BfL unterstützen Initiative zur Anpassung der Strandsatzung in Travemünde

Lübeck - Travemünde: Archiv: Die Wählergemeinschaft „Bürger für Lübeck“ (BfL) spricht sich ausdrücklich für die Initiative „Der Oktober gehört uns!“ aus und fordert eine zeitnahe Überprüfung sowie Anpassung der Strandsatzung 2025. Darüber berichtet die BfL in einer Mitteilung. Es geht darum, dass Hunde wieder ab Oktober an den Kurstrand dürfen und nicht erst ab November (wir berichteten mehrfach).

Wir veröffentlichen die Mitteilung der BfL im Wortlaut:

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Die derzeitige Regelung, nach der Hunde erst ab November wieder an den Strand dürfen, stellt aus Sicht der BfL eine unverhältnismäßige Einschränkung für viele Bürger dar. Insbesondere verantwortungsvolle Hundebesitzer sowie Familien werden dadurch unnötig benachteiligt.

„Seit Jahrzehnten wird der Strand im Oktober rücksichtsvoll von Einheimischen und Gästen genutzt – ein funktionierendes Miteinander, das durch die neue Regelung ohne erkennbaren Mehrwert eingeschränkt wird“, erklärt die BfL. Die Vielzahl an Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie über 4.300 Unterschriften unter einer entsprechenden Petition zeigen deutlich, dass hier ein echtes Bedürfnis nach Korrektur besteht.

Die BfL kritisieren zudem, dass trotz öffentlicher Unterstützung einzelner politischer Vertreter bislang keine konkreten Schritte zur Änderung der Satzung erfolgt sind. „Es darf nicht sein, dass tausende Stimmen ungehört bleiben. Politik muss die Lebensrealität der Menschen ernst nehmen und entsprechend handeln“, so die Wählergemeinschaft weiter.

Neben der zeitlichen Einschränkung wird auch die generelle Situation für Hundebesitzer in Travemünde bemängelt. Das begrenzte Angebot an Freilaufflächen sowie Nutzungskonflikte am ausgewiesenen Hundestrand führen zunehmend zu Frustration bei Betroffenen.

Die BfL fordern daher:
– die Aufhebung des Verbots für den Monat Oktober,
– eine ausgewogene und praxistaugliche Regelung für die Strandnutzung,
– sowie eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Einwohnern und Gästen gleichermaßen.

„Travemünde lebt von seiner Offenheit, seiner Lebensqualität und seinem respektvollen Miteinander. Dazu gehört auch eine faire und nachvollziehbare Regelung für alle“, betonen die BfL abschließend.

Die BfL werden das Anliegen politisch begleiten und sich aktiv für eine zeitnahe Lösung im Sinne der Bürger einsetzen.
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Die BfL wollen, dass die Ausweitung des Hunde-Verbots auf den Oktober zurückgenommen wird. Foto: Archiv/HN
Die BfL wollen, dass die Ausweitung des Hunde-Verbots auf den Oktober zurückgenommen wird. Foto: Archiv/HN

Text-Nummer: 179239    Autor: BfL/red.    vom 30.4.2026 15.25 Uhr

Kommentare zu diesem Text (9):

Wauwau 🐕

schrieb am 30.4.2026 15.46 Uhr:
„Verantwortungsvolle Hundebesitzer“ gehören leider mittlerweile zur Minderheit. Da der Oktober Ferienmonat ist und bei entsprechender Witterung sich viele Familien mit kleinen Kindern am Strand aufhalten, haben Tiere dort nichts zu suchen. „Der tut nichts, der will nur spielen“ mag als Aussage in den Meisten Fällen richtig sein, aber das weiß das Kind nicht, das in Anbetracht des heransprintenden Hundes in Panik verfällt. Ganz zu schweigen von den Hinterlassenschaften, die trotz kostenloser Hundekotbeutel zahlreich zurückbleiben.

Trident

schrieb am 30.4.2026 16.01 Uhr:
@wauwau: Der Kommentar bedient nur das übliche Desinformatins-Klischee der „Hundefeinde“. Jahrzehnte wurde der Strand im Oktober problemlos (die gegenteilige Behauptung des Kurbetriebes konnte nicht bestätigt werden!!) als Hundefreilauffläche genutzt. Was also soll sich seit 2025 daran geändert haben?

Wauwau 🐕

schrieb am 30.4.2026 17.36 Uhr:
@ Trident
Man könnte auch sagen, Ihr Kommentar bedient das Klischee der „mein Hund tut das nicht“ Fraktion.

