Großkontrolle für Rad- und Motorradfahrer
Schleswig-Holstein: Archiv: Die Landespolizei Schleswig-Holstein beteiligt sich am 28. April 2026 an der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben". In diesem Jahr steht der Kontroll- und Präventionstag unter dem Motto "Zweiräder im Blick". Die Verkehrsunfallentwicklung in Deutschland mit steigenden Unfallzahlen erfordert eine Schwerpunktsetzung auf die Gruppe der Zweiräder als ungeschützte Verkehrsteilnehmer.
Zweiräder gehören inzwischen sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen mehr denn je zum Straßenbild und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Klassische Fahrräder, Pedelecs, motorisierte Krafträder oder Elektro-Kleinstfahrzeuge wie E-Scooter bieten flexible Alternativen zum Auto. Das führt dazu, dass immer mehr Verkehrsteilnehmer sich einen begrenzten Verkehrsraum teilen müssen.
Die besonderen Bedingungen in Städten, wie beispielsweise dichter Verkehr, unübersichtliche Kreuzungen oder unzureichend ausgebaute Radwege, tragen mit dazu bei, das Unfallrisiko zu erhöhen. Hinzu kommt allerdings auch das individuelle Fehlverhalten von Fahrerinnen und Fahrern von Zweirädern. Aufgrund ihrer geringeren Schutzmöglichkeit sind Nutzerinnen und Nutzer von Zweirädern besonders gefährdet.
Zwar ist in Schleswig-Holstein für das Jahr 2025 positiv hervorzuheben, dass die Zahl der Verkehrsunfälle sowie der Verletzten unter Beteiligung von Zweiradfahrenden insgesamt gesunken ist. Diesem positiven Trend steht allerdings entgegen, dass die Zahl der Getöteten 2025 höher ist als im Jahr 2024. 94 Menschen kamen zu Tode und damit acht mehr als zuvor. Die meisten Menschen starben innerorts mit einem Pedelec (7 Personen), am zweithäufigsten mit einem Fahrrad (6 Personen). Insassen eines Autos stehen mit 5 Personen an dritter Stelle. Außerorts starben 14 Menschen auf motorisierten Zweirädern und damit hinter Autoinsassen (38) am zweithäufigsten.
Sehr bedenklich ist zudem die deutliche Steigerung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelec- und E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzern. In Schleswig-Holstein stieg die Anzahl von 2024 auf 2025 um 12,7 % (Pedelec) beziehungsweise 31,6 % (E-Scooter). Diese Verkehrsunfallentwicklung begründet daher die konsequente Ahndung von Verstößen, sowie einen besonderen Fokus auf präventive Aspekte.
"Unser Ziel ist es, durch präventive und repressive Maßnahmen die Anzahl der Unfälle zu minimieren und Zweiradfahrerinnen und -fahrer zu sensibilisieren. Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht bilden zusammen mit der Beachtung der Verkehrsregeln das Fundament der Verkehrssicherheit" so Sina Romeike, Leiterin des Dezernats für verkehrspolizeiliche Angelegenheiten und Prävention des Landespolizeiamtes.
Die Aktion "sicher.mobil.leben" wurde 2018 von der Innenministerkonferenz ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch koordinierte Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen in allen Bundesländern aktuelle Verkehrssicherheitsrisiken zu thematisieren und gezielt dagegen vorzugehen. Jährlich steht dabei ein besonderer Themenschwerpunkt im Fokus. Die zentrale Koordination erfolgt durch die Freie und Hansestadt Hamburg. An der Aktion beteiligen sich zudem die Berufsgenossenschaft Verkehr, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR), die Deutsche Verkehrswacht e. V. (DVW) sowie der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) und der Auto Club Europa e. V. (ACE).
Die besonderen Bedingungen in Städten, wie beispielsweise dichter Verkehr, unübersichtliche Kreuzungen oder unzureichend ausgebaute Radwege, tragen mit dazu bei, das Unfallrisiko zu erhöhen. Hinzu kommt allerdings auch das individuelle Fehlverhalten von Fahrerinnen und Fahrern von Zweirädern. Aufgrund ihrer geringeren Schutzmöglichkeit sind Nutzerinnen und Nutzer von Zweirädern besonders gefährdet.
