Sanierung von Schimmel-Schule fast abgeschlossen
Lübeck - St. Jürgen: Die Turnhalle der Kaland-Schule kann nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wieder genutzt werden. Parallel dazu werden die letzten Arbeiten an den Außenanlagen des Schulhofs planmäßig bis zum 22. Mai 2026 abgeschlossen. Damit erreicht ein wichtiger Teil der 11,1 Millionen Euro teuren Gesamtsanierung des Schulstandortes einen erfolgreichen Abschluss. Im Jahr 2018 musste das Gebäude geräumt werden, weil Schimmel entdeckt wurde. Die Decken drohten, den Kindern auf den Kopf zu fallen.„Mit der Fertigstellung der Turnhalle und der Außenanlagen wird die langjährige Sanierung der Kaland-Schule nun erfolgreich abgeschlossen. Nach intensiven Bauphasen, unerwarteten Herausforderungen und großem Engagement aller Beteiligten stehen den Schülerinnen und Schülern, dem Lehr- und Betreuungskollegium und allen weiteren Nutzern endlich wieder alle Bereiche ihres Schulstandortes zur Verfügung“, führt Bausenatorin Joanna Hagen aus. „Besonders freut mich, dass hier nicht nur moderne Lern- und Bewegungsräume entstanden sind, sondern dass Unterricht und Sport auch in einem denkmalgeschützten Umfeld stattfinden können. Die Verbindung von historischer Bausubstanz und zeitgemäßer Ausstattung schafft eine besondere Lernatmosphäre und macht erlebbar, wie Vergangenheit und Zukunft sinnvoll zusammenwirken.“
Die Turnhalle wurde ursprünglich im Jahr 1886 in Betrieb genommen und gehört damit zu den historischen Gebäuden des Schulstandortes. Auch sie steht unter Denkmalschutz. Im Jahr 1962 wurde sie um Umkleide- und Sanitärräume erweitert. Die nun abgeschlossene Sanierung ist Teil der umfassenden Modernisierung der gesamten Kaland-Schule, zu der auch der Ausbau des Dachgeschosses im Schulgebäude gehört.
Zu Beginn der Planungen war vorgesehen, in der Turnhalle vor allem grundlegende Maßnahmen umzusetzen. Dazu zählten die Instandsetzung der Außenfassade aus Verblendmauerwerk, die vollständige Erneuerung der Sanitärbereiche entsprechend den aktuellen Anforderungen an die Trinkwasserhygiene sowie die Trennung der Abwassersysteme. Darüber hinaus wurden die Beleuchtung auf energieeffiziente Leuchtdioden umgestellt, ein Brandschutzkonzept umgesetzt und die Innenräume optisch aufgefrischt.
Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2024 mit der Sanierung der Sanitärbereiche und waren ursprünglich so geplant, dass die Turnhalle bis zu den Herbstferien 2025 fertiggestellt werden sollte. Im Frühjahr 2025 wurde jedoch im nordseitigen Teil des Dachstuhles ein Befall mit Echtem Hausschwamm festgestellt. Dabei handelt es sich um einen holzzerstörenden Pilz, der die Tragfähigkeit von Holzkonstruktionen erheblich beeinträchtigen kann und eine umfassende Sanierung erforderlich macht.
Die Bekämpfung dieses Pilzes erwies sich als aufwendig und machte weitreichende Eingriffe in die Dachkonstruktion notwendig. In diesem Zuge wurden zusätzlich die Dachabdichtung und die Holzschalung vollständig erneuert. Sämtliche Arbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, um die historische Bausubstanz bestmöglich zu erhalten.
Trotz dieser unerwarteten Herausforderungen konnte die Sanierung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Turnhalle steht nun wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung und erfüllt sowohl aktuelle technische Anforderungen als auch den Anspruch, ein historisches Gebäude nachhaltig zu bewahren.
Derzeit werden noch die Außenanlagen im Bereich des Schulhofs fertiggestellt. Aufgrund der notwendigen Gerüste an der Turnhalle konnten diese Arbeiten erst nach deren Abbau erfolgen. Die vollständige Fertigstellung der Außenflächen ist bis zum 22. Mai 2026 vorgesehen.
Die Gesamtkosten für die Sanierung des Schulstandortes Kaland-Schule belaufen sich auf rund 11,6 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 1,1 Millionen Euro auf die Turnhalle.

Mit der Turnhalle ist die Sanierung der Kaland-Schule abgeschlossen. Foto: HL
Text-Nummer: 179347 Autor: Presseamt/red. vom 06.05.2026 um 11.59 Uhr
