SPD Lübeck bestätigt Sandra Odendahl und Markus Ameln als Vorsitzende
Lübeck: Archiv: „Die SPD Lübeck hat auf ihrem Kreisparteitag am vergangenen Samstag ihren neuen Kreisvorstand gewählt und zugleich wichtige inhaltliche Weichen für die kommenden Monate gestellt“, heißt es in einer Mitteilung der SPD. „Die bisherigen Vorsitzenden Sandra Odendahl und Markus Ameln wurden ohne Gegenkandidaturen erneut an die Spitze des Kreisverbandes gewählt.“
Wir veröffentlichen die Mitteilung der SPD im Wortlaut:
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Damit setzen die Lübecker Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf Kontinuität, Verlässlichkeit und gemeinsame politische Handlungsfähigkeit. Zum neuen Schatzmeister der SPD Lübeck wurde Stefan Klüssendorf gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem neuen Kreisvorstand künftig Adrian Graaf, Annett Pahl, Gabriele Gröschl-Bahr, Jakob Petersen, Jan Hendric-Britsemmer, Sabine Haltern, Sascha Beeth, Shivam Tokhi, Tarek Kayser und Conja Grau an.
Ein besonderer Moment des Kreisparteitags war das Grußwort des Lübecker Bundestagsabgeordneten Tim Klüssendorf, der zugleich Generalsekretär der Bundes-SPD ist. Klüssendorf gratulierte dem neu gewählten Kreisvorstand und wünschte ihm viel Erfolg für die bevorstehende Arbeit. Zugleich wurde deutlich, welche Bedeutung der kommunalen Parteiarbeit gerade in politisch anspruchsvollen Zeiten zukommt: Die SPD müsse vor Ort sichtbar, ansprechbar und handlungsfähig bleiben – als Partei, die zuhört, konkrete Lösungen anbietet und soziale Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Mit Blick auf die kommende Landtagswahl im nächsten Jahr ist der neu gewählte.
Kreisvorstand damit zugleich gefordert, die SPD Lübeck organisatorisch und politisch gut aufzustellen. Die Lübecker SPD will die kommenden Monate nutzen, um sozialdemokratische Positionen vor Ort weiter zu schärfen, Mitglieder einzubinden und deutlich zu machen, wofür sie steht: für bezahlbares Leben, gute Arbeit, starke öffentliche Infrastruktur, soziale Sicherheit und eine demokratische Stadtgesellschaft.
Neben den Vorstandswahlen stand die inhaltliche Arbeit im Zentrum des Kreisparteitags. Die Delegierten berieten und beschlossen mehrere Anträge. Unter anderem ging es darum, Frauen konsequenter vor jeglicher Form von Gewalt zu schützen. Damit unterstrich die SPD Lübeck, dass Gewaltschutz, Gleichstellung und Sicherheit im Alltag keine Randthemen sind, sondern zentrale Aufgaben sozialdemokratischer Politik.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete ein gesundheitspolitischer Antrag zu den aktuellen Einsparvorschlägen aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die SPD Lübeck machte deutlich, dass Reformen im Gesundheitswesen notwendig sein können, diese aber nicht einseitig zu Lasten von Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern, Patientinnen und Patienten, Familien sowie Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich gehen dürfen.
Kritisch bewerteten die Delegierten insbesondere geplante Leistungskürzungen, höhere Zuzahlungen, Einschränkungen beim Krankengeld, Einschnitte beim Kinderkrankengeld sowie Belastungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Auch eine Schwächung der Pflege, zusätzliche Bürokratie und eine weitere Entsolidarisierung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wurden deutlich abgelehnt.
Die SPD Lübeck fordert stattdessen eine solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens. Dazu gehören aus Sicht des Kreisverbandes eine stärkere Verantwortung des Bundes bei versicherungsfremden Leistungen, eine gerechtere Beteiligung hoher Einkommen, eine stärkere Einbindung der Pharmaindustrie sowie langfristig die Umsetzung einer Bürgerversicherung.
