unmittelbarer Folge drei oder zwei Querungen die ständig von Fußgängern oder auch Reitern genutzt werden.

Jan H

schrieb am 22.4.2026 8.36 Uhr:
@ paule

Die kündigen das an weil sie an die Vernunft appellieren wollen

Nun ich weiß wie jeder andere das sowas garnichts bringt die Polizei weiß das mit Sicherheit auch besser wäre es schon wenn sie sowas nicht ankündigen würden


Lg Jan H