Bürgerpreis: Anerkennung für die stillen Ehrenamtler von der Ostseestraße

Lübeck - Travemünde: Der Ehrenamtliche Kreis Ostseestraße (EKO) ist selbst im Seebad nicht überall bekannt. Die Bürger unterstützen ohne viel Aufhebens darum zu machen seit zehn Jahren die Bewohner der Travemünder Gemeinschaftsunterkunft. Umso mehr freuten sie sich über die Anerkennung, die der Bürgerpreis des Gemeinnützigen Vereins zu Travemünde (GVT) zum Ausdruck bringt. Am Dienstag (21. April 2026) wurde der Preis im Rahmen der Jahreshauptversammlung verliehen.

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Den Travemünder Bürgerpreis gibt es seit dem Jahr 1990
Mit dem Bürgerpreis wird eine besonders engagierte Person oder eine Institution geehrt. Jahr für Jahr, angefangen 1990 mit Küster und Geschichtenerzähler Otto Timmermann, einem Travemünder, der es zu einem Denkmal auf dem alten Marktplatz und sogar zu einem eigenen Wikipedia-Eintrag gebracht hat. Die lange Liste der im Laufe der Jahrzehnte Geehrten ist auf einer Acryltafel im Treppenhaus des Gesellschaftshauses zu finden und natürlich online auf der Internetseite des Gemeinnützigen Vereins.

Bevölkerung ist aufgerufen, Vorschläge einzureichen
Jedes Jahr ruft der Gemeinnützige Verein die Bevölkerung dazu auf, Vorschläge für den nächsten Bürgerpreisträger einzureichen. Es können Personen oder Gruppierungen vorgeschlagen werden, die sich für Travemünde in besonderem Maße engagiert haben. Der Wanderpreis wird dann für ein Jahr überreicht, es gibt eine Urkunde und eine Gravur auf der schon gut gefüllten Tafel im Gesellschaftshaus.

Bürgerpreis 2026 für den Ehrenamtlichen Kreis Ostseestraße (EKO)
Wie immer in Travemünde sickerte auch bei dieser Bürgerpreisverleihung im Vorfeld etwas durch, und da hatte sich mancher schon gefragt, wer dieser Ehrenamtliche Kreis eigentlich ist, und was diese Leute machen. Deshalb sei der Preis ganz besonders verdient, sagte Christine Jaacks-Mirow vom Gemeinnützigen Verein bei der Preisverleihung. Weil es ja genau darum oft gehe: „Einfach tun, ohne mit einem Schild durch den Ort zu laufen: Wir sind die Guten, wir machen was Tolles“, sagte sie. Das zeichne die Geehrten aus.

Ehrenamtskreis gibt es seit zehn Jahren
So war die Preisverleihung auch ein schönes Jubiläumsgeschenk für den Ehrenamtlichen Kreis, denn die Initiative gibt es seit zehn Jahren in der Ostseestraße. Sie dürfte ihren Anteil daran haben, dass Senatorin Pia Steinrücke die Ostseestraße auf der Stadtteilkonferenz als die „am besten funktionierende Unterkunft“ bezeichnet hatte (Wir berichteten). Das Dutzend Ehrenamtler, zählte Christine Jaacks-Mirow auf, unterstützt die Bewohner im Spracherwerb, bietet Erlebnisse und Ferienangebote für die Kinder an, näht, bastelt, und organisiert Bilderausstellungen mit Kinderbildern. „Es geht einfach um ein Miteinander und auch um eine Anbindung hier an unser Travemünde.“

Wanderpreis und eine Inschrift
Im Vorjahr war der Bürgerpreis an Wolf-Rüdiger Ohlhoff gegangen, auch ein Geschichtenerzähler wie einst Otto Timmermann. Und sehr engagiert in Sachen Musik. Normalerweise wird der Wanderpreis weitergereicht vom Vorjahrespreisträger, aber Ohlhoff ließ sich entschuldigen, zu viele Verpflichtungen, seine Vorträge sind seit Jahrzehnten gefragt. Nun wird man bald einen weiteren Namen im Treppenaufgang des Gesellschaftshauses lesen können und sicher auch einen von Dr. Udo Ott bebilderten Bericht in der Vereinsschrift „Unser Travemünde“, der ältesten regelmäßig erscheinenden Publikation des Seebades.

Normalerweise wirken sie im Stillen, doch bei der Bürgerpreisverleihung am Dienstag standen die Ehrenamtler von der Ostseestraße mal im Mittelpunkt. Fotos: Helge Normann

Normalerweise wirken sie im Stillen, doch bei der Bürgerpreisverleihung am Dienstag standen die Ehrenamtler von der Ostseestraße mal im Mittelpunkt. Fotos: Helge Normann


Text-Nummer: 179065   Autor: Helge Normann   vom 22.04.2026 um 09.03 Uhr

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