Sandra Odendahl und Markus Ameln erklärten nach ihrer Wiederwahl: „Wir bedanken uns sehr für das Vertrauen der Delegierten. Die SPD Lübeck steht für soziale Gerechtigkeit, demokratischen Zusammenhalt und eine Politik, die nah an den Menschen ist. Gerade jetzt braucht es eine starke Sozialdemokratie vor Ort; verlässlich, klar in der Haltung und offen für die Anliegen der Menschen in unserer Stadt.“
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben betonten sie: „Der Kreisparteitag hat gezeigt: Die SPD Lübeck ist inhaltlich stark, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen die kommenden Monate nutzen, um uns gemeinsam gut aufzustellen – für die Arbeit im Kreisverband, für die kommunalen Herausforderungen in Lübeck und mit Blick auf die kommende Landtagswahl.“
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Damit setzen die Lübecker Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf Kontinuität, Verlässlichkeit und gemeinsame politische Handlungsfähigkeit. Zum neuen Schatzmeister der SPD Lübeck wurde Stefan Klüssendorf gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer gehören dem neuen Kreisvorstand künftig Adrian Graaf, Annett Pahl, Gabriele Gröschl-Bahr, Jakob Petersen, Jan Hendric-Britsemmer, Sabine Haltern, Sascha Beeth, Shivam Tokhi, Tarek Kayser und Conja Grau an.
Ein besonderer Moment des Kreisparteitags war das Grußwort des Lübecker Bundestagsabgeordneten Tim Klüssendorf, der zugleich Generalsekretär der Bundes-SPD ist. Klüssendorf gratulierte dem neu gewählten Kreisvorstand und wünschte ihm viel Erfolg für die bevorstehende Arbeit. Zugleich wurde deutlich, welche Bedeutung der kommunalen Parteiarbeit gerade in politisch anspruchsvollen Zeiten zukommt: Die SPD müsse vor Ort sichtbar, ansprechbar und handlungsfähig bleiben – als Partei, die zuhört, konkrete Lösungen anbietet und soziale Sicherheit in den Mittelpunkt stellt. Mit Blick auf die kommende Landtagswahl im nächsten Jahr ist der neu gewählte.
Kreisvorstand damit zugleich gefordert, die SPD Lübeck organisatorisch und politisch gut aufzustellen. Die Lübecker SPD will die kommenden Monate nutzen, um sozialdemokratische Positionen vor Ort weiter zu schärfen, Mitglieder einzubinden und deutlich zu machen, wofür sie steht: für bezahlbares Leben, gute Arbeit, starke öffentliche Infrastruktur, soziale Sicherheit und eine demokratische Stadtgesellschaft.
Neben den Vorstandswahlen stand die inhaltliche Arbeit im Zentrum des Kreisparteitags. Die Delegierten berieten und beschlossen mehrere Anträge. Unter anderem ging es darum, Frauen konsequenter vor jeglicher Form von Gewalt zu schützen. Damit unterstrich die SPD Lübeck, dass Gewaltschutz, Gleichstellung und Sicherheit im Alltag keine Randthemen sind, sondern zentrale Aufgaben sozialdemokratischer Politik.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete ein gesundheitspolitischer Antrag zu den aktuellen Einsparvorschlägen aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die SPD Lübeck machte deutlich, dass Reformen im Gesundheitswesen notwendig sein können, diese aber nicht einseitig zu Lasten von Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern, Patientinnen und Patienten, Familien sowie Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegebereich gehen dürfen.
Kritisch bewerteten die Delegierten insbesondere geplante Leistungskürzungen, höhere Zuzahlungen, Einschränkungen beim Krankengeld, Einschnitte beim Kinderkrankengeld sowie Belastungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Auch eine Schwächung der Pflege, zusätzliche Bürokratie und eine weitere Entsolidarisierung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wurden deutlich abgelehnt.
Die SPD Lübeck fordert stattdessen eine solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens. Dazu gehören aus Sicht des Kreisverbandes eine stärkere Verantwortung des Bundes bei versicherungsfremden Leistungen, eine gerechtere Beteiligung hoher Einkommen, eine stärkere Einbindung der Pharmaindustrie sowie langfristig die Umsetzung einer Bürgerversicherung.
Sandra Odendahl und Markus Ameln erklärten nach ihrer Wiederwahl: „Wir bedanken uns sehr für das Vertrauen der Delegierten. Die SPD Lübeck steht für soziale Gerechtigkeit, demokratischen Zusammenhalt und eine Politik, die nah an den Menschen ist. Gerade jetzt braucht es eine starke Sozialdemokratie vor Ort; verlässlich, klar in der Haltung und offen für die Anliegen der Menschen in unserer Stadt.“
Mit Blick auf die kommenden Aufgaben betonten sie: „Der Kreisparteitag hat gezeigt: Die SPD Lübeck ist inhaltlich stark, engagiert und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen die kommenden Monate nutzen, um uns gemeinsam gut aufzustellen – für die Arbeit im Kreisverband, für die kommunalen Herausforderungen in Lübeck und mit Blick auf die kommende Landtagswahl.“
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Kommentare zu diesem Text (2):
Peter Menken
schrieb am 28.4.2026 13.05 Uhr:
Ein ganz wesentlicher Schritt für die solidarische Entlastung der Arbeitnehmer wäre ja die Übertragung der Krankenkassenbeiträge für Bürgergeldempfänger an den Bundeshaushalt, sodass auch PKV-Versicherte diese gesamtgesellschaftlichen Leistungen mittragen.
