Projekt: Weniger Energieverbrauch in städtischen Gebäuden

Lübeck: Archiv - 04.05.2026, 14.57 Uhr: Das europäische Kooperationsprojekt „Flipped Energy Concept to Flip Climate Change“ (Flip-EC) schreitet in Lübeck einer Mitteilung der Stadt zufolge erfolgreich voran. „Seit dem offiziellen Projektstart im Mai 2025 wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden künftig noch wirksamer, praxisnäher und nachhaltiger zu senken“, schreibt die Verwaltung. Dabei geht es auch um das Einbinden der Nutzer. Das wird jetzt in einem Verwaltungsgebäude und in eine

Im Mittelpunkt laut Verwaltung ein Ansatz, „der neben technischer Modernisierung vor allem das Verhalten und die Zusammenarbeit der Menschen in den Gebäuden in den Blick nimmt.“

Analyse alltäglicher Energieroutinen

Im vergangenen halben Jahr hat die Hansestadt Lübeck im Rahmen des durch das EU-Programm Interreg Ostseeraum geförderten Projekts eine dreiteilige Workshop-Reihe umgesetzt. Beteiligt waren Hausmeister, Lehrkräfte, Schüler, Bildungskoordinatoren, Energiemanager, Klimaschutzmanager sowie weitere Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertreter anderer Kommunen aus Schleswig-Holstein.

Ziel der Veranstaltungsreihe war es, alltägliche Energieroutinen in öffentlichen Gebäuden zu analysieren, Hemmnisse für mehr Energieeffizienz sichtbar zu machen und gemeinsam konkrete, kostengünstige sowie verhaltensorientierte Maßnahmen zu entwickeln. Betrachtet wurden dabei unterschiedliche Gebäudetypen – von Verwaltungsstandorten über Schulen und Kitas bis hin zu Kulturzentren.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem sogenannten "User-Journey- und Co-Gestaltungs-Ansatz", einer Methode, bei der nicht nur technische Lösungen betrachtet werden, sondern vor allem die Menschen, die ein Gebäude täglich nutzen oder betreiben. Dieser ermöglichte es den Teilnehmern, die Perspektiven von Gebäudenutzenden und Gebäudemanagement besser zu verstehen und gemeinsam realistische Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig wurden Wirksamkeit und Umsetzbarkeit möglicher Maßnahmen bereits mit Blick auf die anstehende Pilotphase bewertet.

Zentrale Handlungsfelder

Acht zentrale Handlungsfelder wurden identifiziert, die für einen geringeren Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden entscheidend sind. Dazu zählen unter anderem klare Zuständigkeiten, bessere Kommunikations- und Monitoringprozesse, stärkere Beteiligungsstrukturen, Qualifizierung von Mitarbeitenden, ausreichende personelle Ressourcen sowie motivierende Anreizsysteme.

Ansätze sollen im Alltag erprobt werden

Aus diesen Ergebnissen entwickelt das Projekt derzeit praxisnahe Werkzeuge und Methoden, die künftig nicht nur in Lübeck, sondern auch in weiteren Kommunen des Ostseeraums und darüber hinaus eingesetzt werden können.

Für die Hansestadt Lübeck stehen bereits die nächsten konkreten Schritte fest: In den Jahren 2026 und 2027 werden zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt – in einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Dort sollen die gemeinsam entwickelten Ansätze im Alltag erprobt, ausgewertet und weiterentwickelt werden.

In den Jahren 2026 und 2027 sollen zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt werden. In einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Foto: Archiv

In den Jahren 2026 und 2027 sollen zwei Pilotmaßnahmen umgesetzt werden. In einem Verwaltungsgebäude sowie in einer Schule. Foto: Archiv


Text-Nummer: 179305   Autor: Presseamt/red.   vom 04.05.2026 um 14.57 Uhr

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