Ver.di lehnt Sonntagsöffnung personalloser Supermärkte ab
Schleswig-Holstein: Archiv: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) kritisiert die am Freitag vom schleswig-holsteinischen Landtag beschlossene Änderung des Ladenöffnungsgesetzes. Der Gesetzentwurf wurde von der schwarz-grünen Landesregierung eingebracht und ermöglicht künftig die Sonntagsöffnung personalloser Supermärkte in bestimmten Orten des ländlichen Raums.
Personallose Supermärkte sind aus Sicht von ver.di Nord ein weiterer Schritt hin zu einem digitalisierungsbedingten Stellenabbau im Handel. Mit der Sonntagsöffnung erhalten diese Märkte ein völlig überflüssiges Privileg. Die schwarz-grüne Landesregierung fördert damit faktisch den Abbau von Arbeitsplätzen im Einzelhandel.
„Die Sonntagsöffnung personalloser Supermärkte ist nur ein weiteres Einfallstor zur Aufweichung des verfassungsmäßigen Sonn- und Feiertagsschutzes und zugleich ein Schritt zur Vernichtung von Arbeitsplätzen im Handel. Wir werden rechtliche Schritte prüfen. Dazu zählt auch die Frage, ob die sogenannte Bäderregelung aufgrund der geänderten Rechtsgrundlage nun angefochten werden kann“, erklärte Bert Stach, Fachbereichsleiter Handel von ver.di Nord.
Der Fachbereich Handel lehnt die Öffnung von Geschäften an Sonntagen grundsätzlich ab. Für ver.di hat der Sonn- und Feiertagsschutz eine besondere gesellschaftliche Bedeutung, weil freie Sonn- und Feiertage insbesondere Familien die Möglichkeit geben, gemeinsame Zeit zu verbringen sowie familiäre und soziale Bindungen zu pflegen.
„Die Sonntagsöffnung personalloser Supermärkte ist nur ein weiteres Einfallstor zur Aufweichung des verfassungsmäßigen Sonn- und Feiertagsschutzes und zugleich ein Schritt zur Vernichtung von Arbeitsplätzen im Handel. Wir werden rechtliche Schritte prüfen. Dazu zählt auch die Frage, ob die sogenannte Bäderregelung aufgrund der geänderten Rechtsgrundlage nun angefochten werden kann“, erklärte Bert Stach, Fachbereichsleiter Handel von ver.di Nord.
Der Fachbereich Handel lehnt die Öffnung von Geschäften an Sonntagen grundsätzlich ab. Für ver.di hat der Sonn- und Feiertagsschutz eine besondere gesellschaftliche Bedeutung, weil freie Sonn- und Feiertage insbesondere Familien die Möglichkeit geben, gemeinsame Zeit zu verbringen sowie familiäre und soziale Bindungen zu pflegen.
Kommentare zu diesem Text (3):
Ferdi
schrieb am 8.5.2026 21.08 Uhr:
Ich lehne diese SB-Kioske ab, weil sie weitgehend überflüssig sind und eine unnötige Konkurrenz zum etablierten Handel sind. Dass nun aber ausgerechnet Verdi gegen dieses Geschäftsmodell kämpft, ist an Ironie kaum zu überbieten. Wer über Jahre hinweg den stationären Handel durch überzogene Gehaltsforderungen und immer neue Vorstöße gegen vermeintliche „Arbeitnehmerausbeutung“ in die Enge treibt, darf sich nicht wundern, wenn die Konkurrenz erfinderisch wird und den größten Kostenfaktor eliminiert.
H M
schrieb am 8.5.2026 21.52 Uhr:
Und dann muss ich an die Öffnungszeiten grosser Schwedischer Supermärkte denken.
Montag - Sonntag
07:00 bis 22:00 Uhr
Noch Fragen?
Schlawiner
schrieb am 13.5.2026 14.51 Uhr:
Mit einer hämischen Schadenfreude registriere ich diese Selbsterkenntnis der Unfähigkeit bei ver.di!
Immer zu fordern: "weniger Arbeit - mehr Geld" rächt sich nun!
Arbeitgeber sind nicht per se unendlich geduldig, schon gar nicht dumm!
Nun reagieren sie - und schon ist Alarm und Muffensausen bei den Bonzen!
Finde ich hervorragend!
Bleibt zu hoffen, dass auch die Arbeitnehmer aufwachen und merken, welch Schindluder die Gewerkschaften in Wahrheit mit ihnen treiben und ihnen nun ein erstes "Eigentor" fabrizieren!
Nun geht u.a. ver.di der A(...) mit Grundeis - gut und weiter so!