Linke und GAL. Tempo beim Klimaschutz erhöhen

Lübeck: Archiv - 10.05.2026, 16.16 Uhr: In der Bürgerschaft wurde der aktuelle Monitoringbericht zum Masterplan Klimaschutz behandelt. "Dieser zeigt auf, dass sich Lübeck auf einem positiven Weg in Richtung Klimaneutralität bis 2035 bewegt – jedoch viel zu langsam", so die Fraktion Linke und GAL. Für sie bleibe dieses Ziel "fachlich zwingend notwendig und politisch nicht verhandelbar".

„Die Zahlen belegen, dass Klimaschutz in Lübeck konkret wirkt: Die Emissionen sind seit 2019 gesunken, der Ausbau der Photovoltaik schreitet voran und viele Maßnahmen sind bereits in der Umsetzung. Auch die Stadtverwaltung hat ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen erheblich reduziert“, erklärt Katja Mentz, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Linke und GAL. „Das sind messbare Erfolge, die zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichen. Selbst bis 2045 würde Lübeck das Ziel der Klimaneutralität verfehlen, wenn das aktuelle Tempo beibehalten wird. Insbesondere im Verkehrssektor stagnieren die Emissionen auf hohem Niveau, während der Autoverkehr weiterhin dominiert. Auch im Bereich der privaten Haushalte liegt der Energieverbrauch trotz Rückgangs noch über dem Vor-Pandemie-Niveau.“

„Wir brauchen jetzt eine deutliche Beschleunigung. Das ist keine Frage politischer Meinung, sondern eine nüchterne Analyse der Daten und der physikalischen Realität“, betonte GAL-Mitglied Juleka Schulte-Ostermann in ihrer Rede vor der Bürgerschaft. „Ohne eine strukturelle Trendwende werden wir die Klimaziele nicht erreichen. Entscheidend sind vor allem der konsequente Ausbau erneuerbarer Energien, eine erfolgreiche Wärmewende und eine nachhaltige Mobilität.“

"Ein zentrales Problem bleibt laut Bericht der Mangel an Personal und Ressourcen, wodurch wichtige Maßnahmen verzögert oder gar nicht begonnen werden konnten", so die Fraktion Line und GAL. Sie sieht hierin auch eine Folge des letzten Haushaltsbeschlusses von Grünen, CDU und FDP. „Wer Klimaneutralität ernst nimmt, darf notwendige Personalstellen nicht pauschal ausschließen“, so Katja Mentz weiter. „Dort, wo wir schnell handeln müssen, braucht es auch die personellen und finanziellen Ressourcen. Wir dürfen nicht den städtischen Haushalt über unsere Zukunft entscheiden lassen. Die Klimakrise wartet nicht.“

Abschließend appelliert die Fraktion an die Mehrheitskoalition, "den Masterplan Klimaschutz zur Priorität zu machen und die notwendigen Mittel bereitzustellen". Ziel sei es, gemeinsam mit Verwaltung, Bevölkerung und Wirtschaft eine sozialverträgliche Klimaneutralität zu erreichen.

„Unser Dank gilt ausdrücklich der Klimaleitstelle für die engagierte Arbeit und die Transparenz des Berichts“, ergänzen die beiden GAL-Kommunalpolitikerinnen. „Er zeigt klar auf, wo politischer Handlungsbedarf besteht – und genau dort werden wir uns weiterhin mit Nachdruck einbringen.“

Die Fraktion Linke und GAL sieht erste Erfolge beim Klimaschutz.

Die Fraktion Linke und GAL sieht erste Erfolge beim Klimaschutz.


Text-Nummer: 179419   Autor: LinkeuGAL/red.   vom 10.05.2026 um 16.16 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

HL-live.de bei Google als Quelle bevorzugen