Warnstreik: Demo statt Shopping
Lübeck - Kücknitz: Archiv: Am Freitag und Samstag fanden im Groß- und Einzelhandel Warnstreiks statt. Nach einer großen Kundgebung am Freitag in Hamburg trafen sich am Samstag rund 30 Gewerkschaftsmitglieder in Lübeck-Dänischburg.
Bisher haben laut der Gewerkschaft ver.di die Arbeitgeber weder im Einzelhandel noch im Großhandel ein Angebot für einen neuen Tarifvertrag vorgelegt. Der Warnstreik, der offenbar kaum Auswirkungen hatte, sei eine erste Warnung. Die Gewerkschaft lasse sich nicht hinhalten.

ver.di Nord fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 225 Euro monatlich, sowie die Anhebung der unteren Entgeltgruppen auf ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 Euro pro Stunde. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütungen um 150 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel fordert ver.di unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sieben Prozent, mindestens jedoch 250 Euro monatlich, sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro.
Kommentare zu diesem Text (1):
Harry Hirsch
schrieb am 19.5.2026 16.14 Uhr:
Stell' dir vor es ist Warnstreik - und alle gehen zur Arbeit!
Sollten die Gewerkschaftsmitglieder gemerkt haben, wie sie von ihren Bonzen (...) werden? Gut so!
Es könnte doch auch möglich sein, dass Arbeitnehmer zufrieden sind - ohne sich aufhetzen zu lassen?
Damit wäre dann endlich ein "Arbeitsfrieden" eingekehrt und Teuerungen würden vermieden!
Okay, ich träume weiter...