Grüne: Lübeck ist auf Krisen gut vorbereitet

Lübeck: Archiv - 13.05.2026, 15.02 Uhr: Rund 40 Gäste verfolgten am vergangenen Donnerstag im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses sowie per Livestream die Veranstaltung „GRÜNtalk: Bereit für den Ernstfall? Zivil- und Katastrophenschutz in Lübeck“.

Gemeinsam mit Fachleuten aus Feuerwehr, Verwaltung, Energieversorgung und Landespolitik diskutierte die Grüne Fraktion mit Bürgern über aktuelle Gefahrenlagen, den Schutz kritischer Infrastrukturen, kommunale Krisenvorsorge sowie die Frage, wie Lübeck widerstandsfähig für zukünftige Krisen aufgestellt werden kann.

In der Diskussion wurde deutlich: Lübeck verfügt bereits über tragfähige Strukturen im Bevölkerungsschutz, gleichzeitig besteht weiterer Handlungsbedarf – etwa beim Ausbau eines modernen Gefahrenabwehrzentrums, bei der überregionalen Vernetzung sowie bei der Stärkung von Selbstvorsorge und gesellschaftlicher Resilienz.

Dazu Kimberly D’Amico, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion:

(")Wir haben uns sehr über das große Interesse an dieser Veranstaltung gefreut. Es zeigt deutlich, dass dieses Thema auch die Bürger Lübecks bewegt. Unser Dank gilt unseren Gästen für die spannenden, aufschlussreichen und informativen Beiträge.

Dabei wurde deutlich, dass unsere Stadt bereits gut auf Krisensituationen vorbereitet ist, zugleich aber weiterhin erheblicher Handlungsbedarf besteht. Dies betrifft insbesondere die Vernetzung über die Stadtgrenzen Lübecks hinaus sowie den Ausbau des eigenen Risikomanagements und eines modernen Gefahrenabwehrzentrums.

Uns ist bewusst, dass dieser Aufbau mit erheblichen finanziellen Investitionen verbunden sein wird. Unser Anspruch bleibt dabei, die verfügbaren Mittel verantwortungsvoll, gerecht und zielgerichtet einzusetzen.

Gleichzeitig haben wir aus der Veranstaltung mitgenommen, dass auch die Bürger selbst Verantwortung tragen – sowohl für die eigene Vorsorge als auch für die Unterstützung von Menschen im direkten Umfeld, die auf Hilfe angewiesen sind.

Als Politik werden wir daher Maßnahmen initiieren und unterstützen, die ein solches Bewusstsein noch stärker in die Stadtgesellschaft tragen sowie entsprechendes Engagement fördern.(")

Steffen Hamer, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, ergänzt:

(")Die Hansestadt Lübeck ist für den Krisenfall in vielen Bereichen verhältnismäßig gut aufgestellt. Jedoch müssen wir uns bewusst sein, dass in Lübeck nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung Mitglied in der sogenannten Blaulichtfamilie (Feuerwehr, Rettungsdienste, THW, usw.) ist. Im Ernstfall sind diese Akteure der Grundpfeiler für den Zivil- und Katastrophenschutz. Hier gilt es noch Engagement zu fördern und zu informieren.

Es muss ein Bewusstsein in der Bevölkerung vorherrschen, sich zumindest mit Lebensmitteln und einer soliden Hausapotheke für die ersten 72 Stunden selbst versorgen zu können, bis die überregionale Rettungskette greift. Die Kampagne “KommKlar SH” des Landes ist eine wirklich gelungene und informative Aktion zum Bevölkerungsschutz. Zudem bitten wir die Bevölkerung, sich umfassend auf der Internetseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu informieren (bbk.bund.de).

Wir sehen es als unsere politische Pflicht, aufgrund der sich überlagernden Krisen und derzeit rasant entwickelnden Weltlage stetig nachzusteuern und unser Handeln an aktuelle Lagen anzupassen, um für die Stadt eine möglichst hohe Krisenresilienz zu schaffen.(")

Rund 40 Gäste informierten sich bei der Veranstaltung der Grünen Fraktion. Foto: Grüne

Rund 40 Gäste informierten sich bei der Veranstaltung der Grünen Fraktion. Foto: Grüne


Text-Nummer: 179486   Autor: Grüne   vom 13.05.2026 um 15.02 Uhr

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