BfL: Bürgerschaft verweigert pragmatische Integrationspolitik

Lübeck: Die Wählergemeinschaft Bürger für Lübeck (BfL) kritisiert die Ablehnung ihres Antrags zur Prüfung gemeinnütziger Arbeitsgelegenheiten für Asylsuchende durch die Lübecker Bürgerschaft.

Mit den Argumenten „Das bringt nichts“, „Alle sollen sofort regulär arbeiten“ und „Das wäre ein Bürokratiemonster“ habe die Bürgerschaft nach Auffassung der BfL eine Chance vertan, neue und pragmatische Wege in der Integrationspolitik zu prüfen.

„Andere Kommunen wie Salzgitter sowie mehrere Landkreise in Thüringen gehen diesen Weg bereits oder prüfen entsprechende Modelle. Dort wird gehandelt – in Lübeck wird blockiert“, erklärt Lothar Möller, Vorsitzender der BfL und Mitglied der Lübecker Bürgerschaft.

Der Antrag sah vor, zu prüfen, ob arbeitsfähige Asylsuchende, die derzeit keinen Zugang zum regulären Arbeitsmarkt haben, durch gemeinnützige Tätigkeiten stärker in den Alltag eingebunden werden können. "Ziel war es, Tagesstruktur, Sprachpraxis und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern", so die BfL.

„Statt neue Lösungen zumindest ergebnisoffen zu prüfen, hält die Mehrheit in der Bürgerschaft lieber am Status quo fest. Offensichtlich ist man eher bereit, Arbeitslosigkeit zu verwalten, als praktikable Integrationsmaßnahmen ernsthaft zu diskutieren“, so Möller weiter.

Die BfL kündigt an, das Thema weiterhin politisch zu begleiten und auf konkrete Integrationsmaßnahmen statt bloßer Absichtserklärungen zu drängen.

Die Bürger für Lübeck kritisieren die Ablehnung ihres Antrages.

Die Bürger für Lübeck kritisieren die Ablehnung ihres Antrages.


Text-Nummer: 179275   Autor: BfL/red.   vom 03.05.2026 um 09.54 Uhr

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