Krankenstand in Lübeck bleibt auf hohem Niveau

Lübeck: Der Krankenstand ist in Lübeck rückläufig. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK Nord-West hervor. Danach weist die Gesamtbilanz der Krankmeldungen bei den rund 25.500 AOK-Versicherten Arbeitnehmern für das Jahr 2025 in Lübeck einen Krankenstand von 7,4 Prozent aus. Im Jahr zuvor lag der Wert bei 7,6 Prozent, bleibt somit trotz Rückgangs auf einem hohen Niveau. Beschäftigte fehlten im Schnitt 27,1 Tage krankheitsbedingt in ihren Betrieben.

Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen verursachten 39,9 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. „Atemwegserkrankungen machten mehr als ein Viertel aller Krankheitsfälle aus und waren mit Abstand wieder der häufigste Grund für eine Krankschreibung“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Atemwegserkrankungen häufigster Grund für Krankschreibung
Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen an allen AU-Fällen lag 2025 mit 27,5 Prozent mit weitem Abstand weiterhin an erster Stelle. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (12,2 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,1 Prozent) und psychische Erkrankungen mit einem Anteil von sechs Prozent an allen AU-Fällen.

Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau mit höchstem Krankenstand
Im Branchenvergleich ist der höchste Krankenstand bei den AOK-Mitgliedern in Lübeck im Jahr 2025 mit 10,3 Prozent im Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau zu beobachten. Der niedrigste Wert war in der Branche Banken und Versicherungen mit 5,5 Prozent festzustellen.

Krankenstand in Lübeck über Niveau von Schleswig-Holstein
Der Krankenstand in Lübeck beträgt 7,4 Prozent und liegt damit über dem Durchschnitt in Schleswig-Holstein (6,7 Prozent). Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag in Lübeck bei zehn Kalendertagen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement einführen
Wunsch weist darauf hin, dass sich das Arbeitsleben in den letzten Jahren durch eine zunehmende Digitalisierung, den demografischen Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Homeoffice deutlich verändert habe. „Hier kann betriebliche Gesundheitsförderung Ansätze bieten, um die Widerstandsfähigkeit und psychische Belastbarkeit der Belegschaft von Betrieben zu stärken. Eine gute Unternehmenskultur und Führung sind zentrale Stellschrauben, um Mitarbeitende gesund zu erhalten und langfristig an die Unternehmen zu binden“, so Wunsch.

Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 in Lübeck waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten. Foto: AOK/colourbox/hfr.

Hauptursache für den weiterhin hohen Krankenstand in 2025 in Lübeck waren die vielen Atemwegsinfekte und Erkältungskrankheiten. Foto: AOK/colourbox/hfr.


Text-Nummer: 179187   Autor: AOK/red.   vom 02.05.2026 um 09.31 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.