Eigentlich eine Kernposition der SPD, wird aber ausgerechnet vom SPD-Finanzminister blockiert. Völlig unverständlicherweise.
Hat sich die Lübecker SPD hier wenigstens im Sinne der Arbeitnehmerinteressen positioniert? In der Mitteilung steht komischerweise dazu nichts, obwohl es ein großer und naheliegender Schritt zu mehr Gerechtigkeit wäre.
Henry Armitage
schrieb am 29.4.2026 9.15 Uhr:
Zum Thema "soziale Sicherheit":
Krankenkassen werden vor allem über lohnbasierte Beiträge finanziert.
Wer arbeitet, zahlt zusammen mit dem Arbeitgeber ein.
Wer nicht arbeitet, zahlt auch nicht ein.
An dieser Stelle kommt die Frage auf, wie viele schlecht integrierte Menschen stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung? Warum gibt es ein Finanzierungsproblem zwischen GKV und dem Bund.
Die Gesundheitskosten für Flüchtlinge und Bürgergeldempfänger liegen bei rund 12 Milliarden Euro, nach Daten der Bundesagentur für Arbeit (Stand 2024/2025) haben mehr als die Hälfte der Menschen, die Bürgergeld beziehen, einen Migrationshintergrund.
Wer solche Leistungen über Jahre zulasten der Beitragszahler finanzieren lässt, gefährdet die Akzeptanz und Stabilität des solidarischen Systems.
Der absolute Oberknaller und völlig unverständlich ist jedoch, das ab 2028 die bislang kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern wegfallen sollen.
Jedoch gilt dies nicht für das "Bilaterale Sozialversicherungsabkommen", welches in den 60er Jahren z.B. zwischen Deutschland und der Türkei geschlossen wurde.
Bis heute gilt, das ein türkischer Arbeitnehmer in Deutschland seine in der Türkei lebende Familie kostenfrei mitversichern kann.
Wie will man das noch sachlich den Beitragszahlenden erklären?
Warum wird der deutsche Michel gemolken, während auf der anderen Seite extrem hohe Summen ausgegeben werden, um Menschen zu alimentieren, die nie einen Cent eingezahlt haben und es auch nie tun werden?
Wie soll ein Solidarsystem da tragfähig bleiben, wenn man nicht langsam, aber sicher eine Grenze zieht?
Selbige Frage bezieht sich auf den Wohnungsmarkt: Wie kann es sein, das die letzten Löcher inzwischen zu Preisen vermietet werden können, die exorbitant hoch sind?
Beispiel: Ein alleinstehender Mensch mit mittlerem Einkommen, oder Rentenbezug hat aktuell doch auf dem Wohnungsmarkt verloren. Mein Vater hat eine Rente, die ihn zwingt einen Mietzuschuss beim Amt zu beantragen. Trotz einem Leben voller Arbeit. Seine Frau ist verstorben, dadurch ist die Wohnung plötzlich ein paar Quadratmeter zu gross. Da es sich um einen Altmietvertrag handelt, ist die Miete noch sehr günstig. Das Amt sagt jedoch: Eigentlich ist die Wohnung nun zu groß. Sie müssen sich was kleineres suchen.
Das Problem daran ist jedoch: Neue Mietverträge, selbst für kleinere Wohnungen, sind teurer als der bestehende alte Mietvertrag. Dadurch werden alte Menschen jedoch in eine Situation gebracht, die so paradox ist, das man glaubt im falschen Film zu sein.
Ich war Jahre lang Mitglied der SPD.
Und mein Herz hängt noch immer an dieser Partei, keine Ahnung warum.
Seht zu, dass ihr endlich wieder Profil bekommt, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle unangenehm wird.
Und überlasst das Feld nicht den Demagogen vom rechten Rand.
Es war Helmut Schmidt, der folgende Worte sagte: „Die Politiker sind zum Dienst am öffentlichen Wohl berufen – dazu sind sie gewählt.“
Im selben Kontext äußerte er im Jahre 2005: „Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung, für die die Politik verantwortlich ist.“ Es sei deshalb falsch, Ausländer für die Arbeitslosigkeit verantwortlich zu machen. Diejenigen, die sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollten oder könnten „hätte man besser draußen gelassen“.
Auch das sollte ein Thema für die Sozialdemokraten sein, wenn man Realpolitik betreiben möchte.