Tarifverhandlungen im Einzelhandel ohne Angebot
Schleswig-Holstein: Die erste Runde der Tarifverhandlungen für rund 124.000 Beschäftigte im Einzelhandel in Schleswig-Holstein endete am 4. Mai 2026 ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite. Das teilt die Gewerkschaft ver.di mit.Die Tarifkommission hatte bereits im März einstimmig eine Erhöhung der Entgelte um 225 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütungen um 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten gefordert.
„Wir streben eine schnelle Tarifeinigung an, damit die Kolleginnen und Kollegen bald ihre verdienten Entgelterhöhungen bekommen. Es ist unverständlich und für die Beschäftigten ein Schlag ins Gesicht, wenn Arbeitgeber die Verhandlungen in die Länge ziehen und kein Angebot unterbreiten. Die Preise sind zuletzt wieder massiv gestiegen. Arbeitgeber sollten jetzt den Kolleginnen und Kollegen für ihre harte Arbeit eine angemessene Wertschätzung entgegenbringen und die Löhne und Gehälter deutlich anheben“, sagte Bert Stach, ver.di Verhandlungsführer nach den Verhandlungen.
Die Forderungen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft sind mit den seit Jahren steigenden Lebenshaltungskosten und dem vergleichsweise niedrigen Einkommensniveau im Einzelhandel begründet. "Viele Beschäftigte berichten zunehmend von finanziellen Schwierigkeiten im Alltag", so die Gewerkschaft." Dem gegenüber stehen steigende Umsätze und auch Gewinne der Handelsunternehmen."
Die Tarifverhandlungen sollen am 28. Mai 2026 fortgesetzt werden.

Die Tarifverhandlungen werden am 28. Mai fortgesetzt.
Text-Nummer: 179307 Autor: verdi/red. vom 04.05.2026 um 14.43 Uhr
