Projekt: Weniger Energieverbrauch in städtischen Gebäuden

Lübeck: Das europäische Kooperationsprojekt „Flipped Energy Concept to Flip Climate Change“ (Flip-EC) schreitet in Lübeck einer Mitteilung der Stadt zufolge erfolgreich voran. „Seit dem offiziellen Projektstart im Mai 2025 wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden künftig noch wirksamer, praxisnäher und nachhaltiger zu senken“, schreibt die Verwaltung. Dabei geht es auch um das Einbinden der Nutzer. Das wird jetzt in einem Verwaltungsgebäude und in eine

Im Mittelpunkt laut Verwaltung ein Ansatz, „der neben technischer Modernisierung vor allem das Verhalten und die Zusammenarbeit der Menschen in den Gebäuden in den Blick nimmt.“

Analyse alltäglicher Energieroutinen

Im vergangenen halben Jahr hat die Hansestadt Lübeck im Rahmen des durch das EU-Programm Interreg Ostseeraum geförderten Projekts eine dreiteilige Workshop-Reihe umgesetzt. Beteiligt waren Hausmeister, Lehrkräfte, Schüler, Bildungskoordinatoren, Energiemanager, Klimaschutzmanager sowie weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertreter anderer Kommunen aus Schleswig-Holstein.

Ziel der Veranstaltungsreihe war es, alltägliche Energieroutinen in öffentlichen Gebäuden zu analysieren, Hemmnisse für mehr Energieeffizienz sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete, kostengünstige sowie verhaltensorientierte Maßnahmen zu entwickeln. Betrachtet wurden dabei unterschiedliche Gebäudetypen – von Verwaltungsstandorten über Schulen und Kitas bis hin zu Kulturzentren.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten "User-Journey- und Co-Gestaltungs-Ansatz", einer Methode, bei der nicht nur technische Lösungen betrachtet werden, sondern vor allem die Menschen, die ein Gebäude täglich nutzen oder betreiben. Dieser ermöglichte es den Teilnehmern, die Perspektiven von Gebäudenutzenden und Gebäudemanagement besser zu verstehen und gemeinsam realistische Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig wurden Wirksamkeit und Umsetzbarkeit möglicher Maßnahmen bereits mit Blick auf die anstehende Pilotphase bewertet.

Zentrale Handlungsfelder

Acht zentrale Handlungsfelder wurden identifiziert, die für einen geringeren Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden entscheidend sind. Dazu zählen unter anderem klare Zuständigkeiten, bessere Kommunikations- und Monitoringprozesse, stärkere Beteiligungsstrukturen, Qualifizierung von Mitarbeitenden, ausreichende personelle Ressourcen sowie motivierende Anreizsysteme.

Ansätze sollen im Alltag erprobt werden

Aus diesen Ergebnissen entwickelt das Projekt derzeit praxisnahe Werkzeuge und Methoden, die künftig nicht nur in Lübeck, sondern auch in weiteren Kommunen des Ostseeraums und darüber hinaus eingesetzt werden können.

Für die Hansestadt Lübeck stehen bereits die nächsten konkreten Schritte fest: In den Jahren 2026 und 2027 werden zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt – in einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Dort sollen die gemeinsam entwickelten Ansätze im Alltag erprobt, ausgewertet und weiterentwickelt werden.

In den Jahren 2026 und 2027 sollen zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt werden. In einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Foto: Archiv

In den Jahren 2026 und 2027 sollen zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt werden. In einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Foto: Archiv


Text-Nummer: 179305   Autor: Presseamt/red.   vom 04.05.2026 um 14.57 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

der einzig wahre Dissident

(eMail: Kaliber45@yahoo.com) schrieb am 04.05.2026 um 15.25 Uhr:
- für die Beuleuchtung der Beamtenzimmer = Bewegungsmelder einbauen.
- für alle Verwaltungsbüros = die Kaffeemaschinen abschaffen. Kaffee von zu Hause in Thermoskanne mitbringen.

Lino

schrieb am 04.05.2026 um 18.36 Uhr:
Eine wichtige Maßnahme wären Lichtschalter. Ich wohne seit 5 Jahren mit Blick aufs Finanzamt. Dort brennt Tag und Nacht das Licht im Treppenhaus. Baufehler. Da werden Gelder verschwendet. Unfassbar das es einfach hingenommen wird.

Trident

schrieb am 04.05.2026 um 21.11 Uhr:
Mit weniger Energiespar-Kauderwelsch der Pressemitteilung hätte sie auch Normal-Bürger verstanden. Heißt das vielleicht nur: „Der Letzte macht das Licht aus!“ ?

