Neues Bildungshaus: Rolltreppen kommen weg
Lübeck - Innenstadt: Das ehemalige Karstadt Haus B am Schrangen wird seit Anfang Januar zu einem Schulstandort umgebaut. Langsam verschwinden die Hinweise auf eine Nutzung als Warenhaus. Am Donnerstag startete der Ausbau der Rolltreppen.Aktuell sind eine Abrissfirma und ein Spezialunternehmen für Fahrtreppen in dem Gebäude unterwegs. Es gibt viel zu tun. Neben der Entkernung wird der vollständige Abbruch der 4. und 5. Ebene vorbereitet, um stattdessen zwei Vollgeschosse als fachwerkbasierte Holzkonstruktion neu zu bauen, um den Flächenbedarf abzudecken. In der Mitte des neuen Hauses entsteht ein Atrium, im ehemaligen Übergang zum Haus A ein Fahrrad-Parkhaus.
Am Donnerstag kamen erst einmal die rund sechs Meter langen und über vier Tonnen schweren kleinen Rolltreppen vom Haus A zum Übergang an den Haken. Sie wurden angehoben und mit einem Gabelstapler entfernt. Ab Dienstag werden die großen Rolltreppen des ehemaligen Warenhauses abgebaut.
Die Arbeiten liegen nach Angaben der Stadt im Zeitplan. Der rund 50 Millionen Euro teure Umbau soll im Jahr 2028 abgeschlossen werden.
Am Freitag, 8. Mai 2026, werden Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einem Stand an der Ecke Breite Straße/Schrangen von 12 bis 15 Uhr über die Neugestaltung des Schrangen.
Seit Donnerstag werden die Rolltreppen im ehemaligen Karstadt Haus A entfernt. Fotos: VG
Text-Nummer: 179236 Autor: VG vom 30.04.2026 um 10.45 Uhr

Kommentare zu diesem Text:
Quo Vadis Lübeck?
schrieb am 30.04.2026 um 12.10 Uhr:
Ein Bildungshaus in einer Fuß/Flanier und Einkaufszone ist der letzte Sargnagel, den den Sarg mit der Attraktivität der Innenstadt unwiderruflich schließt.
Merkt denn das keiner, dass hier eine Stadt systematisch ruiniert wird?
Waldner Wagelmar
schrieb am 30.04.2026 um 13.36 Uhr:
Also Investitionen in Bildung sind KEIN Sargnagel, sondern richtig und wichtig!
Hören sie auf den Achtzigern in Zeiten von Onlineshopping und Co. hinterherzulaufen.
In futurum vado
schrieb am 30.04.2026 um 13.47 Uhr:
Ein Bildungshaus ist genau das, was eine sich verändernde Innenstadt hervorragend gebrauchen kann.
Merkt denn das keiner, dass alle Städte (nicht nur Lübeck) systematisch am Festhalten an veralteten Mustern und Nutzungskonzepten ruiniert werden?
J. Gerwien
schrieb am 30.04.2026 um 16.05 Uhr:
@Quo Vadis Lübeck:
Wo liegt das Problem drin, dieses kleinere der beiden Häuser nun einer anderen Nutzung zuzuführen?
Nur zur Erinnerung: nebenan steht ein großes Kaufhaus leer, da finden sich für die vorhandenen Etagen keine Mieter. Der Lichthof war mal eine Einkaufspassage, und hat nun auch noch jede Menge Flächen frei, die aktuell keiner haben möchte.
Haerder-Center: komischerweise auch noch sowas.
Ein Sargnagel ist die Umwidmung dieser Einzelhandelsfläche nun definitiv nicht, die Nägel bringen der Trend zum Onlineshopping und die entsprechende Wirtschaftslage bei vielen Einzelhändlern viel eher mit.
Holger Dickbauch
schrieb am 30.04.2026 um 20.07 Uhr:
Hätte man die Rolltreppen nicht drinlassen können, damit auch mein kleiner Pommespanzer ein realistische Chance hat, die Klassenräume zu erreichen?
