Neue Korvette auf den Namen Lübeck getauft

Lübeck: Archiv: Mit der Taufe der fünften Korvette der Klasse 130 wurde am Mittwoch ein bedeutender Meilenstein in einem der aktuellen Schiffbauprogramme für die Deutsche Marine erreicht. Huong Nguyen, Partnerin des Lübecker Stadtpräsidenten Henning Schumann, taufte am Hamburger Rheinmetall-Standort Blohm+Voss das rund 89 Meter lange Schiff auf den Namen LÜBECK.


Bürgermeister Jan Lindenau, Stadtpräsident Henning Schumann und Taufpatin Huong Nguyen mit Vizeadmiral Axel Deertz, Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, und Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems. Foto: Oswald Becker

Die Taufzeremonie erfolgte im Beisein von Vizeadmiral Axel Deertz, Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Jürgen Giefer, Direktor beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau.


Die Taufe wurde vom Lübecker Shantychor Möwenschiet begleitet. Foto: Oswald Becker

Im Anschluss an die Taufe wird die LÜBECK planmäßig in Hamburg endausgerüstet in Betrieb genommen und durchläuft in der Folge alle notwendigen Funktionsüberprüfungen und Abnahmen in Abstimmung mit den Fachbereichen des öffentlichen Auftraggebers und der Deutschen Marine.

Die neuen Einheiten sind insbesondere für küstennahe Operationen konzipiert und damit für die Aufklärung und die Seezielbekämpfung vor allem in Nord- und Ostsee geeignet.

Jan Lindenau, Bürgermeister der Patenstadt Lübeck: „Dass die Korvette den Namen unserer Stadt trägt, ist uns eine Ehre und zugleich auch ein Signal der Verbundenheit mit unseren Streitkräften, die einen wichtigen Dienst für die Sicherheit unseres Landes und den Frieden in der Welt leisten. Ich freue mich, dass die Marine den Namen unserer Hansestadt repräsentiert und somit auch als Botschafterin für eine traditionsreiche, weltoffene Hafenstadt fungiert.“

Die neuen Korvetten werden durch die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) K130 unter Federführung der Rheinmetall-Division Naval Systems in Zusammenarbeit mit TKMS und German Naval Yards Kiel gefertigt.
Die neue Korvette der Deutschen Marine wurde am Mittwoch auf den Namen Lübeck getauft. Foto: Felix Matthies/Rheinmetall Naval Systems
Die neue Korvette der Deutschen Marine wurde am Mittwoch auf den Namen Lübeck getauft. Foto: Felix Matthies/Rheinmetall Naval Systems

Text-Nummer: 179224    Autor: Rheinmetall/red.    vom 29.4.2026 15.16 Uhr

Kommentare zu diesem Text (11):

Klugscheißer

schrieb am 29.4.2026 18.24 Uhr:
Was für ein hässliches Schiff!
Da sieht man wer hier die Kriegstreiber sind.
Nie wieder Krieg von Deutschen Boden.

Realist

schrieb am 29.4.2026 19.10 Uhr:
@ klugscheisser: Selten dämlicher Kommentar.

Dr. P. Voeltz

schrieb am 29.4.2026 22.36 Uhr:
Schönheit von Schiffen - wie auch andere „Schönheiten“- sind Geschmacksache. Aber bei einer Korvette kommt es nicht auf pazifistische Schönheitsideale sondern auf ihre militärische Zweckmäßigkeit an. Und solche Schiffe werden besonders -im Vergleich zu Fregatten- für den Einsatz in küstennahen Gewässern benötigt. Diese Klasse dient also vorrangig unserer Verteidigung (und wieder der „Kalte-Krieg-Abschreckung“?) in der Ostsee.
🩺Marineoberstabsarzt d.R. (nur Wehrpflichtiger gewesen!).

andre klar

schrieb am 30.4.2026 2.05 Uhr:
Die allerletzte Korvette von 10 der Braunschweig-klasse auf den Namen Lübeck zu taufen passt.
Die erste Korvette dieser Reihe wurde 2008 vom Stapel gelassen, hier wird also 20 Jahre alte Technik zum Ende des Lebenszyklus eines Produktes mit dem Namen "Lübeck" versehen und als neues Produkt vom Stapel gelassen. Da hätte ich keinen besseren Namen finden können, evtl noch passender wären "Fred Feuerstein", "Barni Geröllheimer" oder "Jan Lindenau"

Ohje

schrieb am 30.4.2026 6.55 Uhr:
@Klugscheißer
Früher waren Kriegsschiffe groß und prunkvoll und dienten in erster Linie der Eroberung und dem Erweitern des nationalen Handelsraums. Heute sind sie zweckmäßig und nicht nach Schönheitsidealen konstruiert, weil sie einen anderen Zweck dienen. Umgangssprachlich heißen sie immer noch Kriegsschiff, aber den Unterschied verstehen manche Leute nicht, weil Ideologien die Denkfähigkeit beschränken. Auf jeden Fall entspricht Ihr Kommentar vollumfänglich dem zweiten Teil Ihres Nicknames. Ohje.

