1. Mai: Angst vor Abbau von Arbeitsplätzen
Lübeck: Zum 1. Mai 2026 gingen in Lübeck wieder Hunderte Gewerkschafter und Unterstützer auf die Straße. Sie zogen vom Markt durch die Innenstadt zum Maifest am Gewerkschaftshaus. Statt höherer Löhne stand in diesem Jahr die Angst vor dem Abbau von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt.Der diesjährige 1. Mai steht unter dem Motto „Erst unsere Jobs – dann eure Profite!“. DGB-Regionsgeschäftsführerin Melanie Meyer sagte: „Der 1. Mai ist unser Tag – ein Tag, an dem wir gemeinsam für gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit auf die Straße gehen. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, sichtbar und laut zu sein.“
Unter den Teilnehmern in Lübeck war auch der SPD-Generalsektretär Tim Klüssendorf.
"Hintergrund ist die zunehmende Verunsicherung vieler Beschäftigter", erklärt die Gewerkschaft. "Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert und soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig steigen Anforderungen und Belastungen, während viele Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen."
"Wir sagen klar: Die Interessen der Beschäftigten müssen an erster Stelle stehen. Wer arbeitet und den Laden am Laufen hält, hat Respekt, Sicherheit und gute Perspektiven verdient – nicht immer neue Zumutungen", so Meyer.
Bei den Teilnehmern ging es in diesem Jahr nicht nur um klassische Gewerkschaftsthemen. So waren auch Plakate gegen die Einführung einer Wehrpflicht zu sehen.
Die traditionelle Maikundgebung führte in Lübeck vom Markt über den Koberg zum Holstentor. Fotos: JW, VG
Text-Nummer: 179262 Autor: VG vom 01.05.2026 um 11.01 Uhr