Karl K.
schrieb am 04.05.2026 um 04.57 Uhr:
@Waldner Wagelmar (schrieb am 30.04.2026 um 13.36 Uhr)
"Hören sie auf den Achtzigern in Zeiten von Onlineshopping und Co. hinterherzulaufen"
Ach, daher ist der Citty Park auch immer extrem gut besucht, wegen dem "Onlineshopping" und das sogar Wochentags am Nachmittag. Da sind wohl alle in den Achtzigern stehengeblieben.
Könnten die Ursachen nicht woanders liegen?
Z. . an Kunden, die Jahrzehnte die Innenstadt besucht haben, um sich "vor dem Kauf zu informieren, beraten zu lassen, oder z. B ein Parfüm auch mit der Nase zu testen" und nun aufgrund des eklatant gefallenen Niveaulevels , der Leerstände und der unzähligen uninteressanten Shops abgestoßen fühlen und dei Stadt nicht mehr besuchen?
Nur zur Info: Alle meine behandelnden Ärzte, sind aus der Innenstadt weggezogen und haben sich außerhalb niedergelassen. Diese führen keinen Onlineshop oder liefern nach Hause. Ebenso wie alle (!) Restaurants , die ich über viele Jahre besucht habe, sind geschlossen.
Dafür gibt es unzählige Barbiere, Shishabars, 1€ Läden, Wettbüros und Spielhallen. Mir sagten einige Frauen im Bekanntenkreis, daß sie nach 16:00 auf keinen Fall mehr die Stadt besuchen und zwar aus Vorsicht.
Das soll das "neue Lübeck" sein zum "Flainieren und Erleben......?"
Karl K.
schrieb am 04.05.2026 um 04.58 Uhr:
@In futurum vado (schrieb am 30.04.2026 um 13.47 Uhr)
"Merkt denn das keiner, dass alle Städte (nicht nur Lübeck) systematisch am Festhalten an veralteten Mustern und Nutzungskonzepten ruiniert werden?"
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Nein, die Nutzung hat sich gewaltig verändert und zwar nicht in Richting "Moderne" sondern Ideologie. Denn "festgehalten" an den Läden und Shops, die man mal hatte, hat man ja gerade nicht- und es ist mehr Leerstand als je zuvor!Also genau umgekehrt.
Was mir völlig unbegreiflich ist, ist die Annahme das man Bildung unbedingt in der "Innenstadt" haben muß. Seit vielen Jahren ist die Gewerbeschule in der Georg Kerschensteiner Straße, wo ohne Probleme unterrichtet wird. Wieso muß es jetzt in der Innenstadt "Bildung" sein?
Meiner Ansicht nach , hätte man eine große , moderne Shopping Mall mit angegliedertem Parkhaus, Springbrunnen im Atrium innen und jeder Menge Bistros und Restaurants mit interessanten Shops dort geben müssen, wo alle sich aufhalten , Kaffee trinken und stöbern können.
Sehen Sie sich den Citty Park doch an mit der Vielseitigkeit:
"Kleidung jeglicher Art , Elektrogeräte, Aldi -Supermarkt, Brillenstudio, Schmuck, Uhrenshop, Eis, Zeitschriften, Handys, deutsche Küche , griechische Küche italienische Küche, ,eine große Junge-Bäckerei, überall Fachberatung, Bistros, die UNI hat sogar dort eien Zweigstelle mit Mitarbeitern zum Blut spenden , usw."
Das bringt Menschen dorthin. Nicht der "Leerstand oder Bildung"
Felix
schrieb am 04.05.2026 um 11.59 Uhr:
@Karl K.
Mit Verlaub, das ist doch Blödsinn.
Sie schreiben "Nein, die Nutzung hat sich gewaltig verändert und zwar nicht in Richting "Moderne" sondern Ideologie. Denn "festgehalten" an den Läden und Shops, die man mal hatte, hat man ja gerade nicht- und es ist mehr Leerstand als je zuvor!"
Wenn für Sie Bildung ernsthaft "Ideologie" ist, sollten Sie sich grundsätzlich hinterfragen. Und wer ist denn "man" an dieser Stelle? Sie können doch ein verändertes Konsumentenverhalten nicht auf die realen Probleme des Leerstands schieben und dann die Politik oder andere Akteure zum Handeln auffordern. Das ist übrigens kein Lübecker Problem, sondern betrifft so ziemlich jede deutsche Innenstadt. Und dass Online-Shopping und absurde Mieten von Immobilienhaien maßgeblich dafür verantwortlich sind, können nicht einmal Sie abstreiten. Und natürlich kann ein großer Gewerbepark außerhalb der Stadt günstiger, leichter und konzentrierter Dinge anbieten.
