Taufe mit Ostseewasser: Die WindArt 2026 ist eröffnet

Lübeck - Travemünde: Archiv - 09.05.2026, 19.46 Uhr: Besser geht es nicht: Sonne und eine leichte Brise, die die windbewegten Kunstwerke in Aktion versetzte. Am Samstag (09.05.2026) wurde die nun schon 18. Travemünder „WindArt“ eröffnet. Eine Veranstaltung, die Jahr für Jahr neue kinetische Skulpturen ins Seebad bringt. Eröffnet wurde die „WindArt 2026“ von Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchoff.

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Doch zunächst bat Moderator Fritz Toelsner vom Kunstverein um Applaus für „Lübecks Freibeutermukke“. Die Musiker gäbe es schon seit dem Jahr 2000, mehr als 70 Spieler seien dabei, erzählte er und erwähnte auch die bunten, selbst gemachten Kostüme.

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Ein Verein stemmt Travemündes großes Kunst-Event
Nach den ersten Musikstücken war es an Marion Lemke-Stark, 1. Vorsitzende des Vereins für Kunst und Kultur zu Travemünde, die Gäste zu begrüßen. „Nicht die Stadt stellt diese Skulpturen auf, unser Verein macht das alles und da sind wir sehr stolz drauf“, betonte Marion Lemke-Stark. Sie erzählte von den neuen Kunstwerken, „Wildes Gras“ von Rolf Stahr aus Münster/Westfalen in der Vorderreihe. Und der „Mondsichel“ von Andreas Liebelt aus Kiel, die auf der Eselswiese (Bertlingstraße/Außenallee) zu sehen ist. Marion Lemke-Stark dankte allen Stiftungen, Spendern und Unterstützern, die die Veranstaltung möglich machen.

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Die Schwierigkeit mit Kunst im öffentlichen Raum
Zweite Rednerin war Anja Es, die ihre Galerie nur wenige Meter entfernt im Obergeschoss der „Alten Vogtei“ unterhält. Es ist wahnsinnig schwierig, Kunst an öffentlichem Ort zu installieren, „die auf breite Zustimmung trifft, dem Anspruch an die Kunst gerecht wird und inhaltlich auch noch zur Umgebung passt“, sagte sie. „Dem Kunstverein Travemünde ist dieses Kunststück vortrefflich gelungen.“ Ins Seebad passe kinetische Kunst „wie der Hering aufs Fischbrötchen“.

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Eine Galerie unter freiem Himmel
Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff hatte die Zahlen zusammengetragen: Im Frühjahr 2009 sei der Verein für Kunst und Kultur zu Travemünde gegründet worden. Er könne sich noch gut daran erinnern. Am 11. Mai 2009 erfolgte die Eintragung des Vereins. „Was damals bescheiden im Hof der Alten Vogtei begann, hat heute das gesamte Stadtbild erobert.“ Mit über 30 Installationen im öffentlichen Raum sei die WindArt zu einer „echten Galerie unter freiem Himmel“ geworden, so Kirchhoff. „Gehen Sie mit offenen Augen durch unseren Ort, entdecken Sie die über 30 Skulpturen im öffentlichen Raum und lassen Sie sich von der kinetischen Kunst verzaubern“, lud Kirchhoff das Publikum ein.

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Taufe mit Ostseewasser
Nach der Eröffnung wurde traditionell die neue „Hauptskulptur“ auf dem Fährplatz mit Ostseewasser getauft. Um Platz für das Werk zu schaffen, waren extra andere Skulpturen versetzt worden (Wir berichteten). Hinweisschilder mit QR-Codes informieren über Künstler und Werk. Weitere Informationen und Standorte kann man auf der Internetseite des Kunstvereins finden.

kunst-kultur-travemuende.de

Mit einem Glas Ostseewasser wurde die neue Skulptur „Wildes Gras“ in der Vorderreihe getauft. Fotos: Karl Erhard Vögele

Mit einem Glas Ostseewasser wurde die neue Skulptur „Wildes Gras“ in der Vorderreihe getauft. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 179414   Autor: Helge Normann   vom 09.05.2026 um 19.46 Uhr

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