Zwar ist in Schleswig-Holstein für das Jahr 2025 positiv hervorzuheben, dass die Zahl der Verkehrsunfälle sowie der Verletzten unter Beteiligung von Zweiradfahrenden insgesamt gesunken ist. Diesem positiven Trend steht allerdings entgegen, dass die Zahl der Getöteten 2025 höher ist als im Jahr 2024. 94 Menschen kamen zu Tode und damit acht mehr als zuvor. Die meisten Menschen starben innerorts mit einem Pedelec (7 Personen), am zweithäufigsten mit einem Fahrrad (6 Personen). Insassen eines Autos stehen mit 5 Personen an dritter Stelle. Außerorts starben 14 Menschen auf motorisierten Zweirädern und damit hinter Autoinsassen (38) am zweithäufigsten.
Sehr bedenklich ist zudem die deutliche Steigerung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelec- und E-Scooter-Nutzerinnen und -Nutzern. In Schleswig-Holstein stieg die Anzahl von 2024 auf 2025 um 12,7 % (Pedelec) beziehungsweise 31,6 % (E-Scooter). Diese Verkehrsunfallentwicklung begründet daher die konsequente Ahndung von Verstößen, sowie einen besonderen Fokus auf präventive Aspekte.
"Unser Ziel ist es, durch präventive und repressive Maßnahmen die Anzahl der Unfälle zu minimieren und Zweiradfahrerinnen und -fahrer zu sensibilisieren. Ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht bilden zusammen mit der Beachtung der Verkehrsregeln das Fundament der Verkehrssicherheit" so Sina Romeike, Leiterin des Dezernats für verkehrspolizeiliche Angelegenheiten und Prävention des Landespolizeiamtes.
Die Aktion "sicher.mobil.leben" wurde 2018 von der Innenministerkonferenz ins Leben gerufen. Ziel ist es, durch koordinierte Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen in allen Bundesländern aktuelle Verkehrssicherheitsrisiken zu thematisieren und gezielt dagegen vorzugehen. Jährlich steht dabei ein besonderer Themenschwerpunkt im Fokus. Die zentrale Koordination erfolgt durch die Freie und Hansestadt Hamburg. An der Aktion beteiligen sich zudem die Berufsgenossenschaft Verkehr, der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR), die Deutsche Verkehrswacht e. V. (DVW) sowie der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) und der Auto Club Europa e. V. (ACE).
Kommentare zu diesem Text (6):
Quintessenz Biker
schrieb am 24.4.2026 17.52 Uhr:
hoffe die Obrigkeit kontrolliert zur Verkehrstüchtigkeit auch ob das Pedelec oder Scooter getuned sind..das setzt natürlich Technik und Kenntnisse diesbezüglich vorraus..bin selbst ausschliesslich pedelecfahrer und werde regelmäßig entweder von pedelecs oder scootern überholt..das fällt mir in immer geringeren abständen auf.Solch Kontrollen sind aber nicht ohne und setzen wie schon erwähnt,Kenntnisse dessen vorraus bzw,die Obrigkeit muss das alles auch sogenannt,rechtssicher vollziehen..und die strafen dafür müssen deutlich verschärft werden..
wer bis hier gelesen hat,fragt sich...der kennt sich aber aus...dem sei gesagt,wenn man sich mit diesem Thema aus Interesse beschäftigt,aufgrund meiner ausschliesslich pedelecfahrenden mobilität,dem sei gesagt..man stolpert automatisch zu solchen dingen zum Tuning beim suchen von fahrradteilen usw... Nachdem Motto..das könnte ihnen auch gefallen..die Tuningtechnik ist ja auch frei verkäuflich,mit dem Hinweis,darfste nicht im öffentlichen verkehr benutzen..hahaha..damit schließt sich der Kreis..ergo,Alles ok mit solchen Kontrollen,aber der normale Wahnsinn,von wegen Licht,Reflektoren etc,dat reicht nicht mehr...