Andrea Clara

schrieb am 30.4.2026 8.17 Uhr:
@Andre Klar
Man kann immer einfach draufhaun, gerne auch mal personalisiert und unter die Gürtellinie. Warum ist Lübeck erst jetzt dran? Ganz einfach: es gab bis vor kurzem die Fregatte Lübeck. Da kann sich die Stadt geehrt fühlen, dass bereits nach so kurzer Zeit ein neues Schiff auf den Namen der Stadt getauft wird. Aber es ist einfach, unqualifizierte Kommentare abzugeben, wenn man nichts intelligentes zu sagen hat.

Zwilling

schrieb am 30.4.2026 8.28 Uhr:
. . . Dass die Korvette den Namen unserer Stadt trägt, ist uns eine Ehre und zugleich auch ein Signal der

Verbundenheit mit unseren Streitkräften, die einen wichtigen Dienst für die Sicherheit unseres Landes und den

Frieden in der Welt leisten. Ich freue mich, dass die Marine den Namen unserer Hansestadt repräsentiert und

somit auch als Botschafterin für eine traditionsreiche, weltoffene Hafenstadt fungiert . . .


... und Reinhard Mey singt: NEIN - meine Söhne geb ich nicht ... und Nicole mit Gitarre

. . . mit "weltoffen" meint er bestimmt die unzähligen Baustellen ...

Abdul Raheem

schrieb am 30.4.2026 8.29 Uhr:
Ansonsten empfehle ich das Auswandern in die USA. Trump lässt die nächste Kriegsschiff-Generation der US Marine explizit nach ästhetischen Gesichtspunkten designen und behält sich vor, selber mitzureden. Commanding Designer in Chief oder so. Viel Spaß drüben!

"Die Defiant werde „das größte, tödlichste und vielseitigste und das am besten aussehende Kriegsschiff überall auf den Weltmeeren“ sein."

https://de.wikipedia.org/wiki/Trump-Klasse

Hans Dampf

schrieb am 30.4.2026 8.53 Uhr:
@Klugscheißer
Bauen Sie doch eine in Ihren Augen hübschere Korvette für 240 Mio Euro, dann unterhalten wir uns nochmal!

@andre klar
OK, wahrscheinlich wirkte das witzig, als Sie das geschrieben haben. Hauptsache was mit Lindenau, haha. Veraltet und doof, haha. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie sich die Mühe machen zu erfahren, dass das erste Schiff der Braunschweig-Klasse von 2008 stammt und gleichzeitig glauben, dass alle folgenden Schiffe bis heute auf dem Stand von 2008 sind. Nee, das wäre zu peinlich, das würden Sie nicht glauben, bin ich mir sicher.

Petersen

schrieb am 30.4.2026 10.02 Uhr:
Moin! Schiffbauer hier. Kriegsschiffe sind hässlich. Es sind Tötungsmaschinen, denen man ihren Zweck ansieht. Ehrliche Seeleute in der christlichen Seefahrt blicken traditionell auf Marineangehörige hinab. Manche behaupten es sei ein notwendiges Handwerk, aber niemand kann leugnen, dass es ein Schmutziges ist.

"die einen wichtigen Dienst für die Sicherheit unseres Landes und den Frieden in der Welt leisten."

Und da liegt das Problem. Beispiel Somalia: Europäische Fischtrawler haben die Küste komplett leergefischt. Als die Fischer angesichts des Hungertodes dann zu Piraten wurden, kamen nach deutschen Fischtrawlern, deutsche Kriegsschiffe.

Mit Gewalt werden andere Länder von Deutschland ausgebeutet. Und Bundeswehr und Marine werden dafür genutzt. Wir erzählen uns nette Geschichten von Demokratie und Frieden um darüber hinweg zu täuschen, dass wir nicht besser als die USA oder China sind.

Es wäre schön, wenn die Bundeswehr eine demokratische Armee des Volkes wäre. Ist sie leider nicht.

Greift also nicht jene an, die das kritisieren, sondern jene, die die Bundeswehr zu einem Gewaltwerkzeug deutscher Konzerne gemacht haben und eine Demokratisierung blockieren.

Neurotransmitterin

schrieb am 30.4.2026 10.19 Uhr:
Ich bin immer wieder überrascht, wie „stolz“ einige sind, wenn es ums Aufrüsten geht. Liebe Leute, wenn wir mehr Militär brauchen, heißt es, dass wir nicht in der Lage waren, diplomatisch Position einzunehmen. Bedeutet: 80 Jahre nach unserem Versagen waren wir auf einem guten Weg und mittlerweile sind wir wieder dort angekommen, wo wir nie wieder hinwollten. Diesmal sind es dann andere angebliche Feinde. Und wie sehr Schrecken wir angeblich wen ab, der über Atomwaffen verfügt? Das kommt mir vor, wie Jugendliche Teenies, die sich aufplustern und einen auf „dicke Hose“ machen - aber es steckt einfach nichts dahinter. Ein Tag Krieg und alle würden in einer Psychatrie landen, die übrigens überfüllt wäre, weil Standorte geschlossen werden, Personalmangel herrscht, weil Arbeitsbedingungen schlecht sind … und vllt stellt man dann ja fest, was die Regierung alles schlecht gemacht hat und euch den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass das alles nötig ist. Ihr seid genau so manipuliert worden, wie bereits vor 80 Jahren….
Stolz sollten wir alle auf die Straße gehen und für Frieden einstehen, denn hier liegt die echte Macht, die wir in einer Demokratie haben.
Sei doch bitte kein Schaf!