IHK fordert wirksame Alternativen zur Entlastung
Lübeck: Archiv - 08.05.2026, 16.43 Uhr: Die IHK Schleswig-Holstein begrüßt den Widerstand des Bundesrats bei der sogenannten 1.000-Euro-Entlastungsprämie. "Damit hat die Politik Zeit gewonnen, noch einmal intensiv über den Sinn dieser Prämie nachzudenken und darüber, dass diese Prämie nicht nur zu Steuerausfällen in Bund oder Ländern führt, sondern vor allem die Unternehmen hart belastet", betont Thomas Buhck, Präsident der IHK Schleswig-Holstein."Schon jetzt steht den Betrieben das Wasser bis zum Hals, ihnen fehlt der finanzielle Spielraum für diese einseitig von der Politik erfundene Prämie", so Buhck.
Aus Sicht der Wirtschaft sollte die Politik die Zeit nutzen, sich Alternativen zu überlegen, die Unternehmen und Arbeitnehmer entlasten. Dazu hatte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen bereits den konkreten Vorschlag auf den Tisch gelegt, steuerfreie Boni in Höhe von bis zu 2000 Euro für Überstunden zu zahlen. "Das ist eine vernünftige und zielführende Idee, denn die Unternehmen erhalten eine Gegenleistung durch Mehrarbeit und erhöhte Produktivität und die Beschäftigten mehr Geld für ihre Leistung." Buhck bekräftigt die Ablehnung der "1.000-Euro-Prämie" durch die Wirtschaft und fordert die Politik in Bund und Ländern auf, vor allem die Lage in den kleinen und mittleren Unternehmen zu betrachten und gemeinsam Entlastungen auf den Weg zu bringen.
Thomas Buhck ist Präses der IHL zu Lübeck und Präsident der IHK Schleswig-Holstein.
Text-Nummer: 179412 Autor: IHK vom 08.05.2026 um 16.43 Uhr