Mocker

schrieb am 04.05.2026 um 22.48 Uhr:
Das Licht muß Tag und Nacht anbleiben sonst wird eingebrochen. Ja wenn das Regenwasser in das obere Klassenzimmer tropft dann hat diese Arbeit vorrang. Beamte sind das wichtigste was wir haben. An zweiter Stelle Papiertiger. Donald hat schon recht gehabt.

Waldner Wagelmar

schrieb am 05.05.2026 um 08.49 Uhr:
Wurde schon richtig langweilig! Eine Kommentarspalte ohne casual Beamtenbashing ist keine Kommentarspalte!

Thomas K.

schrieb am 05.05.2026 um 14.00 Uhr:
Irgendwie bin ich aus dieser nicht mehr zu verstehenden Beamtenposse raus...
Kann mir irgendein Normale diese hochbezahlte Beamtenselbstverwaltung logisch erklären, wenn Begriffe wie: User-Journey- und Co-Gestaltungs-Ansatz noch nicht einmal in neu geschaffene selbst definierte Paragrafen nachvollziehbar begründet werden...
Es ist, glaube ich, einfacher diese "Selbst-Verwaltung" um 50% zu reduzieren und wir hätten in Deutschland ein echtes Einsparpotenzial...

Martin Walter

schrieb am 05.05.2026 um 14.08 Uhr:
Der Umzug von Teilen der Lübecker Stadtverwaltung ab Sommer 2027 in das neue "Sozial-Rathaus" im Gebäude der Deutschen Rentenversicherung (DRV) in der Ziegelstraße 150 ist ein klassisches Beispiel für moderne Verwaltungsoptimierung. Energetisch und organisatorisch betrachtet, ist dieser Schritt – trotz des Umzugsaufwands – als sehr sinnvoll einzustufen.
1. Energetische Sanierung vs. Altbau-Charme
Viele der bisherigen Standorte der Lübecker Verwaltung befinden sich in historischen Gebäuden oder in die Jahre gekommenen Zweckbauten der 60er und 70er Jahre.
Dämmung und Fenster: Das DRV-Gebäude wurde in den letzten Jahren energetisch modernisiert. Im Vergleich zu den oft zugigen Fenstern und ungedämmten Wänden der Altstadt-Liegenschaften ist der spezifische Energiebedarf pro Quadratmeter hier deutlich geringer.
Zentralisierte Heiztechnik: Moderne HLK-Systeme (Heizung, Lüftung, Klima) im DRV-Gebäude arbeiten effizienter als dezentrale, veraltete Kesselanlagen in verstreuten Einzelgebäuden.
2. Flächeneffizienz und Arbeitsplatzkonzepte
Der größte Hebel für Energieeinsparungen liegt oft nicht in der Dämmung, sondern in der Flächenreduktion.
Verdichtung: Durch den Umzug können bisherige Standorte komplett aufgegeben werden. Das spart nicht nur Heizkosten, sondern auch Betriebskosten für Reinigung, Wartung und Sicherheitsdienste.
Shared Desk & Homeoffice: Die neue Technik und moderne Raumaufteilung erlauben flexiblere Konzepte. Wenn Mitarbeiter vermehrt im Homeoffice arbeiten, müssen weniger Quadratmeter permanent beheizt und beleuchtet werden.
Mitarbeiterkapazität: Das Gebäude bietet Platz für mehrere Hundert Arbeitsplätze. Durch eine effizientere Raumplanung (Großraum- oder Kombibüros statt kleiner Einzelzimmer im Altbau) steigt die Anzahl der Mitarbeiter pro beheizter Fläche.
3. Effizienz durch neue Technik
Ein entscheidender Faktor ist die IT-Infrastruktur:
Digitalisierungsschub: Ein Umzug in ein modernes Gebäude geht meist mit einer Erneuerung der Hardware einher. Moderne Serverstrukturen und energieeffiziente Monitore/Laptops senken den Stromverbrauch spürbar.
Smart Building: In modernen Bürogebäuden steuern oft Sensoren das Licht und die Heizung je nach Präsenz. In alten Verwaltungsgebäuden brennt das Licht oft noch auf dem Flur, obwohl niemand da ist – in der Ziegelstraße ist die Technik hier meist einen Schritt weiter.

Harry Hirsch

schrieb am 06.05.2026 um 18.36 Uhr:
@Dentist oder so:
Allgemeines Beamtenbashing mag zwar unwissende Leute befriedigen, ist jedoch wie immer nicht auf alle anwendbar.
Obwohl dieses Waldner Wagelmar erfreut - hat doch geklappt...
Gar kein Kaffee wäre ein Ansatz,denn nach Vorschlag würde die Energieverschwendung nur auf zuhause verlagert, nicht behoben!
Gut bash...