Ein verändertes Konsumverhalten wird z.B. auch Ihre Restaurants betreffen.
Und ja: Ganz ehrlich - dann fahren Sie doch zum Citti-Park oder LUV zum Shoppen. Und eben genau deswegen ist es doch so wichtig, die Innenstadt anderweitig (z.B. mit Bildung, kulturellen Angeboten und Co.) zu beleben.
Weiterhin schreiben Sie: "Meiner Ansicht nach , hätte man eine große , moderne Shopping Mall mit angegliedertem Parkhaus, Springbrunnen im Atrium innen und jeder Menge Bistros und Restaurants mit interessanten Shops dort geben müssen, wo alle sich aufhalten , Kaffee trinken und stöbern können."
Und diese Shopping-Mall wäre dann genau der Tod der kleinen Cafés und Shops in der Hüx- und Fleischhauerstraße. Das ist doch auch nur von 12 bis mittag gedacht; zumal doch keiner ernsthaft diesen Massenverkehr auf solche eine Mall mitten in der Stadt bräuchte. Und so eine Mall nennt nennt sich übrigens Haerder-Center. Dass das gefloppt ist, muss man Ihnen nicht erklären.
Und abschließend: Nur Konsum bringt Menschen nicht an Orte. Wer das im Jahr 2026 in einer konsumsatten Gesellschaft nicht verstanden hat, sollte tatsächlich aufhören an veralteten Mustern festzuhalten.
Denken Sie eine Innenstadt doch mal abseits des Massenkonsums. Tun Sie sich damit so schwer?
Karl K.
schrieb am 05.05.2026 um 15.21 Uhr:
@Felix
Oh, Herr Felix, jetzt werfen Sie alle Themen komplett Durcheinander; zum großen Teil Dinge, die so gar nichts mit dem Thema gemein haben.
1. "Massenkonsum" in Verbindung mit der Innenstadt in HL auch nur zu Denken, ist ein schlechter Scherz.
2. Das genaue Gegenteil ist ja seit Jahren der Fall und das Problem: "Immer mehr und extremerer Leerstand"
3.Ideologie , die nichts mit Bildung (!) zu tun hat,( das hatten Sie völlig falsch interpretiert), hat in HL Einzug gehalten. Denn die "alten Sichtweisen und Vorgehensweisen " wie Sie ja in Lübeck allen Kritikern hier vorwarfen, fanden gar nicht statt, bzw. , wurden seit Langem nicht mehr umgesetzt. Stattdessen: Plastikbänke , graue Betonblumenkübel, verkehrsarme Beckergrube, Fahrverbote...usw, "Jagd auf Verkehrssünder. Das waren die "ideologischen Antriebe"und das jahrelang bis heute. Wie lange ist die Beckergrube jetzt gesperrt, wie lange Staub, Dreck und Schutt und kaum Umsätze bei den anliegendne Läden?
Und genau das hat zur riesigen Abwanderung geführt. Es wurde seitens der Kaufleute ständig gewarnt - was passierte? Nichts, es wurde weitergewurstelt, sodaß über Jahre wie in der Beckergrube die Umsätze ausblieben. Also so, "wie SIE beschrieben und nicht wie die Kritiker es wollten"
4. Mit dem gelungenen Beispiel zum großen Erfolg des "Citty Park "wollte ich den eklatanten Unterschied zwischen Leerstand , menschenleerer Innenstadt, uninteressanten Billig-Shops und dem florierenden Handel und wie er "trotz Onlinhandel" funktioniert, klar aufzeigen. Also ist der Onlinehndel nicht der Grund, warum die Innenstadt immer menschenleerer wird - das ist ein Irrtum.Die Menschen wollen in der Freizeit konsumieren,ansehen und "erleben"
Und der "Massenkonsum" ist ja nun seit 1995 in HL ausgeblieben- dafür floriert es wunderbar im Citty Park. Warum? Siehe oben!
HL: Der letzt macht das Licht aus!Gute Nacht!