Jana
schrieb am 24.4.2026 17.59 Uhr:
Es würde mich auch stark wundern, wenn es nicht mehr Unfälle mit Pedelecs gäbe - seitdem die neuerdings wirklich gut und nutzbar sind, fahre ich damit 5000km im Jahr und Pendel knapp 20km pro Richtung im Berufsverkehr zur Arbeit - vor 3 Jahren fand ich dir verfügbaren Pedelecs noch zu schlecht.
Mein Risiko bei 5000km im Jahr, einen Fahrradunfall zu haben ist unendlich viel höher als bei den 0km zuvor.
Eine Helmpflicht könnte das Problem lösen denn sobald die kommt, fahre ich wieder Auto statt Fahrrad
Kobolt
schrieb am 24.4.2026 18.43 Uhr:
Es wird Zeit die E-Bikes versicherungspflichtig mit Kennzeichen zu machen. Gleichzeitig auch eine Führerscheinpflicht. Kann doch nicht sein das ich für eine Mofa einen Führerschein benötige und für E-Fahrzeuge die ebenfalls bis 25km/h fahren können wird dieser nicht benötigt. Von der Helmpflicht mal ganz zu schweigen.
Endoplasmatischesretikulum
schrieb am 24.4.2026 22.22 Uhr:
@ Quintesence Biker
Wer ist die Obrigkeit ? Und warum soll bei den Kontrollen nicht ein TÜV Ingenieure bei Verdacht mit seinem Wissen zur Verfügung stehen. Zur Not kannst du ja hier deine
Handynummer hinterlassen.
@ Kobold Was machen wir dann mit den Rennradfahrern die schneller als Pedrlecs fahren können … Rundumleuchte😀?
Oliver
schrieb am 27.4.2026 12.48 Uhr:
@Quintessenz Biker
schrieb am 24.04.2026 um 17.52 Uhr:
"hoffe die Obrigkeit kontrolliert zur Verkehrstüchtigkeit auch ob das Pedelec oder Scooter getuned sind..das setzt natürlich Technik und Kenntnisse diesbezüglich vorraus..bin selbst ausschliesslich pedelecfahrer und werde regelmäßig entweder von pedelecs oder scootern überholt."
Vielleicht fährst du mit deinem Pedelec auch einfach zu gemütlich und blockierst den Radweg auf diese Weise?
Gibt es überhaupt eine vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeit für Pedelecs? Ich weiß nur, dass E-Scooter maximal auf 20km/h gedrosselt sind in Deutschland, was eigentlich auch dämlich ist, da jeder Radfahrer auf höheren Gängen schneller fährt und auch diese KÖNNTEN ja angefahren werden und so weiter....
E-Bikes haben auch keine vorgeschriebene Geschwindigkeit, da finde ich persönlich das Limit von 20km/h für E-Scooter schon ungerecht. Zumindest 25km/h sollten schon drin sein.
@Kobolt
schrieb am 24.04.2026 um 18.43 Uhr:
"Es wird Zeit die E-Bikes versicherungspflichtig mit Kennzeichen zu machen."
Da würde ich auch zustimmen. Fahrräder allgemein wäre zu aufwendig und zuviel Bürokratie, aber wenn E-Scooter schon ein Kennzeichen haben müssen und man jedes Jahr dafür zahlen muss, dann können das E-Bikes auch. Alles andere wäre auch wieder unfair, zumal mit E-Bikes oftmals höhere Geschwindigkeiten erreicht werden als mit E-Scootern.
Olaf Peters
schrieb am 29.4.2026 22.50 Uhr:
Es würde ja schon helfen, wenn die Zweiradfahrer sich auch an die Regeln halten würden zB Radwege in der richtigen Richtung befahren, die Leute nicht vom Bürgersteig drängen, Klingel benutzen, Radwege benutzen, in der Dämmerung/Dunkelheit mit Licht fahren und nicht unangekündigt die Straße kreuzen usw. Die armen Autofahrer die eine Mitschuld bekommen wenn sie mit einem Zweirad Rambo verunfallen.