Spendenaufruf nach Einbruch bei der Flüchtlingshilfe
Lübeck - St. Lorenz Nord: Stefan Schenk war schon auf dem Weg zu einem Kunden, als Mittwochmorgen um 7.30 Uhr das Telefon klingelte. Der Sicherheitsdienst der Lübecker Maschinenbau Gesellschaft war dran. Schenk ist ehrenamtlicher Leiter der Lübecker Flüchtlingshilfe und in die Räumlichkeiten auf dem Gelände der Gollan-Werft war nachts eingebrochen worden.„Ich bin sofort hin. Die Feuerschutztür war brutal aufgebrochen und drinnen herrschte Verwüstung. Computer und Kleidung fehlten, vor allem Neuware. Obwohl es nicht der erste Einbruch war, ist es dieses Mal ein echter Schock, weil randaliert wurde“, so Stefan Schenk.
Auf den Kameraaufzeichnungen ist eine Person mit weißem Pullover zu erkennen. Die Bilder zur möglichen Identifizierung wurden an die Kriminalpolizei weitergeleitet. Die Person schien vorbereitet.
Shivam Tokhi, Vorsitzender der SPD im Viertel, meint dazu: „Der Einbruch bei der Lübecker Flüchtlingshilfe passiert ausgerechnet bei denen, die helfen. Nicht nur gehen von hier aus regelmäßig Direkthilfen aus Lübeck in die Ukraine. Beim ersten Lübecker Wohlfühlmorgen im Februar 2026 hat sich gezeigt, dass die Flüchtlingshilfe mit der Kleiderkammer eine zentrale Institution für alle Bedürftigen in Lübeck ist.“ Im selben Monat hatte Tokhi zusammen mit der Lübecker Flüchtlingshilfe und der deutsch-ukrainischen Gesellschaft DACH e. V. die Lübecker Ukraine-Demo am 24. Februar 2026 auf dem Markt initiiert und durchgeführt. Auch da kamen nicht wenige Spenden für die Flüchtlingshilfe zusammen. „Stefan steckt das alles 1:1 in das Hilfsmaterial“, sagt Shivam Tokhi.
„Ich weiß genau, weshalb ich das ehrenamtlich mache“, sagt Stefan Schenk, „aber jetzt müssen wir in neue Sicherheitstüren investieren, damit das Material sicher ist und wir Menschen in Lübeck und der Ukraine weiter unterstützen können.“
Der Lübecker Flüchtlingshilfe e. V. freut sich über Spenden für die Türen und weitere Sicherheitsmaterialien. Auch Sachspenden, die die Sicherheit und Überwachung verbessern, sind sehr willkommen, genauso wie jede und jeder, die sich damit auskennen.
Informationen und Kontakt gibt es unter oder direkt bei Stefan Schenk unter Tel. 0179/2915628.

Shivam Tokhi und Stefan Schenk zeigen die aufgebrochene Tür. Bild: SPD Vorwerk-Brolingplatz-Waisenhof
Text-Nummer: 179228 Autor: SPD Vorwerk vom 29.04.2026 um 18.41 Uhr
