Reichsfreiheit und Bürgerfreiheit
Lübeck: Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde lädt am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 18 Uhr in den Audienzsaal des Rathauses ein. Dr. Michael Hundt berichtet über stadtstaatliche Autonomie nach 1226.Der Status als freie Stadt ermöglichte es Lübeck nicht nur, seine herausragende Stellung als Vorort der Hanse zu erlangen und sich im Reichsgefüge zu behaupten, sondern bot auch den Raum für eine einzigartige Entwicklung der inneren Verhältnisse. Bürger und Rat lenkten gemeinsam das Schicksal der Stadt und wirkten weit überregional als Vorbild. Der Vortrag bietet einen Überblick über die nicht immer konfliktfreie Verfassungsentwicklung Lübecks von 1181/1226 bis 1937, die formalen Strukturen und das gelebte Miteinander in der Stadt.
Der Vortrag von Dr. Michael Hundt ist der fünfte einer sich durch das Jahr 2026 ziehenden Vortragsreihe unter dem Titel 1226 – 2026: "Ziemlich viel Freiheit. Stadt und Städtische Autonomie 1226-2026." Der Verein für Lübeckische Geschichte lädt zusammen mit dem Archiv der Hansestadt, dem Bereich Archäologie und Denkmalpflege, dem Europäischen Hansemuseum und dem Lehrstuhl für Regionalgeschichte der CAU Kiel ein, zu entdecken, was die stadtstaatliche Autonomie für die wirtschaftliche, politische und kulturelle Entwicklung Lübecks in den Jahrhunderten nach 1226 bedeutete.

Der sogenannte Bürgerrezess von 1669, eine der bedeutendsten Verfassungsdokumente der Hansestadt Lübeck. Foto: Archiv Hansestadt Lübeck Altes Senatsarchiv Interna 548
Text-Nummer: 179343 Autor: Veranstalter vom 06.05.2026 um 10.45 Uhr
