UKSH: 2000. Beratung zur Krebsvorsorge
Lübeck - St. Jürgen: Das kostenlose Beratungsangebot zur erblich bedingten Krebsvorsorge des UKSH am Campus Lübeck ist ein großer Erfolg. Jetzt ist die 2.000. Familie im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs beraten worden.Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, sind 2.000 Familien im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs beraten worden. Das zertifizierte Zentrum wurde im Januar 2022 gegründet. Zum Angebot gehören neben der Beratung und genetischen Testung auch das intensivierte Früherkennungs- und Nachsorgeprogramm sowie risikoreduzierende Operationen.
„Wir sind stolz auf eine umfassende Versorgungsstruktur, die Betroffenen weit über Lübeck hinaus zugutekommt“, sagt Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Leiterin des Zentrums.
In Deutschland erkrankt jede achte bis zehnte Frau an Brustkrebs. Von den jährlich ca. 70.000 Neuerkrankungen entstehen fünf bis zehn Prozent aufgrund einer erblichen Veranlagung. Wer einen solchen Gendefekt geerbt hat, muss nicht zwangsweise auch erkranken. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Krebsdiagnose gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht. Neben Brustkrebs tritt in Familien mit erblicher Veranlagung gehäuft Eierstockkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs auf – oft im vergleichsweise jungen Alter.
Unter dem Dach des standortübergreifenden Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein arbeitet das Zentrum am Campus Lübeck eng mit dem zertifizierten gleichnamigen Zentrum am Campus Kiel zusammen. Sie sind die einzigen Einrichtungen dieser Art in Schleswig-Holstein – mit Kooperationen mit Brustzentren in Flensburg, Eutin, Heide und Itzehoe. Das Zentrum am Campus Kiel ist 1997 gegründet worden und gehörte zu den ersten von der Deutschen Krebshilfe geförderten Einrichtungen Deutschlands auf diesem Gebiet.

Das Team des Zentrums begrüßte die 2000. Patientin mit einem Blumenstrauß. Foto: UKSH
Text-Nummer: 179337 Autor: UKSH vom 06.05.2026 um 09.44 Uhr