Walle

schrieb am 30.4.2026 19.02 Uhr:
@Wauwau, Sie haben es sehr gut kommentiert…👍

STARLIGHT

schrieb am 30.4.2026 20.20 Uhr:
@wauwau & walle: die Strandfläche ist doch riesengroß. Ist unsere Gesellschaft inzwischen so
„dekadent-hyperhelicoptert“, dass unseren Kindern Angst vor freilaufenden Hunden suggeriert wird?
Die allerwenigsten Hunde sind aggressiv. Es gibt bekanntlich Gefährlicheres für unsere Kinder. Will sagen:
das Thema wird völlig übertrieben diskutiert!

Veterinär-Veteran

schrieb am 30.4.2026 20.47 Uhr:
Fakt ist: Leinenpflicht ist keine artgerechte Hundehaltung. Es ist also aus Tierschutz und nicht aus Tierhalterschutz zu begrüßen, wenn möglichst viele Ausnahmen verfügbar sind. Die vom Leiter des Kurbetriebes vorgetragenen Beschwerden über Belästigungen durch freilaufende Hunde am Strand wurden weder vom Ordnungsamt noch der Polizei bestätigt. Diese Begründung für die Einschränkung entspricht also nicht der Wahrheit. Vielmehr wird berichtet, dass wegen seiner zögerlichen Umsetzung eines Grill- und Campingverbotes
auf dem Hundestrand, es Untätigkeitsbeschwerden über den Leiter des Kurbetriebes gegeben habe. Es wird vermutet, dass diese ihn zu „revanchistischen“ Maßnahmen motiviert haben könnten bei der Neugestaltung der Strandordnung??

Peter Schöttler

schrieb am 30.4.2026 21.41 Uhr:
4300 Unterschriften unter einer Petition? Da ist es natürlich typisch für Herrn Möller, in einer solch großen Gruppe um mögliche Wähler zu buhlen; und ebenso natürlich muß der Begriff "Familie" erwähnt werden -welch ein Unfug.
Die BfL fordern:
– eine ausgewogene und praxistaugliche Regelung für die Strandnutzung,
– sowie eine stärkere Berücksichtigung der Interessen von Einwohnern und Gästen gleichermaßen.
Ja, das unterstütze ich -unter Einbeziehung der Tatsache, daß sich der Oktober als touristisch interessanter Monat verändert hat: neben dem Tag der Einheit ist in vielen Bundesländern inzwischen auch der Reformationstag ein Feiertag, es gibt also potentiell auch im Oktober mehr Touristen am Strand, die nicht so gerne auf die Hinterlassenschaften irgendwelcher Hunde treffen (oder treten) wollen.
Aber egal; den BfL geht es meines Erachtens nach sowieso nur um Populismus und darum, bei der nächsten Kommunalwahl genug Stimmen einzuheimsen, damit der Herr Möller seinen Taschengeld-Posten in der Bürgerschaft behält.
Daher meine klare Meinung: wer bei der nächsten Kommunal-Wahl die BfL wählt muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein.

Veterinär-Veteran

schrieb am 30.4.2026 22.12 Uhr:
P.S.: Zum Thema „Hundekot-Hinterlassenschaften“. Auch ich bin sehr verärgert über Hundehalter die den Kot ihrer Tiere nicht einsammeln und entsorgen, zumal ihnen dieses wirklich leicht gemacht wird. Gestatten Sie mir bitte aber eine Frage: Warum entfernen die Vogelfreunde, die derzeit die Wildgänse im Godewindpark füttern, nicht auch deren zahlreichen(!!) Kot von den Gehwegen? War nicht ganz ernst gemeint!

Andreas Schwarberg

schrieb am 30.4.2026 22.34 Uhr:
Eine sachliche Diskussion sollte weitergeführt werden. Die Negativ - Klischees über das Verhalten von Hunden bzw. unverantwortliche Verhalten der Hundehalter kommt leider immer wieder. Die Mehrheit sieht das anders...

Das weltoffene Travemünde für Lübecker, Travemünder und ihren Gästen mit oder ohne Hund zu erhalten hat einen grossen Wert. Weltoffen heisst auch, miteinander zu reden, nach Lösungen zu suchen und Kompromisse zu finden.

Gesprächsangebote sind vom Bürgermeister genau sowenig angenommen worden wie vom Leiter des Kurbetriebes. Auch in den Ausschüssen der Bürgerschaft war in den Tagesordnungen keine Initiative zur Revidierung des Oktoberverbots zu finden.

Über 4.300 Unterschriften sind den Adressaten keine Reaktion wert. Kein Indiz für eine lebendige Demokratie.